Hallo, Literaturfreunde!
Kann mir vielleicht jemand die spez. „Genialität“ von G. Grass nahebringend erklären? Als durch die Werke der Gruppe 47 einst Begeisterter (v.a. aber Wolfgang Borchert und sein „Draußen vor der Tür“, durch Hans Henny Jahnn, und zu anfang auch Böll) fand ich das Motiv und auch den Titel der „Blechtrommel“ zunächst faszinierend, aber nach der heutigen Bauchwedelei gestaltet sich das „Umwerk“ dieses Herrn für mich zunehmend zu einer Art „Brechpauke“.
Wäre nicht zumindest etwas mehr Unkonventionalität recht erweckend? Und wer schreibt z.B. eine noie Version, die „Standpauke“ vielleicht, die Geschichte desjenigen altgewordenen, der aufhört zu schrumpfen?
Mit froidiger Erwartung vieler spontaner ideen,
bacci, moin, manni
Hallo,
Wäre nicht zumindest etwas mehr Unkonventionalität recht
erweckend?
ich antworte nur auf diese Frage, denn das scheint mir dein Problem zu sein. Du benutzt das Wort „Unkonventionalität“ so, als wäre es ein Wert für sich, so wie es der Anarchismus oder die Dada-Bewegung benutzte. Da hatte diese Bedeutung ihre Berechtigung, weil sie provozierend wirken sollte. Sie generell zu fordern, halte ich für überzogen, weil damit das Gespür für die Feinheiten verloren ginge.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
K&Q, Kauz und Quer, oder auch KeiKjuh,
Hallo, lieber Thom(my controlletti),
Wäre nicht zumindest etwas mehr Unkonventionalität recht
erweckend?::
ich antworte nur auf diese Frage, denn das scheint mir dein
Problem zu sein. Du benutzt das Wort „Unkonventionalität“ so,
als wäre es ein Wert für sich,:
Nee, ein mWert für mich, denke ich sich, und
„Wert a n sich“!!!
so wie es der Anarchismus oder die Dada-Bewegung benutzte. Da hatte diese Bedeutung ihre Berechtigung, weil sie provozierend wirken sollte. Sie generell zu fordern, halte ich für überzogen, weil damit das Gespür für die Feinheiten verloren ginge.:
„Hatte Berechtigung, weil sie … sollte“?
Was „soll“, okeei, provoziert manchmal.
Aber hatte sie auch wirken sollen dürfen?
Aber du wirst doch zugestehen (müssen und meinetwegen sollen), daß eine Literatur, die nicht stets kritisch (auch denunzierend, dies manchmal auch unberechtigt´) der gesellschaftlichen Wirk-lichkeit gegenübersteht (wie auch die Parodie, oder wie das heißt), nix aber auch garnix wirklich taucht. Nichmal zum Erarbeiten eines Nobelpreises. Sorry, tauchen tun´ vielleicht schon, aber nicht `taugen tun´.
Ich nenne das notwendige „Unkenvontion“, hättich doch lieber gleich „Antikonventionalität“ nennen sollen.
Denn Kafka, den überhaupt nicht greifbaren Käfer, den greift ja auch gar keine mehr be-.
Ich bemühe mich ja schon, kafkarund zu werden.
Nicht als „Querdenker“ (jede „aufgeklärte Gesellschaft“ hatja heute ihre eigenen, wenn sie was Taugen will), sondern einfach nur q u e r. Querrying quer. Disconquering quer.
Laßt mir Zeit bitte.
Aber ich meine, die Besprechung auch hier, bzw endlich hier, des Phänomens „grassierende Nobelpreise“ duldet keinen weiteren zeitlichen Aufschub!
Herzliche Grüße
Manfred Jungjohann
Hallo Dilda,
ein bißchen Volker Braun ist was für jeden zweifelhaften Hinz und Kunz…und Italo Svevo als zeitlich etwas entferntes Äquivalent zu Adolf Muschg auch nicht zu verachten.
Aber mach dir keine Sorgen…Nobelpreise haben durchaus ihre Berechtigung…die vertiefte „Gesellschaft“ muß sich doch für die liebevolle Behandlung bedanken…
(auch wenn Christa Wolf und Konsorten bei mir unerklärliches, aber vertretbares Unbehagen inclusive konsequentem Honigkuchenpferdgrinsen erzeugen…und das ist gut so 
Gruß,
Laura