Futterhierarchie?!

Ich hab mal gelesen, dass der Mensch stets als erstes, bevor der Hund frisst, essen soll. Also quasi erst frühstücken usw. und dann bekommt der Hund sein Fressen. Das trage zur Festigung der Rangordnung bei.

Ist das wirklich so essentiell? Zumal ich auch schon von Freunden gehört habe, dass, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen, der Hund vor geht und dem erst mal was zu fressen gemacht wird und sich dann erst selbst Essen machen. Weiß jemand bescheid? Freue mich über jede Antwort!!

Viele Grüße
Pheenix!

Hallo Pheenix,

Ich hab mal gelesen, dass der Mensch stets als erstes, bevor
der Hund frisst, essen soll. Also quasi erst frühstücken usw.
und dann bekommt der Hund sein Fressen. Das trage zur
Festigung der Rangordnung bei.

Ist das wirklich so essentiell? Zumal ich auch schon von
Freunden gehört habe, dass, wenn sie von der Arbeit nach Hause
kommen, der Hund vor geht und dem erst mal was zu fressen
gemacht wird und sich dann erst selbst Essen machen. Weiß
jemand bescheid? Freue mich über jede Antwort!!

die Reihenfolge wann wer seine Nahrung zu sich nimmt ist vollkommen egal, entscheidend ist eher, dass der Mensch die Entscheidungen trifft, wann wer an der Reihe ist.

Wenn du bestimmst, dass dein Hund dir gegenüber beim Essen am Tisch sitzt, ist das genauso in Ordnung, wie wenn du die Entscheidung triffst, dass dein Hund, nachdem du gegessen hast, sein Futter im Garten bekommt.

Es kommt auch immer darauf an, ob in der Mensch-Hund-Beziehung irgendwelche Probleme bestehen oder nicht.

Gruß

Johnny

Hallo Pheenix

Ich hab mal gelesen, dass der Mensch stets als erstes, bevor
der Hund frisst, essen soll. Also quasi erst frühstücken usw.
und dann bekommt der Hund sein Fressen. Das trage zur
Festigung der Rangordnung bei.

Über das Festlegen der Rangordnung kann man eine Menge Humbug lesen.

Ist das wirklich so essentiell?

Nein; wenn dein Hund dich sonst nirgends als Führer akzeptiert, kannst du ihm damit höchstens momentan eins auswischen, mehr nicht. Weiss der Hund, wer der Herr ist, spielt es ihm überhaupt keine Rolle, ob vorher, nachher oder gleichzeitig gegessen/fressen wird. Willst du die Rangordnung feststellen, schiebst du seinen Kopf mit deinem aus dem Fressnapf, an dem er sich in dem Moment bedient. Aber :wink: !

Zumal ich auch schon von
Freunden gehört habe, dass, wenn sie von der Arbeit nach Hause
kommen, der Hund vor geht und dem erst mal was zu fressen
gemacht wird und sich dann erst selbst Essen machen.

Mache ich auch so, alleine um mein Gewissen zu beruhigen, dass ich sie alleine liess. So nach dem Motto: „Ich habe dir Beute gebracht.“

Weiß jemand bescheid? Freue mich über jede Antwort!!

Erfahrungswerte.

Viele Grüße
Pheenix!

Gruß
B. (der erwartet, dass seine Hunde vor der Tür warten, bis die Näpfe gefüllt sind :wink:

Hallo Pheenix,

generell bin ich der Meinung, dass es eine Hierarchie gibt und diese wenn möglich auch eingehalten werden sollte. Das betrifft sowohl das Futter als auch Schlaf- und Liegeplätze. Um so größer und sturer der Hund um so wichtiger empfinde ich die Einhaltung der Regeln. Hund lieben es wenn es nur schwarz und weiß gibt.

Bei unserem Hund haben wir das mit der Reihenfolge eine Zeit lang wegen der Haussanierung schleifen lassen, was dann irgendwann dazu geführt hat, dass er sich riesig aufgeregt und ne Szene gemacht hat, weil ich meine Kekse ganz alleine aufgegessen habe ohne ihm auch nur einen einzigen Krümel abzugeben (die Szene die ein 50kg Rotti da hinlegen kann hat sich gewaschen). Das war für mich dann das Zeichen, dass hier irgendwas falsch läuft. Ab dem Zeitpunkt haben wir uns wieder an die Reihenfolge gehalten und damit war alles geklärt.

