Hallo zusammen,
meine Kleine (1 Woche alt) scheint heftigst verfressen zu sein. Mich wuerde mal interessieren, wieviel Milch pro Mahlzeit in etwa ein Kind in ihrem Alter braucht, wenn es im Schnitt alle 3 Stunden gestillt wird. Das weiss doch sicher einer von euch, oder?
fragende Gruesse
Ralph
Hallo Ralph,
meine Kleine (1 Woche alt) scheint heftigst verfressen zu
sein. Mich wuerde mal interessieren, wieviel Milch pro
Mahlzeit in etwa ein Kind in ihrem Alter braucht, wenn es im
Schnitt alle 3 Stunden gestillt wird.
ich würde sagen, dass die Frage falsch gestellt ist, denn natürlich braucht ein Baby genau soviel Milch, wie es trinkt. Eine Literangabe kann ich dir nicht geben, weil es meiner Erfahrung (3 Kinder) nach sehr individuell bei den Babys zugeht
. Ein Baby kann gar nicht zuviel trinken; zuwenig schon, aber das ist ja nicht dein Problem.
Es ist allerdings möglich, dass dein Kind nicht so sehr an der Milch interessiert ist, als am Körperkontakt. Wenn es nur nuckelt, ohne zu saugen, kann man auch versuchen, den Rhythmus zu steuern, aber das würde ich bei deiner Kleinen noch nicht empfehlen (vielleicht wenn sie 2 oder 3 Monate alt ist).
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Hallo auch,
bin ja eigentlich für jeden Spass zu haben aber kann es sein das Ihr ein Welpen oder ein kleines Kätzchen habt. Ich meine so wie du die Frage formuliert hast bin ich mir nicht ganz sicher ob es sich wirklich um eins der süssesten Geschöpfe Gottes handelt oder ob du die Frage nicht besser an den Tierschutz stellen solltest.
Viele Grüsse aus Hamburg
MeToo
Hallo Ralph,
herzlichen Glückwunsch!
wenn Euer Kind ausschließlich gestillt wird, sind Mengenangaben wenig sinnvoll, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß Du das Kleine nach jeder Mahlzeit wiegen willst.
Bei Muttermilch gibt es KEIN zuviel.
Bei künstlicher Babynahrung muß man da schon eher aufpassen, weil diese hochkalorischer ist und nicht so ganz leicht zu verdauen.
Einer der anderen Antworter hat schon geschrieben, daß Babys auch gerne „nur“ kuscheln und dafür die Brust „benutzen“, was in Fachkreisen „nonnutritives“ Saugen genannt wird. Dafür gibt es Alternativen, wenn es der Mama zu viel wird.
Bei Babys, die Flaschennahrung bekommen, sollte man da schon eher mal nen Riegel vorschieben, weil die ganz gerne die Flasche benutzen, um ihr Saugbedürfnis zu stillen, und bei den Flaschen ist einfach immer Milch o.ä. drin, die dann auch rauskommt.
Ich hoffe, das die Antwort Dir weiterhilft, auch wenn sie keine Zahl enthält.
Es gibt Zahlen, wieviel ml/kg Körpergewicht ein Kind zu sich nehmen soll, aber das bezieht sich alles auf künstliche Babynahrung und stammt so ungefähr aus den 70ern.
liebe Grüße,
Conny
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stillen so oft das Baby will
Hallo Ralph,
soweit ich mich erinnern kann (das ist ca. 8 Jahre her), machen Babys Wachstumsschübe durch. Da gibt es eben Phasen, in denen man das Gefühl bekommt das Baby ständig stillen zu müssen. Die Brust stellt sich auf den Mehrbedarf ein, und produziert ausreichend Flüssigkeit, vorausgesetzt die Mutter trinkt auch genug. Die Muttermilch sättigt nicht so nachhaltig wie wie gekaufte Babynahrung, denn sie ist besonders gut verdaulich, und die in der Muttermilch enthaltenen Stoffe werden vollständig ge- bzw. verbraucht.
