Hallo,
wir wollen in unserem Haus (Bruchstein, Außenwand 80cm ungedämmt)Fußbodenheizung verlegen. Stehen nat. jetzt vor der Frage ob das Sinn macht.
Keller ist noch ungedämmt, wollen das aber dann auf jeden fall mitmachen.
Innendämmung der Wände ( außen geht nicht Denkmalschutz) sind wir uns noch unschlüssig.
Fenster und Türen kommen auch neu. Raumhöhe is aktuell bei 3,60m. Heizung im momentan Öl mit Heizkörpern (soll im OG auch bleiben). Läuft im Moment noch effektiv soll aber langfristig auch getauscht werden.
Für die Abdeckung von kurzfristigen Schwankungen ist ein Ofen vorhanden.
Vieleicht kann uns ja jemand helfen.
Vielen Dank.
Hallo Katja,
die Frage ist, ob man eine Fußbodenheizung einbringen kann und diese mit Dielen funktioniert. Und ob eine Dämmung zum Boden/Keller hin möglich ist ohne dass die Balken Schaden nehmen. Da wende Dich mal an die untere Denkmalbehörde/Bauamt, die können Dir da gute Tipps in Bezuga uf Materie und Handwerker geben.
Alternativ haben Freunde von uns gute Erfahrungen mit Heizschleifen unter der Wand gemacht - innenliegende Wand wählen!
Die alten Gusseisernen Heizkörper sind von der Strahlungswärme nicht zu verachten. Wir lieben sie.
Die Wände dürften ok sein was die Dämmung anbelangt. Wir haben eine Thermographieaufmnahme machen lassen - Die Werte entsprachen einem ca. 2-4 cm dick gedämmten Haus. Da wir in der Nacht -20 Grad hatten konnte man dann auf dem Bild so richtig sehen wo die Probleme liegen - es waren bei uns die Fenster und Türen.
Innendämmung rechnet sich nie in deinem Leben, da ihr bei den eh schon kleinen Zimmern noch mehr Raum verliert und ihr alle tragenden Balken etc. von den Mauern entkoppeln müsst, wenn man es richt machen will mit dem Bruchsandstein. Dh. alle Böden raus, alle Balken anheben etc. Steht wenn man das Haus bewohnt und nicht total sanieren möchte in keinem Verhältnis.
Eher lohnen sich dann die kleinen Dinge wie von Dir beschrieben: Kamin ggf mit Warmwasserspeicher koppeln, Brauchwassererwärmung aufs Dach, Kleines Blockheizwerk installieren…
In welcher Region wohnst Du - könnte Dir ggf ein paar Kontakte zu Hausbesitzern und Handwekern herstellen zwecks Austausch an Ideen.
Gruß,
Alexandra
Hallo Alexandra,
vielen Dank für deine Antwort. Das hilft uns schonmal weiter. Haben noch keine Ahnung von der Materie und überlegen gerade ob wir das Haus von meinen Schwiegereltern kaufen sollen. Wohnen momentan zusammen drin 
Man kennt ja meist nur Leute die sich mit Neubauten auskennen.
Waren schon bei einer Gratisberatung vom Energieberater (Verbandsgemeinde bietet das an) und der hat uns gesagt die Wände dämmen wie 2cm Styropor… Das war nat. nicht sehr erbaulich. Bei einer günstigen Dämmung (wusste nicht, das das auch so geht wie du beschrieben hast) von innen hätten wir Angst vor Schimmel. Deswegen waren wir auch soweit das zu lassen.
Trotzdem wollen wir ja soviel Energie wie möglich sparen und fußwarm wär schon nett.
Über Kontakte zu fähigen Leuten würde ich mich sehr freuen. Wir wohnen im Westerwald.
Vielen dank nochmal.
LG
Nur ganz kurz ein paar (nicht direkt auf die Fußbodenheizung bezogene) Anmerkungen:
Wenn man in ein altes Haus neue Fenster einbaut, die dann natürlich dichter sind, kann sich durch Taubildung an den Außenwänden ein Schimmelproblem entwickeln. Daher sollte man da drauf ein Auge haben - und muss evtl eine „Zwangsent/belüftung“ mit einplanen. Google hilft.
Des weiteren gilt: Wenn die Wände trocken sind, dämmen sie deutlich besser. Also vor allem auch das sicherstellen.
Hallo Katja,
die von Dir beschriebene Ausgangssituation ist einerseits unter dem wirtschaftlichen Aspekt und anderseits unter dem des technisch sinnvollen und machbaren zu sehen.
Grundsätzlich ist bei denkmalgeschützten Außenfassaden nur eine Innendämmung anzuwenden.
Das funktioniert auch und hat sich bewährt, wenn gewisse bauphysikalische Grundsätze erfüllt werden. So muss z.B. aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk (z.B. durch fehlende Horizontalsperre bei entsprechendem Lastfall) ausgeschlossen sein. Unter die Dämmung muss eine Sperrschicht (z.B. als abdichtender Mörtel) aufgebracht werden, der Innenputz muss dampfdiffusionsoffen sein.
Nur „Schimmelgefahr“ in den Raum zu werfen und sich danach zu ducken, das ist wenig hilfreich für Dich. Und außerdem nur ein Drittel der Wahrheit.
Fußbodenheizung ist auch unter Dielenböden bzw. bei Fertigteil-Fußböden einsetzbar. Man kennt das ja seit langem auch vom Sporthallenbau.
Also: das Projekt ist sicher so durchführbar; und bei der angegebenen Raumhöhe ist eine Fußbodenheizung, aber auch eine Wandheizung (wie bereits in einem anderen Artikel aufgeführt) machbar und sinnvoll.
Lasse Dich einfach einmal über die jeweiligen Vor- und Nachteile in einem Fachgeschäft (das sind nun sicher keine Baumärkte!) beraten.
-.-.-.-
Gruß: Klaus
Hallo klaus,
vielen Dank für deine Antwort. Wir stehen noch am Anfang unserer Planung und werden natürlich Profis hinzuziehen. Die Aktion mit der Fußbodenheizung werden wir nicht selbst machen und die Innendämmung sicher auch nicht. Ich wollte nur über die Machbarkeit bescheid wissen. Und ob jemand damit Erfahrungen hat.
Nun sieht es ja so aus als ob das mit dem entsprechenden fin. Aufwand machbar ist… Wir werden im nächsten Schritt versuchen Handwerker in unserer Nähe ausfindig zu machen, die sich ( hoffentlich)mit so alten Häusern auskennen (Wir haben nämlich keine Ahnung
)
Vielen Dank nochmal, das mit der Dämmung hört sich gut an…
Auch für deine Antwort vielen Dank. Werde es im Hinterkopf behalten…