Wenn unser Essen und das Essen des Hundes in unmittelbarer zeitlicher Nähe zueinander liegen, dann essen erst wir und dann der Hund. Wenn wir abends weg gehen oder morgens nicht zum essen kommen oder zu spät nach Hause kommen, dann bekommt der Hund natürlich was in den Napf, ohne dass wir was essen. Wenn er ein Leckerli von uns abhaben möchte, dann bekommt er ebenfalls Kekskrümel etc. erst, wenn wir fertig sind.

Auch wenn der Blick unseres Hundes manchmal herzerweichend ist - Hunde leben nicht in einer Demokratie und auch nicht in einer gleichberechtigten Partnerschaft. Hunde sind im Grunde Egoisten und nehmen was sie bekommen können. Um so klarer die Regeln, desto einfacher der Alltag und um so weniger Diskussionen gibt es auch bei anderen Übungen. Mit einem Hund in der Größe unseres Hundes möchte ich persönlich nicht in den Graubereich der Verhaltensregeln kommen, da ich im schlimmsten Fall einen Hund habe der gegen meinen Willen und gegen meine Person handelt, weil er glaubt er entscheide was gemacht wird. Das wirkt sich dann auch auf nicht ausführen von nützlichen Befehlen aus, wie nicht über die Straße zu rennen, am Straßenrand sitzen zu bleiben oder im Wagen zu bleiben, wenn man die Klappe öffnet… wenn Dich so ein Hund in der Größe und mit der Kraft mal quer über die Straße gezerrt hat, weil er was tolles gesehen hat, dann ist das nicht mehr wirklich Lustig. Da sind schnell mal ein paar Muskeln gezerrt, die Finger eingequetscht, ein paar Autos zum stehen gebracht… 400-600 kg aus dem Stand zu bewegen sind für einige Rassen kein Problem - da hast Du als Mensch keine Chance, wenn Du dem Hund nicht irgend wann mal Glauben gemacht hast, dass Du stärker bist.

Hallo!

Willst du die Rangordnung feststellen, schiebst du seinen Kopf mit
deinem aus dem Fressnapf, an dem er sich in dem Moment bedient.

Nach 17 Jahren Dackelerfahrung rate ich dringend von solchem Experiment ab und würde Details der Rangordnung lieber gar nicht so genau wissen wollen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Alexandra

(die Szene die ein 50kg Rotti da hinlegen kann hat
sich gewaschen).
400-600 kg aus dem Stand zu bewegen sind für einige Rassen
kein Problem - da hast Du als Mensch keine Chance, wenn Du dem
Hund nicht irgend wann mal Glauben gemacht hast, dass Du
stärker bist.

Mit Verlaub, Alexandra, du „lobst“ hier deinen „50kg Rotti“, wie du ihn immer wieder liebevoll auf dein Podium setzt, zu viel zu.
Ich habe jahrelang Schutzdienst betrieben, und aus dem Stand halte ich dir noch jeden Hund; das Halten findet im Übrigen im Kopf statt, nicht in der Hand.

Gruß
B. (der mal mit zwei deutschen Doggen an einer Zwillingsleine arg in Bedrängnis kam, angesichts der querenden Wildschweinflotte)

Hallo Wolfgang

Nach 17 Jahren Dackelerfahrung rate ich dringend von solchem
Experiment ab

Gott, Wolfgang, ja, hier sollst du absolut Recht behalten;
ich verdrängte allerdings, dass auch diese >zensiert

Du bist herzlich eingeladen Deinen Kopf mal in den Napf von unserem Hund reinzustecken ;o) Ich bereite schon mal die Verzichtserklärung für Dich vor und stelle die dann gerne im Netz zur Verfügung. Das riecht schon fast nach einem Feldexperiment. ;o)

…wenn man sieht was kommt, gebe ich Dir mit Sicherheit Recht. Wenn Du allerdings nicht vorbereitet bist bzw der Hund meint er könne mal was neues ausprobieren, kann ich mit anderen Erfahrungen aufwaten und ich gehöre nicht gerade zu den kleinen, zierlichen. Bei einem Besuch in der Pizzeria hatten wir ihn am Stuhl fest gemacht - irgendwie meinte er den vorbei laufenden Schäferhund eins hinterher setzen zu müssen… mit Hund können wir da sicherlich nicht mehr essen gehen. Der hat meinen Mann inkl. Stuhl und mir am Ende der Leine durch den halben Biergarten gezogen. Ich tendiere wirklich eher dazu Tiere nie zu unterschätzen.