Der Lohn für diese Mühe: super gesunde Kinder, was ich ich aus meiner Erfahrung weiß.
gruß
grilla
off topic
Hallo Grilla,
nein ich will mich gar nicht mit dir streiten 
mir ist nur ein Satz aufgefallen und da ist mir was hochgekommen, dass ich oefter runterschlucken muss.
Der Lohn für diese Mühe: super gesunde Kinder, was ich ich aus
meiner Erfahrung weiß.
Du redest vom Stillen. Und ja, wenn man kann, ist das gut so.
Aber so ein Satz impliziert, dass Kinder, die nicht gestillt wurden, einfach nicht so gesund / kraeftig / allergiefrei / abgehaertet usw. sind.
Mir hat das lange Zeit grossen Sorgen bereitet: vor der Adoption meiner Kinder habe ich lange mit Methoden auseinandergesetzt, wie man stillen kann, auch ohne Kinder geboren zu haben (es gibt einige Methoden). Eben hauptsaechlich aus gesundheitlichen Gruenden, weniger aber auch wegen Mutter-Kind-Beziehung. Die Erfahrungsberichte, die ich erzaehlt bekommen und gelesen habe, liefen alle darauf raus: Mordsstress, aber was tut man nicht alles… Naja und dann kam mein erstes Kind: 2 1/2 Monate zu frueh geboren, aber als wir ihn kennenlernten, schon 3 Monate alt. Ich vergass Stillen (logo) und bereitete mich darauf vor, zumindest die naechsten paar Jahre mit allen Moeglichen Krankheiten und Anfaelligkeiten zu kaempfen. Von wegen! Ausser ein paar mal Schnupfen - nie was gewesen bis zur Blinddarm-Op vor 2 Jahren. Beim naechsten haette ich gar nicht die Zeit und GEduld fuer’s Stillen gehabt, also noch ein Flaschenkind. Genauso gesund. Ach ja und Koerperkontakt und Streicheleinheiten hatten sie (und ich *gg) auch genug.
Damit will ich nicht das Stillen fuer unnoetig erklaeren. Ganz und gar nicht. Haette ich die Wahl gehabt, haette ich bestimmt versucht zu stillen. Aber mir haette es damals geholfen zu wissen, dass es auch ohne Stillen geht, und dass das nicht heisst: ein schlechter Start ins Leben. Ich glaube, es geht doch vielen Muettern aehnlich, die aus den verschiedensten Gruenden nicht stillen koennen.
Wollt ich halt mal eingeworfen haben.
Viele Gruesse,
Elke
beileibe als Streitthema ungeeignet
Hallo Elke,
meine Bibel war in der Babyphase Hannah Lotrops Stillbuch, kennst du es? Darin kann man nachlesen, dass im Laufe der Zeit es immer weniger Frauen gibt die ihre Babys stillen. Die Gründe sind verschieden. Die Nachteile daraus unbestritten.
Aber ich finde es schade, dass genau das ein Thema ist, woraus ein Falsch und Richtig und damit Gut und Böse gemacht wird. Darum liegt es auch mir fern mit irgendjemanden darüber streiten zu wollen.
Ich habe mir die Mühe gemacht und meine Babys gestillt. Es hat nicht gleich geklappt, bei beiden bekam ich Fieber. Manchmal war es sehr nervig, manchmal war es prima, weil ich keine Nahrung mitnehmen mußte. Dass sich meine Mühe gelohnt hat, davon bin ich überzeugt, und möchte anderen Mut machen, die wie ich irgendwann zwischendurch aufgeben wollen.
