Hi,
der Fred über das „Wegschauen“ lässt mich grübeln, was es denn eigentlich mit dem „Gaffen“ auf sich hat.
Ich rede jetzt nicht von den Rettungsarbeiten behindernden Gaffern oder Teilnehmern des sog. „Katastrophentourismus“, sondern von den Menschen, die stehenbleiben und gucken, wenn irgendwo etwas „besonderes“ geschieht. Ich frage also nach dem Impuls, der einen anhalten und schauen (teilnehmen) lässt. Das ist ja nicht nur bei Unfällen und anderen Grausamkeiten des Alltags so, sondern stellt ein Phänomen dar, dass sich auch häufig an Baustellen und Abrissorten feststellen lässt. Es geschieht ja in allen Fällen etwas nicht-alltägliches.
Es geht mir darum, das „Natürliche“ kennenzulernen, das hinter diesem Verhalten steckt, nicht das Negative, das ja ausreichend beschrieben wird und wurde.
Gruß,
Anja
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