Dazu muss ich aber auch anmerken, dass wir den Hund bereits im zarten erwachsenen Alter von 8 Jahren bekommen haben und dann mit ihm unsere Erfahrungen sammeln durften. Wenn man einen jungen Hund bekommt sehen die Überraschungseffekte sicherlich etwas anders aus - man wächst ja quasi mit dem Tier.

Hallo Alexandra

Du bist herzlich eingeladen Deinen Kopf mal in den Napf von
unserem Hund reinzustecken ;o)

Meine Grundschullehrerin hat mal einen schönen Satz gesagt, welchen ich nun gerne an dich weiterreichen möchte:
Vor Betätigung des Mundwerkes ist das Gehirn einzuschalten.
Wir sprachen hier, soweit ich mich erinnere, über Rangordnung;
warum du mich in dieser, was das Fressen aus deines Rottis Napf angeht, über jenen stellst, ist mir ein Rätsel.

Ich bereite schon mal die
Verzichtserklärung für Dich vor und stelle die dann gerne im
Netz zur Verfügung. Das riecht schon fast nach einem
Feldexperiment. ;o)

Gib mir deinen Rotti x Wochen, und ich werde mit ihm aus einem Napf fressen können, sofern dir das beliebt; anderenfalls eben solches vortäuschen, um die neugewonnene Akzeptanz zu testen.

Dass dies dann auch bei dir funktioniert überlasse ich gerne einem weiteren „Feldexperiment“. Gehorsam hat nicht ausschliesslich mit Rangordnung zu tun, was deine Angst beim „fressen“ verdeutlicht.

Gruß
B. (der weiss, dass gesunder Respekt oft in Ehrfurcht ausartet, und eine Menge Leute kennt, die sich nicht in denselben Raum trauen, während ihr Hund frisst; hier ist dann auch die Rangordnung gegessen)

Hallo Alexandra

…wenn man sieht was kommt, gebe ich Dir mit Sicherheit Recht. Wenn :smiley:u allerdings nicht vorbereitet bist bzw der Hund meint er könne mal :was neues ausprobieren, kann ich mit anderen Erfahrungen aufwaten und :ich gehöre nicht gerade zu den kleinen, zierlichen. Bei einem Besuch :in der Pizzeria hatten wir ihn am Stuhl fest gemacht - irgendwie :meinte er den vorbei laufenden Schäferhund eins hinterher setzen zu :müssen…

In dieser Form magst du wohl Recht behalten. Der Vergleich hinkt aber ein wenig; du kannst doch nicht erst sagen: „Ein Mensch kann nicht autofahren!!!“ und x Beiträge weiter schiebst du nach: „… wenn das Lenkrad im Kofferraum liegt“ *ohwei, weit hergeholt, gaaanz weit :wink:*

mit Hund können wir da sicherlich nicht mehr essen gehen.
Der hat meinen Mann inkl. Stuhl und mir am Ende der Leine durch den :halben Biergarten gezogen. Ich tendiere wirklich eher dazu Tiere nie :zu unterschätzen.

Unbeaufsichtigt zu unterschätzen, klaro. Hunde sind auch nur Menschen.
Waren zumindest die Lacher positiv, oder eher böse Blicke vorhanden?

Dazu muss ich aber auch anmerken, dass wir den Hund bereits im
zarten erwachsenen Alter von 8 Jahren bekommen haben und dann
mit ihm unsere Erfahrungen sammeln durften. Wenn man einen
jungen Hund bekommt sehen die Überraschungseffekte sicherlich
etwas anders aus - man wächst ja quasi mit dem Tier.