Dass das Stillen für Kind und Mutter besser als gekaufte Nahrung ist, wissen wir. Es ist keine Katastrophe nicht zu stillen, aber es schade, wenn frau es nicht täte, vorallem wenn sie es kann.
findet
grilla
Hallo,
erstens war das gar nicht die Frage, denn es ging „nur“ darum, wieviel STILLEN ist normal,
zweitens gibt es, denke ich, für beide Entscheidungen gute Gründe, die jeder akzeptieren muß, ich denke es kommt immer darauf an ,daß es dem Kind und aber auch der Mutter gut geht, denn ohne gesunde und zufriedene Mutter kann es dem Kind am Anfang gar nicht richtig gut gehen.
Wenn also eine Frau entscheidet nicht zu stillen, ist dies ok.
Jedenfalls ist das meine Meinung als Stillberaterin und Mutter eines wenig gestillten Kindes.
Gruß
Conny
Hallo,
ich hab mich, glaube ich, ein bischen zu unklar ausgedrueckt. Der Hintergrund ist der, dass mein Engel (durchaus ein suesser kleiner Mensch, keine Katze) vor allem nachts nach dem Stillen immer noch vor Hunger bruellt und wir mit „Kunstmilch“ nachfuettern muessen. Und da wollen wir natuerlich vermeiden dass sie sich ueberfrisst, falls es sowas gibt. Das ganze wird natuerlich nicht einfacher dadurch dass wir nicht wissen, wieviel Muttermilch sie sich schon geholt hat, trotzdem dachte ich, dass eine ungefaehre Angabe wieviel sie ueberhaupt braucht, uns u. U. weiterhelfen koennte.
Ich hoffe, jetzt wird das Problem deutlicher.
Ralph
Hallo nochmal,
immer noch vor Hunger bruellt
da die Kleine nicht sprechen kann, dürfte es schwierig sein, ihr Gebrüll auf Hunger zurückzuführen. Ich habe das bei allen meinen Kindern durchgemacht, beim Dritten ist man dann nicht mehr so unsicher. Ich würde - das hört sich jetzt nur schlimm an - die Kleine ruhig mal etwas brüllen lassen (ich weiß, das ist schwer), aber das sagen alle Ratgeber, und uns hat die Erkenntnis auch gut getan - und die Kinder sind deswegen nicht verhungert oder sonst irgendwie gestört.
Mein Rat: Kauft euch einen Einschlafratgeber! Ich habe gerade meinen nicht zur Hand, aber wenn du möchtest, such ich das Buch noch einmal raus.
Ihr habt mein Mitgefühl! Mein Tipp: Sagt euch, es geht vorbei!
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Auch Hallo,
erstens war das gar nicht die Frage,
hab ich auch nicht behauptet (daher der Titel: off topic), nur liegt mir das Thema im Moment am Herzen, weil eine Bekannte sich durch Literatur und Bemerkungen von sogenannten Freundinnen, so klein gemacht vorkommt, und deshalb wollte ich es kurz ansprechen.
zweitens gibt es, denke ich, für beide Entscheidungen gute
Gründe, die jeder akzeptieren muß, ich denke es kommt immer
darauf an ,daß es dem Kind und aber auch der Mutter gut geht,
denn ohne gesunde und zufriedene Mutter kann es dem Kind am
Anfang gar nicht richtig gut gehen.
Wenn also eine Frau entscheidet nicht zu stillen, ist dies ok.
da stimme ich dir voll zu und Grilla auch ,war ja auch nur eine Randbemerkung
Gruesse, Elke
vor allem nachts nach dem Stillen
immer noch vor Hunger bruellt und wir mit „Kunstmilch“
nachfuettern muessen. Und da wollen wir natuerlich vermeiden
dass sie sich ueberfrisst, falls es sowas gibt.
Hallo Ralph,
gibt eurer Kleinen doch einfach „pre“ Kunstmilch, damit kann sie sich nicht „überfressen“.
