Hallo,
gebe noch mal meinen Senf zu dem gesagten dazu, einmal hier:
Der Quellenangabe setzt du in diesem
Fall z.B. ein „vgl.“ voran.
z. B.:
Vgl.: Kantorowicz, Ernst: Kaiser Friedrich der Zweite.
Stuttgart. 1923. S. 67-69.
Das ist möglich, jedoch nicht unbedingt nötig. Gibt da die und die Ansicht, ich denke wenn du allgemein eine Information aus, um bei dem Beispiel zu bleiben, dem Kantorowicz übernimmst, würde es reichen, auch einfach das „Vgl.“ wegzulassen. Das steht nämlich für „Vergleiche“, und der Leser soll ja nichts vergleichen, sondern nur wissen, woher die Info stammt. Aber wie gesagt, manche Leute handhaben das anders.
Zu den Quellen: Alles was du in deiner Arbeit verwendest sind
Quellen. Sie sind verschiedener Art oder mehr oder weniger nah
dran am Ereignis:
Original Zeitung von 1945 müsstest du genauso als Quelle
angeben, wie eine Kopie einer solchen Zeitung, wie eine
wisenschaftliche Abhandlung oder eine Zusammenfassung über den
Inhalt einer solchen Zeitung.
Das würde ich anders handhaben, nämlich macht man doch einen Unterschied zwischen Quellen und Forschungs- oder auch Sekundärliteratur. Eine Quelle erkennst du daran, dass sie einigermaßen direkt aus der Zeit stammt, von der du schreibst, kann auch kurz davor oder danach angesiedelt sein (Briefe, Akten, Gesetze, Reden, Karikaturen, Statistiken . . .). Es muss sich hierbei um ein Originaldokument oder einen Nachdruck dessen handeln.
Forschungs-/Sekundärliteratur ist alles, was von irgendwem dann später mal zu diesem Thema verfasst wurde. An äußeren Kriterien erkennt man dies am besten an so Dingen, die du auch verwendest, das heißt Quellennachweise, der Autor ist anerkannter Forscher o.ä.
Die Begriffe Quelle/Sekundärliteratur sind dabei relativ, das heißt Sekundärliteratur kann je nach Fragestellung auch zur Quelle werden. Ein Beispiel: Schreibst du über das Thema „Friedrich II. und die preußischen Rechtsreformen“, dann ist der o.g. Kantorowicz eindeutig Sekundärliteratur - ein Forscher hat sich zu späterem Zeitpunkt über die Person Friedrichs ausgelassen, du verwendest nun seine Schlussfolgerungen. Ist dein Thema aber „Zur Rezeption Friedrichs II. in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“, dann wird aus dem Kantorowicz eine Quelle, da du dich im engeren Sinne nicht mit Friedrich selbst, sondern damit, wie er Anfang des 20. Jh. gesehen wurde, beschäftigst.
Hoffe, das ist verständlich formuliert.
Gruß
Benjamin