Auch das ist sicher so; mit meiner Dogge hab ich in den vergangenen 8 Jahren nicht halb so einen Streifen mitgemacht, wie mit dem Dobi in den ersten 6 Monaten, nachdem wir in 3 1/2 jährig aus dem Tierheim holten, diesen miesen kleinen Krüppel :wink:

Gruß
B. (der weiss, warum er lieber Welpen möchte als Tierheimhunde, aber das Frauchen…)

Hallo Pheenix,

wenn Hunde im Rudel leben, dann hat der Rudelführer das Privileg, sich zuerst sattzufressen. Erst wenn dies geschehen ist und er sich vom (etwaigen) Beuterest entfernt, haben die nachrangigen Rudelmitglieder die Möglichkeit, ihren Hunger zu stillen.

Die Menschenfamilie ist quasi das Ersatzrudel. Auch dort sucht der Hund nach entsprechender Orientierung und du machst sicher keinen Fehler, ihm diese zu geben, indem du die Rolle des Rudelführers mit den entsprechenden Privilegien übernimmst :wink:

Regelrecht wichtig wäre dies, wenn dein Hund ein angeborenes Naturell zum Rudelführer besitzt. Dann könnte es dir passieren, dass du eines Tages die Küche nicht mehr betreten darfst, solange er noch frisst. Ich habe solche Hunde schon erlebt und die Herrschaften dieser Tierchen kamen soweit gut damit klar; sie respektierten ihre Stellung als „Zweitwolf“ und hielten sich derweil von ihrem Liebling fern.

Soweit sogut … allerdings nimmt der Hund dann seine Aufgabe als Rudelführer oft nicht nur beim Fressen ernst, sondern auch in anderen Situationen:

Er wird nicht dulden, dass DU ankommende Besucher zuerst begrüßt, … er wird sein Rudel (also seine Familie) beim Spaziergang vor anderen Hunden beschützen wollen (d.h. sie dürfen nicht ungefragt an euch vorbeigehen), ohne seinen Groll oder Schlimmeres heraufzubeschwören…

Auch wird er menschliche Eindringlinge in euer Territorium (Haus und Garten) nicht ohne weiteres dulden … und dann kostet es viel Zeit und Geduld und sonstwas, um ihm begreiflich zu machen, dass es sich „nur“ um den Postboten, deine Freundin, eine Nachbarin oder sonstwen harmloses handelt und du deshalb für diesen Fall die Rudelführung übernimmst.

Nicht bei jedem Hund wirken sich Nachlässigkeiten in Bezug auf Rudelführerschaft (die immer der Mensch haben sollte!) gleichermaßen dramatisch aus. Ist halt wie bei Menschen, die in eine Machtposition kommen: Die einen üben ihre Macht gnadenlos aus, andere sehen alles nicht so eng und drücken gern mal ein Auge zu…

Must halt sehen, wie dein Hund gestrickt ist.

Generell sollte der Hund eher nicht zuerst bedient werden. Ist auch bei Tisch oder gar im Restaurant angenehmer, wenn der Hund weiß: „Sofern was übrigbleibt, nachdem alle fertig sind, wird man es mir reichen“.

Ist aber auch kein Problem, wenn du es hin und wieder mal nicht so genau nimmst. Wenn die Hundemahlzeit längst überfällig ist und dein Braten noch 2 Stunden schmurgeln muss, geht es ausnahmsweise auch mal umgekehrt :wink:

LG
sine

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Hallo sine,

wenn Hunde im Rudel leben, dann hat der Rudelführer das
Privileg, sich zuerst sattzufressen. Erst wenn dies geschehen
ist und er sich vom (etwaigen) Beuterest entfernt, haben die
nachrangigen Rudelmitglieder die Möglichkeit, ihren Hunger zu
stillen.

wenn Hunde in Rudeln leben versucht jeder für sich möglichst viel von der Beute zu ergattern. Außer in extremen Notsituationen wird das Drohen rangniederer und junger Tiere (auch Welpen) akzeptiert.

Es würde auch keinen Sinn machen, wenn die jagderfahrenen Alttiere sich den Bauch vollschlagen würden und die nächste Zeit keine Motivation mehr hätten Beute zu machen.
Die Alttiere wären dick und fett, der Rest des Rudels würde am Hungertuch nagen - kein „erfolgversprechendes Familienunternehmen“.