( siehe ausführlicher auch hier: http://www.lifeline.de/cda/ci/text/show_print/0,1922… )
Gruß
Claudia
p:s: Vielleicht ist es aber auch gar kein Hunger ? Da es ja vorallem nachts vorkommt, könnte es auch sein das die Kleine bloß nicht schlafen kann/will. Dann sollte man sie logischerweise nicht mit Essen vollstopfen
Naja, den Unterschied zwischen „Hunger-schreien“ und „Willnichtschlafen-schreien“ kann man aber nach kürzester Zeit eh ganz gut unterscheiden.Dann könnt ihr euch sicherer sein was es denn nun wirklich ist.
Hallo Ralph,
natuerlich nicht einfacher dadurch dass wir nicht wissen,
wieviel Muttermilch sie sich schon geholt hat,
das kann man vielleicht durch vor-dem-Stillen-auf-die-Waage und nach-dem-Stillen-auf-die-Waage herausfinden. So hab ich’s jedenfalls gemacht, um herauszufinden, wieviel sie schon zu sich genommen hatte… weil ich laut Kinderärztin angeblich zufüttern musste… aber wieviel sie pro Mahlzeit zu sich nehmen sollte, weiß ich nicht mehr, ist zu lange her…
Grüße
Gerry
Hallo miteinander,
auch wenn es off topic war, finde ich Elkes Einwurf gut, habe diesen Satz von Grilla auch stirnrunzelnd gelesen.
Ich konnte vor 8 Jahren unsere älteste Tochter nur kurz und auch nie voll stillen. HEUTE könnte ich es übrigens, damals aber schadete der Erfolgsdruck in Verbindung mit einer Frühgeburt so sehr, dass da nix floß außer Frusttränen. Ich konnte und kann es heute noch nicht hören, dass gestillte Kinder so gesund sind. Ich WEISS, dass Mumi minimal gesünder ist als Flaschenkost, aber das wird hierzulande so oft extrem betont, dass nichtstillende Mütter sich viel zu oft als Versager fühlen. Eben AUCH durch harmlose Sätze wie diesen, mir ist schon klar, dass Grilla ganz sicher nicht eine der militanten Stillverfechterinnen ist (jedenfalls würde ich Dich, Grilla, so nicht einschätzen !).
Kind Nummer 2 und Nummer 3 wurden sehr viel länger gestillt. Definitiv ist unsere minimal gestillte Älteste die Gesündeste von allen, Tochter Nr. 2 bekam bereits als vollgestilltes Baby Hautprobleme, Sohn Nr. 3 bekam zwangsläufig alles, was im Kindergarten so an Erregern herumfleucht, bereits in den ersten Lebensmonaten ab. Ich rede jetzt von banalen Infekten und Kinderkrankheiten, wohlgemerkt. Und da kann ich entgegen jeder Statistik meine ganz privaten Gegenbeispiele liefern
, sag das Deiner Bekannten, Elke.
ich denke es kommt immer
darauf an ,daß es dem Kind und aber auch der Mutter gut geht,
denn ohne gesunde und zufriedene Mutter kann es dem Kind am
Anfang gar nicht richtig gut gehen.
Wenn also eine Frau entscheidet nicht zu stillen, ist dies ok.
Jedenfalls ist das meine Meinung als Stillberaterin und Mutter
eines wenig gestillten Kindes.
Das unterschreibe ich voll und ganz !
Viele Grüße,
Sylvia - die vermutlich nie mehr stillen wird
Grüsse Dich Ralf,
hab nicht alle Antworten durchgelesen, deshalb kann es durchaus sein, dass Du schon eine ähnliche Antwort im Forum bekommen hast.
Also unsere Kleene ist jetzt 5 Wochen alt und wird nicht gestillt. Die ersten zwei bis drei Monate soll Sie laut Aussage Krankenhaus alle 4Stunden gefüttert werden --> Sechs Mahlzeiten am Tag á 100ml!!!
