Ganglion operieren lassen?

Hallo zusammen,

letzte Woche wurde bei mir, nach einem MRT, eine Ganglionzyste im linken Handgelenk diagnostiziert. Mein Hausarzt, dem die Ergebnisse zugeschickt worden waren, sagte mir, das ich es operativ entfernen lassen sollte, da ich schon monatelang Schmerzen bei bestimmten Bewegungen habe, zB beim abstützen oder aber auch beim anziehen, wenn Zug oder auch Druck auf das Handgelenk ausgeübt wird. Ich habe nun nächste Woche einen Termin bei einem Handchirurgen in Westerstede im Bundeswehr Krankenhaus. Hat jemand Erfahrungen mit so einer OP? Wie zB läuft sie ab, Teilnarkose, Vollnarkose, Schmerzen usw.?
Ich habe einen 4jährigen Sohn zuhause und deswegen bin ich mit etwas unsicher, ob ich es operieren lassen sollte oder nicht.

Danke und Gruss Nouki

Hallo Nouki,

tja, ob Du Deinen Sohn einhändig für knapp 2 Wochen gebändigt kriegst, kannst nur du entscheiden. Da sind die Fäden sicher raus und die Narbe hält ein schon ein wenig aus. Vielleicht mal Deinen Partner mental darauf einstimmen etwas mehr mitzuhelfen.

Die OP läuft so, dass man ber dem Ganglion die Haut öffnet und das Ganglion ausschält, das kann einem manchmal entgegen-„ploppen“, manchmal muss es mühselig herauspräpariert werden.

Als Anästhesie hast Du quasi alles offen. Die Bier’sche Venenanästhesie ist am unkompliziertesten (dabei wird Dein Arm blutarm gemacht und die Venen mit einem Betäubungsmittel „gefüllt“), beim Handblock werden die drei Nerven, die die Hand versorgen durch Spritzen lahmgelegt, beim „axillären Plexus“ in der Achselhöhle das selbe mit einer Injektion erreicht. Die Vollnakose geht natürlich immer, ist aber da imho mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Die OP ist normalerweise ambulant und kann im Idealfall bei guter Logistik und Backupplan während eines Kindergartentages erledigt sein.

Gruß,

Manticor

Hallo :smile:

Ich hab das letztes Jahr durchgemacht und nicht bereut. Bei mir saß das Übel auf dem Handrücken und Hand anwinkeln tat immer wieder weh.

Die OP war ambulant mit Armplexusanästhesie, sprich der Arm wurde lahmgelegt und dann in Blutleere operiert. Ich war dabei wach, hätte aber auch ein Schlafmittelchen bekommen können.

Bis zur Kontrolle am Nach-OP-Tag hatte ich eine Drainage, dann vier Tage einen Verband mit Schiene. Ab dann nur noch ein einsames Pflaster und bereits beginnende Krankengymnastik. 12 Tage nach der OP war ich die Fäden los und die Welt beinah wieder in Ordnung.

Heute kann ich die linke Hand fast ohne Einschränkungen bewegen (im Vergleich zur anderen - und ich weiß nicht, ob das vorher anders war, denn meine Mitmenschen können die Hand auch alle nicht im 90° Winkel abknicken …), nichts tut mehr weh und die Narbe ist dekorativ, fällt aber auch nicht wirklich auf :wink:

Ich würds wieder machen lassen - in den ersten Tagen wird deine operierte Hand ein wenig außer Gefecht sein (Ich erinner mich, daß Pizzaschneiden ein wenig anstrengend war, überhaupt Essen mit Messer und Gabel, alles wo man eben zwei Hände braucht - wenn das für den Sohnemann ausreicht gut -ansonsten vielleicht Support organisieren für die ersten Tage.

Grüßle
Kari

Huhu,

erstmal Danke für die Antworten :smile:
Naja, Leon werde ich dann wohl alleine bändigen müssen über Tag, bzw meine Eltern helfen dann aus. Mein Freund kann leider tagsüber gar nicht, da er von 06:00-18:00 Uhr auf Achse ist wegen der Arbeit. Ansonsten hat sich meine „Schwiegermama“ auch angeboten sich in der Zeit bei uns einzunisten um mir das abnehmen was mir dann nicht möglich ist, da Leon atm nicht in den Kindergarten geht. Warteliste eben…

Um die OP werde ich wohl eh nicht drum zu kommen, allein schond er Schmerzen wegen. Auch wenn mir meine Eltern immer wieder sagen, das ich damit noch warten soll. Aber sie haben die Schmerzen ja nicht, sondern ich :wink: Nun muss ich ja eh erstmal Diensteg abwarten, was der hoffentlich nette Handchirurg dazu sagt. Vielleicht mache ich mich ja auch nur unnötig verrückt.

Danke und Gruss Nouki

Huhu!

Ich schätze, es wird nicht besser, wenn du wartest :smile:- Zwar auch nicht schlechter, aber mich nervte, daß ich irgendwann nichts mehr sicher mit links aus dem Kühlschrank nehmen sollte. Ich hatte eben beim Gelenk winkeln Schmerzen und die hätten mich möglicherweise loslassen lassen.

Insofern würd ich zum einen natürlich erstmal lauschen, was der Arzt sagt und mir dann den Termin so legen, daß eben Eltern (oder die Schwiemu, jenachdem was entspannter ist :wink: )am OP-Tag einspringen können, - und wenn der Sohnemann ja schon in den Kindergarten gehen könnte, dann klappt das - daß Mama „Aua hat“ und nicht so kann, läßt sich sicher zumindest halbwegs brauchbar erklären :smile:

Ich wünsch dir viel Erfolg mit dem lästigen Ding an der Hand!
Kari

Ich habe die Schmerzen nun ja „schon“ seit Mitte Juli. Die Schmerzen beim abknicken und auch beim anwinkeln kenne ich nur zu gut. Manchmal könnte man dabei einfach mal kurz schreien, wenn man sich mal vergriffen hat.
Ich kann mittlerweile nur noch schwer eine geschlossene Flasche aufdrehen, da dies auch sehr schmerzhaft sein kann.

Mein Hausarzt sagte mir, als ich das letzte Mal da war, das man das nur operativ entfernen könne, deswegen ja auch direkt einen Termin bei Handchirurgen mit Überweisung und allem drum und dran.

Entspannter sind in dem Punkt natürlich meine Eltern *hust* Wohnen ja unter uns. Aber meine Mutter fährt mich sowieso, alles schon geregelt :wink:Und Zwerg versteht sehr gut, das Mama hin und wieder mal Aua hat. Wird ihm halt auch so gut es geht erklärt, natürlich kindgerecht :smiley:

Und danke, ich hoffe das es erfolgversprechend ist, nachdem was man alles über Rezidiv (nennt man das so?!) liest und hört.

Gruss Nouki