Gruß

Johnny

Huch?

Jetzt hab ich mich durch den thread gelesen und eigentlich gar nix verstanden :wink:

Ich hab zwar noch nicht so viele verschiedene Rassen durch, aber ich würde es mir allen so halten, dass mir keiner den Fressnapf aus der Hand reisst. Ich kenne das so, dass ich den Fressnapf hinstelle und mene Hunde erst auf „bitteschön“ … mal mehr oder weniger gierig … an ihren Napf gegangen sind. Ob ich zuerst esse oder erst später, darüber hab ich mir wenig Gedanken gemacht.

Rudelverhalten … also, wer Chef ist, das hat doch nicht wirklich damit zu tun, wer wann isst?

Der Hund ist domestiziert und nicht der Mensch:wink:

Mal ganz abgesehen davon, dass ich überhaupt keine Lust darauf habe, Hundefutter zu essen … wenn ein „Rotti“ mir den Kopf abreissen möchte, weil ich in die Nähe seines Futternapfes komme, dann würd ich mir schon Gedanken darüber machen, wer der „Herr (oder Frau) im Haus“ ist. Und das hat nix mit „Rotti“ zu tun, wenn der Dackel mich anknurren würde, dann wäre das kein Unterschied. Der Hund … egal wie groß oder klein er ist, der möchte einfach über seinen Rang im Rudel Klarheit haben. Wenn die Fronten geklärt sind, dann fühlt sich Hund und Mensch wohl :smile:

Liebe Grüße
usch

Bin ich froh daß Johnny und Pathfinder hier sind.
Dadurch kommt doch glatt noch Fachwissen hier herein.

Zur Frage des Textes:

Bei Futterknappheit wird das Alttier generell zu erst fressen.
Sie haben sich schon vermehrt. Also sind sie überlebensfähig.
Bei ausreichendem Futter wird gemeinsam gefressen wobei die Alttiere idR als erste auch dann fressen. Das mal zu Wölfen.

Ich geb Pathfinder recht. Ich streck meinen Kopf in jeden Napf. Na und? Hund weis wer ich bin. Sein Freund und Futtergeber.

Aber daß meine Hund warten müssen bis ich satt bin??
Sorry ich ess um 9 Uhr morgens mal nen Bissen, fällt auch mal flach, nachmittags mal was und abends spät ordentlich. Wann soll mein Hund da fressen?
Nein, Rangordnung siehe Beitrag etwas weiter unten hier im Forum hat auch hier nix zu suchen.
Entweder der Hund weis was du darstellst oder nicht. Da macht Futter nix aus.
Beispiel: Meine drei schlafen mit mir im Bett,bekommen morgens ihr Futter als Erste, gehen durch jede Türe als erste raus, ziehen mich durch den Wald wenn mal wieder Wild in der Gegend ist, aber ich brauch keine harten Kommandos um sie zu führen. Gehorsam aber sind alle. Nehme jeden mit beim Reiten. Da muss Gehorsam stehen denn vom Pferd runter kannst du schlecht einwirken. Und keiner Testet mich ernsthaft. Denn ich zeigte ihnen früh was passiert wenn ich durchziehe.Das reichte einmalig und seit dem reden wir nicht über RANGORDNUNG.
Probleme mit Hunden entstehen wenn Menschen nicht wissen was sie am Anfang zutun haben. Aber sicher nicht durch die Frage wer füttert wann.

Gruß Steffen

Hallo Steffen,

vermutlich ist das hier genau wie bei der Kindererziehung. Bei dem einen wirkt Methode a bei dem anderen Methode b. Wir haben bei unserem Hund festgestellt, dass die „wer geht zuerst durch die Tür-Variante“ keinen Einfluss auf sein Verhalten nimmt, während über die Reihenfolge des Futters die von mir beschriebenen Veränderungen bei ihm auftraten - daher versuchen wir diese Maßnahme als eine von zahlreichen anderen einzuhalten.

In Bezug auf Futter oder Essen gibt es bei uns zumindest in der Regel ein gemeinsames Frühstück und ein gemeinsames Abendessen. Daher ist es auch kein Problem dem Hund nach uns was zu geben.