Wir füttern Humana HA1 und Sie verträgt das Zeug gut. Dazu geben wir noch prophylaktisch Sab Simplex Tropfen bezüglich Blähungen, Fluorette und Milchzucker gegen harten Stuhl (kommt bei Flaschenkindern häufig vor) in die Milch. Aber mit 100ml gibt Sie sich schon seit der ersten Woche nicht mehr zufrieden. Also verschlingt Sie im Moment ca 130-140ml. im Durchschnitt pro Mahlzeit. Ich hab auch keine Skrupel Ihr mehr zu geben, wenn Sie mehr will und das Zeug auch in sich behalten kann.
Also einfach testen und trinken lassen. Überfütterung ist eigentlich ausgeschlossen. Wenn zuviel oben rein kommt, dann kommst auch dort wieder raus!!
Grüsse Volker
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eine Spalte zwischen den Personen
Hallo Sylvia,
jetzt möchte ich doch noch einmal nachhaken, weil Stillen ein Reizthema zu sein scheint.
war das mein letzter Satz, der dich stirnrunzeln ließ?
Der Lohn für diese Mühe: super gesunde Kinder, was ich ich aus
meiner Erfahrung weiß.
auch wenn es off topic war, finde ich Elkes Einwurf gut, habe
diesen Satz von Grilla auch stirnrunzelnd gelesen.
So ganz habe ich Eure Reaktionen nicht verstanden.
Ich weiß natürlich nicht, ob meine Kinder auch gesund wären, wenn ich sie nicht gestillt hätte. Dass sie es sind (und hoffentlich bleiben) führe ich außer auf ihre gute Konstitution auch auf die Tatsache zurück, dass sie Stillbabys waren - so konnte ich jedenfalls mehrfach nachlesen. Oder andersherum, in meinem Umfeld fand ich es manchmal erschreckend, wieviele kranke Babys und Kleinkinder es gab, und selten ist davon eins gestillt worden. Zugegeben, ich ziehe für mich dazu meine eigenen Schlußfolgerungen. Und ich streite nicht ab, dass auch ein Flaschenkind top fit sein kann.
So komme ich in meiner Vorstellungskraft mit zwei Gegebenheiten nicht zurecht.
- Wenn man als Schwangere weiß, dass das Stillen seinem Kind und auch sich selbst gut tut (es gibt statistisch gesehen seltener Brustkrebs), warum es so wenige dann doch tun. Ich weiß, dass die Krankenhäuser mittlerweile ein Kopfgeld für Mütter bekommen, wenn sie sie zum Stillen veranlassen können. Meine Freundin, die ein wahrer Hardliner in Ernährungsgewohnheiten ist, lehnt das Stillen bei ihrem Baby ab, weil ihre Brustwarzen empfindlich sind (ich habe es zur Kenntnis genommen, ohne je darüber mit ihr zu diskutieren! Das geht mich schlichtweg nichts an). Immerhin bis vor zwei Generationen haben Frauen vorwiegend gestillt, eben weil es keine Babynahrung zu kaufen gab. All das gibt mir zu denken.
- Und ich fange allmählich an es mir abzugewöhnen anderen Frauen zu erzählen, dass ich gestillt habe, weil ich immer wieder die Erfahrung machen muss, deswegen eine Spalte vor meine Nase gezogen zu bekommen, die mich in eine Opposition drängt, die nichts mit dem Thema sondern mit der Person zu tun hat. Wieso das so ist, verstehe ich einfach nicht.
Hey, Stillen hat mir manchmal den letzten Nerv getötet. Aber ich wollte es einfach wissen. Ich war gegen diese industrielle Babypampe höchst mißtrauisch, und bin heute heil froh dass ich durchgehalten habe. Immerhin, in der Mammographie fragte der Arzt, ob ich gestillt habe, und bekam zu hören „schade, dass das immer seltener wird. Die Frauen könnten sich damit selbst einen Gefallen tun“ Sein Wort in Gottes Gehörgängen - für mich zumindest.
