Futterfett-Hersteller Harles & Jentzsch insolvent?

Ist es tatsächlich rechtens, dass ein solventes Unternehmen Insolvenz anmeldet, um aufgrund krimineller Handlungen zu erwartende Forderungen abzuwenden?

Ist es tatsächlich rechtens, dass ein solventes Unternehmen
Insolvenz anmeldet, um aufgrund krimineller Handlungen zu
erwartende Forderungen abzuwenden?

Nehmen wir mal an, eine solvente x&y Gmbh wäre nach der letzten veröffentlichten Bilanz (31.12.2008) solvent, wenn man die Zahlen betrachtet.

Angenommen, es würde ein Jahresüberschuss einschliesslich der Gewinnvorträge in Höhe von ~ 4,3 Mio € auf neue Rechnung (2009) vorgetragen.
Möglicherweise ist die Bilanz für das Jahr 2010 noch nicht fertiggestellt.
In welcher Höhe müsste nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung eine Rückstellung gebildet werden, die die zu erwartenden Forderungen der Geschädigten in etwa abdeckt?
Ich denke mal, dass da die 4,5 Mio bei weitem nicht ausreichen werden. So viel zu den Zahlen auf dem Papier.
Nehmen wir weiterhin an, die Vorräte wären mit 1,1 Mio bilanziert. Vermutlich sind hier satte Wertberichtigungen angesagt.

Möglicherweise sind auch die ersten Schadenersatzforderungen schon auf dem Tisch des noblen Hauses und übersteigen bereits die Zahlungsfähigkeit.

Gruß Keki

Ist es tatsächlich rechtens, dass ein solventes Unternehmen
Insolvenz anmeldet, um aufgrund krimineller Handlungen zu
erwartende Forderungen abzuwenden?

Für Unternehmen gibt es kein Recht auf ein Insolvenzverfahren, sondern nur die Pflicht, ein solches zu beantragen. Insofern geht schon die Frage völlig am Sachverhalt vorbei.

Gruß
C.

Ist es tatsächlich rechtens, dass ein solventes Unternehmen
Insolvenz anmeldet, um aufgrund krimineller Handlungen zu
erwartende Forderungen abzuwenden?

Erm, jein. Darum würde es dann auch zu einem Strafprozess kommen und die Geschädigten könnten Schadensersatz zivilrechtlich einfordern.
(Gegen die Verantwortlichen, nicht gegen „das Unternehmen“)

Gruß, DW.

Vielen Dank für die freundlichen Antworten!
Gruß Micha