Gallensteine und Diät

Hallo,

stimmt es, dass bei einer sehr fettreduzierten Ernährung die Gefahr einer Gallenkolik (natürlich bei bereits vorhandenen, zahlreichen Steinen) stark erhöht ist?

Wenn ja, warum ist das so?

Danke und Gruß,
Doro

Hallo Doro,

stimmt es, dass bei einer sehr fettreduzierten Ernährung die
Gefahr einer Gallenkolik (natürlich bei bereits vorhandenen,
zahlreichen Steinen) stark erhöht ist?

Wenn ja, warum ist das so?

wenn Du möglichst wenig Fett isst, antwortet der Körper damit, dass er die Produktion von Galle einschränkt. Da fließt nix mehr, es dickt ein.
Was bereits zähflüssig ist, versteinert leichter.

viele Grüße
Geli

wenn Du möglichst wenig Fett isst, antwortet der Körper damit,
dass er die Produktion von Galle einschränkt. Da fließt nix
mehr, es dickt ein.

Hallo,
soweit ich weiss, fliesst die Galle immer und die Galle wird in der Gallenblase gesammelt. Wenn man fettreiches Essen zu sich nimmt, wird die erhöhte Menge zur Verdauung abgegeben.
Die Theorie mit dem Eindicken finde ich nicht logisch.

Liebe Grüße
Marion

soweit ich weiss, fliesst die Galle immer und die Galle wird
in der Gallenblase gesammelt. Wenn man fettreiches Essen zu
sich nimmt, wird die erhöhte Menge zur Verdauung abgegeben.
Die Theorie mit dem Eindicken finde ich nicht logisch.

Was ist daran nicht logisch? Weniger Fett -> weniger Gallensaftverbrauch -> Galle liegt länger in der Gallenblase herum.

Die Gallenblase ist ein Vorratsbehälter, der in einer Abzweigung des Gallenganges liegt. Dort wird ein Teil der von der Leber produzierten Galle für Sondereinsätze vorrätig gehalten. Bei extrem fettarmer Ernährung ist dort weniger Austausch als sonst, so dass der Gallensaft eindicken kann (Sludge) bzw. die Steinbildung gefördert wird. Das ist aber nur einer der vielen, individuellen Risikofaktoren für Gallenbeschwerden.

Gruß,

Myriam

Hi Doro,

Stimmt haargenau - ich bin durch eine ziemlich radikale Umstellung auf fettarme Ernährung zu meinem ersten und dann noch ganz vielen Gallensteinen gekommen.

Der selbe Mechanismus wurde auch bei Leuten beschrieben die auf einmal keinen Kaffee mehr trinken. Die Fettsäuren im Kaffee bewirken ebenfalls dass sich die Gallenblase zusammenzieht und entleert. Wird keiner mehr getrunken dickt der Gallensaft ein und wird zu Steinen.

fies - fies - fies -

viele Grüße
sue

Hallo,

Stimmt haargenau - ich bin durch eine ziemlich radikale
Umstellung auf fettarme Ernährung zu meinem ersten und dann
noch ganz vielen Gallensteinen gekommen.

Na ja, ich hab bereits unzählige Gallensteine, allerdings seit ca. 8-10 Jahren keinerlei Beschwerden (oder zumindest keine Gallenkolik) mehr gehabt.

Seit ungefähr 7 Monaten esse ich sehr fettarm, bisher ist alles gutgegangen, nun ja, bis heute morgen, und da hab ich mich dran erinnert, so etwas irgendwann irgendwo mal gelesen zu haben.

Der selbe Mechanismus wurde auch bei Leuten :beschrieben die
auf einmal keinen Kaffee mehr trinken. Die :Fettsäuren im
Kaffee bewirken ebenfalls dass sich die :Gallenblase
zusammenzieht und entleert. Wird keiner mehr :getrunken dickt
der Gallensaft ein und wird zu Steinen.

Da kann ich ja froh sein, dass ich meine 2 Tassen am Tag trinke, womöglich wäre ich sonst schon viel eher dran gewesen. :smile:

fies - fies - fies -

Aber wirklich.

Gruß,
Doro

Hallo Geli,

wenn Du möglichst wenig Fett isst, antwortet der Körper damit,
dass er die Produktion von Galle einschränkt. Da fließt nix
mehr, es dickt ein.
Was bereits zähflüssig ist, versteinert leichter.

Kann man das Zeug denn nicht anders zum Fließen bringen?

Gruß,
Doro

Hallo Doro,

wenn Du möglichst wenig Fett isst, antwortet der Körper damit,
dass er die Produktion von Galle einschränkt. Da fließt nix
mehr, es dickt ein.
Was bereits zähflüssig ist, versteinert leichter.

Kann man das Zeug denn nicht anders zum Fließen bringen?

Expertin bin ich weiß Gott keine.
In meiner Familie haben sie alle nur Gallenprobleme, aber keine Steine.
Insofern kenne ich nur die übliche Reihe von Präparaten, die für Mehrproduktion sorgen „sollen“:
Mariendistel, Teufelskralle, Artischocke - und zur Not auch ein bitterer Kräuterschnaps.

Mir hilft das. Aber wenn es schon Richtung Stein geht, solltest Du doch noch mal den Arzt/Apotheker Deines Vertrauens fragen.

viele Grüße
Geli

Hi Doro,

wenn es nicht aufhört mit den Koliken würde ich mich operieren lassen.
Ich habe mich 3 Jahre damit rumgequält und ärgere mich im nachhinein dass ich nicht sofort ins KH bin.
3 Tage nach OP war ich daheim - nie mehr Beschwerden - und die Schweinshaxe ist mein Freund *g*

viele Grüße
Susanne

Das erscheint mir auch nicht logisch und ist auch so nicht. Ich habe lange Jahre sehr fettreich gegessen und hatte Gallensteine, ohne es zu wissen. Seit 2 Jahren ernähre ich mich fettarm, esse aber regelmäßig Birkenblätter und habe keine Gallensteine mehr.
Gisélle

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Ich habe lange Jahre sehr fettreich gegessen und hatte
Gallensteine, ohne es zu wissen. Seit 2 Jahren ernähre ich
mich fettarm, esse aber regelmäßig Birkenblätter und habe
keine Gallensteine mehr.

Das halte ich für ein Gerücht, da sich Gallensteine nicht von selbst auflösen. Du hast evtl. aufgrund der jetzt fettärmeren Ernährung keine Koliken mehr, aber die Gallensteine sind ziemlich sicher noch da.

Gruß,

Myriam

meiner information nach soll man es verhindern können, indem man täglich 3 liter wasser trinkt bei einer ernährungsveränderung.

Ich habe auch noch nie Koliken gehabt.

Demnach müßten zwei Ärzte von mir nicht wissen was Gallensteine sind, das wiederum glaube ich nicht.

VG Gisélle

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