Gerne möchte ich Frauen dazu ermutigen zu stillen, durchzuhalten, daran zu glauben, dass die Mühe eine der lohnesten ist, die frau sich auferlegen kann. Und stattdessen muss ich aufpassen, was ich überhaupt noch zu dem Thema von mir gebe, weil ich mir selbst eher keinen Gefallen tue. Davon abgesehen, dass es leichter fällt sich darüber auszutauschen, warum Frauen nicht stillen.
Ich finde es schade, dass dem Verständnis fürs Nichtstillen mehr Platz eingeräumt wird, als dem Verständnis für den Sinn einer altmodisch werdenden Form von Babynahrung.
findet
grilla
Hallo Grilla,
meine Erfahrungen mit Stillen sind, glaube ich, deinen gerade entgegen. DAs kann durchaus daran liegen, dass ich nicht in Deutschland wohne. Ich hatte den Eindruck, dass in meinem Bekanntenumkreis eigentlich jede Mutter stillt und stille Verzweiflung bei denen herrscht, die nicht koennen. Ich kenne keine Nicht-Stillerin, die koennte (aber nicht wollte). Zumindest,sagen wir mal, die ersten vier Monate.
Was mich aber hellhoerig macht, ist, dass dieses Thema, wie du auch bemerkst, so heftig und emotional diskutiert wird. Das hat m.E. aber gar nichts mit dem Stillen an sich zu tun, sondern damit, dass es so schwer zu sein scheint, Lebens-Entscheidungen von anderen zu akzeptieren. Noch immer gibt das Thema „Hausfrau+Mutter“ Anlass zu den groessten Debatten. Was ist nun wichtiger? Eine ausgeglichene Mutter mit Beruf oder eine frustrierte Nur-Mutter? Eine karrieregeile Designermutter oder ein Familienleben mit immer verfuegbarer Mutter? (ich benutzte bewusst „Mutter“ und „Frau“ weil diese Diskussionen sich fast immer um Frauen drehen).
Ist es nicht moeglich einfach zu akzeptieren, dass es unterschiedliche Menschen gibt mit unterschiedlichen Beduerfnissen? Was fuer den einen funktioniert, braucht fuer den anderen nicht richtig zu sein. Die Entscheidung fuer und wider Stillen, fuer und wider Beruf, fuer und wider Waldorfschule, fuer und wider… was weiss ich, macht uns nicht automatisch zu guten oder schlechten Eltern und per se zu guten oder schlechten Menschen.
Und ich hatte nur einen (leisen) Einspruch erhoben dagegen, dass EINE Form des Verhaltens als non-plus-ultra hingestellt wird und dadurch anderen, die in ihrer Situation gute Gruende gegen dieses Verhalten haben koennen, sehr verunsichert werden und als ‚schlechte Menschen/Eltern/Muetter‘ hingestellt werden.
Vielleicht kommt diese Haltung aus eigener Unsicherheit heraus? Oder: weil mir Stillen so schwer faellt, mach ich erstmal die Nicht-STiller madig (ich sag nicht,d ass du das gemacht hast). Warum koennen wir uns nur gut fuehlen, wenn wir andere runtermachen? Diese Gedanken braucht man beileibe nicht auf’s Stillen zu beschraenken. Ich find’s nur schade.
GRuesse, Elke
sollte aber nicht sein !
Hallo Grilla,
noch kurz vor der Raubtierfütterung (allerdings ohne Milch *g*):
,
jetzt möchte ich doch noch einmal nachhaken, weil Stillen ein
Reizthema zu sein scheint.
war das mein letzter Satz, der dich stirnrunzeln ließ?Der Lohn für diese Mühe: super gesunde Kinder, was ich ich aus
meiner Erfahrung weiß.
Ja.
Grilla, ich stimme Dir grundsätzlich zu.
- Wenn man als Schwangere weiß, dass das Stillen seinem Kind
und auch sich selbst gut tut (es gibt statistisch gesehen
seltener Brustkrebs), warum es so wenige dann doch tun.