Jeder Tierhalter muss einfach für sich raus bekommen welches die richtige Methode für seinen Hund ist. Bei uns ist es neben dem Futter das Einrichten bestimmter Tabuzonen (alleine schon deshalb, weil ich keinen stinkenden, pupsenden, und permanent krümelnden Hund bei mir im Bett haben will und ein helles Sofa die Dreckpfoten auch nicht so leicht weg steckt)

Hi Alexandra,
wichtiger Zusatz bei deiner Antwort: Als eine von vielen.

Woher weist du welche nun den Auslöser brachte?
Kann es nicht sein daß durch die Regeln ihr euch daran gewöhnt habt Chef zu sein und nicht „sein zu wollen“?

Wenn dazu die Regeln hilfreich waren… perfekt. Aber gezielt erreicht man über einzelne Regeln idR. nix. Im Paket, indem ich den Halter umpole, wirken sie.

Und nur weil ich alleine lebe kann ich es mir erlauben die Hunde überall zu haben. Doch!!! auf Befehl geht jeder ohne murren runter.
Das ist das wichtige daran. Hatte ich vergessen zu sagen.

Gruß Steffen

Ein Dankeschön an alle Poster!!
War sehr interessant und hilfreich :wink:

Greetz aus HGW
Pheenix

Nein; wenn dein Hund dich sonst nirgends als Führer
akzeptiert, kannst du ihm damit höchstens momentan eins
auswischen, mehr nicht. Weiss der Hund, wer der Herr ist,
spielt es ihm überhaupt keine Rolle, ob vorher, nachher oder
gleichzeitig gegessen/fressen wird. Willst du die Rangordnung
feststellen, schiebst du seinen Kopf mit deinem aus dem
Fressnapf, an dem er sich in dem Moment bedient. Aber :wink: !

Huhu,

also ich kann meinen Kopf in den Fressnapf meines Hundes stecken, wenn er gerade am Fressen ist. Er geht dann ein Stück zurück und lässt mich machen. Ich kann auch meinen Hund ewig vor dem gefüllten Napf warten lassen, wenn ich darauf Lust habe. Aber trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass mein Hund mich 100%ig als Rudelführer akzeptiert. Auch wenn unsere Beziehung und Kommunikation schon besser geworden ist. (Naja also wenn der Herr meint einen anderen Hund anzubellen und ich sage deutlcih, dass ich das für falsch halte, dann ist er auch still.) Sicher kann man das also nicht nur daran fest machen oder?

bye Frieda

Hallo Frieda

Aus Zeitmangel vorübergehend nur eine kurze Stellungnahme, sorry:
Grundsätzlich muss vehement zwischen der Machtstellung „Rudelführer“, welche nur bedeutet, dass du dich in der Rangordnung über deinem Hund befindest, und dem Gehorsam, bedeutet hier, Beigebrachtes kompromisslos umzusetzen, unterschieden werden.
Rangordnung ist die Voraussetzung für Gehorsam; ohne die Unterordnung des Hundes in der Rangfolge wird keine bedingungslose Führigkeit hinbekommen.
Andersrum funktioniert das Ganze aber einwandfrei, was bedeutet, dass der Hund weder Sitz, Platz können, oder gar Prüfungen mit Bravour bestehen, noch sozial verträglich sein muss, um dich als seinen „Herrn“ zu akzeptieren.
Ob dein Hund nun aufhört auf den anderen einzubellen, weil er gehorsam ist, oder weil sein „Leitwolf“ das Ruder in die Hand nahm, stellst du an seinem unmittelbaren Verhalten fest:
Stellt er das Bellen ein, fixiert den anderen aber intensiv, war es „nur“ Gehorsam; Lässt er absolut ab, gähnt oder blinzelt dich an oder zeigt andere „Beschwichtigungsverhalten“ spielt schon eine große Rolle Rangordnung mit.
Puh; ich hoffe dass ich mit meinem Laienwissen hier jetzt auch richtig liege, zumindest habe ich es so als zutreffend erfahren.
Was ich in erster Linie sagen will ist, dass Rangordnung und Gehorsam zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind.

Gruß,
B.

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