Ich habe damals (Kinder sind geboren zwischen 1995 und 2000) schon in der Geburtsvorbereitung einen regelrechten Stillterror empfunden. In dem Bemühen, Frauen wieder mehr zum Stillen zu bringen, lief das Ganze zu sehr darauf hinaus, dass gute Mütter stillen (und sich notfalls regelrecht aufopfern, quälen…), schlechte Mütter greifen zur Flasche.
Ich
weiß, dass die Krankenhäuser mittlerweile ein Kopfgeld für
Mütter bekommen, wenn sie sie zum Stillen veranlassen können.
Auch im Jahr 2000 bei meinem 3. Kind war die Stillunterstützung in meiner Klinik unterirdisch schlecht ! Ich habe bei meinem 3. Kind die Mitmütter beraten…
Meine Freundin, die ein wahrer Hardliner in
Ernährungsgewohnheiten ist, lehnt das Stillen bei ihrem Baby
ab, weil ihre Brustwarzen empfindlich sind (ich habe es zur
Kenntnis genommen, ohne je darüber mit ihr zu diskutieren! Das
geht mich schlichtweg nichts an).
Ich finde es gut, dass Du Deine Freundin in Ruhe gelassen hast. Soll jede Frau selbst entscheiden, ob sie (eventuell) schmerzende Brustwarzen aushalten will oder nicht.
Immerhin bis vor zwei
Generationen haben Frauen vorwiegend gestillt, eben weil es
keine Babynahrung zu kaufen gab. All das gibt mir zu denken.
Weder meine Mutter noch meine Schwiegermutter haben gestillt. Ich selbst bin extrem stillfeindlich erzogen worden (was es mir dann natürlich noch schwerer gemacht hat). Es gab keine Vorbilder für mich - und für viele Frauen meiner Generation.
- Und ich fange allmählich an es mir abzugewöhnen anderen
Frauen zu erzählen, dass ich gestillt habe, weil ich immer
wieder die Erfahrung machen muss, deswegen eine Spalte vor
meine Nase gezogen zu bekommen, die mich in eine Opposition
drängt, die nichts mit dem Thema sondern mit der Person zu tun
hat. Wieso das so ist, verstehe ich einfach nicht.
Auch hier kenne ich es andersherum. Ich habe sehr darunter gelitten, meine große Tochter nicht richtig stillen zu können, obwohl man überall lesen kann, dass natürlich jede Frau stillen kann. Das stimmt sicher - biologisch gesehen, aber das Drumherum ist eben sehr wichtig. Da hängt dann ein hungriges Baby an der Brust, nimmt nicht zu, es kommt keine Milch, alles tut weh, und man liest und hört immer nur, dass alle anderen Frauen es schaffen, nur man selbst ist zu blöd dazu ! Ich wurde einmal vor dem Drogeriemarkt von einer früheren Kundin total blöd angemacht, wieso ich künstliche Babynahrung kaufen würde, SIE habe das NIE nötig gehabt. Bedenke die Hormonlage noch lange nach einer Entbindung - damals hat mich so etwas echt fertiggemacht !
Hey, Stillen hat mir manchmal den letzten Nerv getötet. Aber
ich wollte es einfach wissen. Ich war gegen diese industrielle
Babypampe höchst mißtrauisch, und bin heute heil froh dass ich
durchgehalten habe. Immerhin, in der Mammographie fragte der
Arzt, ob ich gestillt habe, und bekam zu hören „schade, dass
das immer seltener wird. Die Frauen könnten sich damit selbst
einen Gefallen tun“ Sein Wort in Gottes Gehörgängen - für mich
zumindest.
Zustimmung.
Gerne möchte ich Frauen dazu ermutigen zu stillen,
durchzuhalten, daran zu glauben, dass die Mühe eine der
lohnesten ist, die frau sich auferlegen kann.
Auch ich ermuntere Frauen zum Stillen. Und ich bin davon überzeugt, je lockerer man es nimmt, desto leichter geht es.
Und stattdessen
muss ich aufpassen, was ich überhaupt noch zu dem Thema von
mir gebe, weil ich mir selbst eher keinen Gefallen tue. Davon
abgesehen, dass es leichter fällt sich darüber auszutauschen,
warum Frauen nicht stillen.
Wie gesagt, das sehe ich genau umgekehrt.
Ich denke, mit dem Stillen fängt der Mütterwettbewerb an - und endet nie. Wir alle könnten uns das Leben leichter machen, würden wir die Meinung der anderen ein bißchen mehr respektieren (damit meine ich ausdrücklich NICHT Dich !). So wie ich zum Stillen ermuntere, tröste ich auch gerne Mütter, die Flasche geben.
Viele Grüße,
Sylvia
…einfach anlegen…
Hallo Ralph,
in dem Alter ist es normal, daß die Babys sehr oft an die Brust wollen. Zum einen ist für sie das „normale“ Leben auch eine Umstellung. Sie waren 9Monate in einem warmen kuscheligen Nest mit gedämpften Geräuschen, konnten essen und schlafen wann sie wollten - die kleinen Pupser müssen sich auch ersteinmal umstellen. Und das einzig vertraute im Moment ist der Herzschlag von Mama und außerdem hat die da noch soetwas warmes weiches, wo auch noch soetwas leckeres rauskommt …
Auch die mütterliche Brust muß sich an die neue Aufgabe gewöhnen - deshalb: anlegen, anlegen, anlegen. Nur so kommt die Milchbildung in Gang. Und gestillte Kinder können sich nicht überfressen - sofern sie ausschließlich gestillt werden.
Der 4 Stunden-Rhythmus für Babys geistert immer wieder herum. er wurde aber einmal für Flaschenkinder festgelegt. Muttermilch wird viel schneller verdaut, deshalb ist Stillen alle 1,5-3Std völlig normal.
Aber auch für Flaschenkinder gilt - an Pre-Milch kann man sich nicht überfüttern. Es reicht übrigens für Flaschenkinder vollkommen aus, nur Pre-Milch zu füttern. Da hat sich nämlich die Industrie etwas nettes ausgedacht - laut Säuglingsnahrungsmittelgesetz darf Pre-Milch nämlich nicht beworben werden, deshalb wurden andere „Sorten“ die man unbedingt nach dem Monat x füttern soll eingeführt, weil sonst etwas gaaaaaanz Schlimmes passiert - und diese Produkte dürfen dann auch beworben werden. Aber das nur neben bei.
Ansonsten gilt: Stillen nach Bedarf, Anlegen, wann immer das Baby möchte, viel Nähe, viel Tragen - sich einfach auf das Würmchen einlassen und versuchen, es zu verstehen.
Alles Gute für Euch!
Cea
PS:
Hilfe zum Thema Stillen (Stillberaterinnen in Eurer Nähe)gibt es jederzeit unter http://lalecheliga.de und afs-stillen.de
Einschlafratgeber
Hallo Thomas,
ich hoffe inständig, daß Du nicht das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen…“ von Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth meinst 
Darin wird eine Einschlafmethode nach Ferber beschrieben, grob gesagt, das Kind in schreien lassen, bis es einschläft. Es darf nur nach vorgegebenen Zeitintervallen zu ihm gegangen werden.
Ferber ist ein anerkannter Schlafforscher in den USA und hat mittlerweile diese Methode widerrufen - seine Aussage: diese Methode hat er damals für Kinder mit massiven krankhaften Schlafstörungen entwickelt, sie war nie für normal entwickelte Kinder gedacht.
Leider hat über diesen Widerruf niemand ein Buch geschrieben …
Ein anderes Buch sein an dieser Stelle wärmstens empfohlen:
William Sears: „Schlafen und Wachen“
Liebe Grüße und genügend Schlaf wünscht
Cea