Ganz persönlicher (subjektiver) Standort

Um a) in diesem Kreise, wo soviel Kriegführung mit name-dropping stattfindet, auch persönlich meinen Standort zu schildern und b) dem alten Freud-bashing etwas entgegen zu halten:
Von all den großen Grus, die ich respektiere, von Lao-Tse bis Jesus, von Jung bis Reich, von Marx bis Heidegger habe ich von keinem ein so großes Stück „Erleuchtung“ erfahren wie durch die Schriften von Freud, die ich 1970, also im Alter von 20, zu lesen begann.
Gruss, Branden

Geht mir ähnlich!
Hi Branden!

Endlich noch ein Anhänger Freuds, der ihn auch tatsächlich gelesen hat…!
(Kann den allgemein oft von Laien geäußerten „Aber ich bin nicht in meine Mutter/ meinen Vater verliebt“-Spruch echt nicht mehr hören…)
Allerdings muss ich sagen, dass neben dem wirklich großen Erkenntnisgewinn auch immer die Einordnung in historisch-gesellschaftliche Zeiten folgt…
Daher immer wieder gerne zur Hand genommen (zur Wieterführung und zur allgemeinen Horizonterweiterung): Foucault, Lacan und Freunde, auch der kritischen Theorie.
Grüße,
Norah

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Hi Branden, kann es sein, dass Deinem Beitrag ein „Oberteil“ fehlt. Klingt so reingeworfen.
Zu Deiner Frage: Für Dich war Freud inspirierend, dafür die anderen Gurus (wie Du sie nennst, ich nenne Jesus aber niemals einen Guru, denn m.E. hat der Name Guru meist was Negatives, im Sinne von Verführen, Irreführen etc.) aber nicht. Nimm es so an!! Lies die Bücher von Freud nach so vielen Jahren nochmals, kaufe Dir Sekundärliteratur, d.h. Bücher, die nicht von Freud selbst, sondern andere ÜBER ihn und seine Lehre geschrieben haben, dann stößt Du vielleicht auch auf Jesus, Buddha, Zen etc. Was ich sagen will: Weite Deinen Horizont, knüpfe Verbindungen zu anderen Bereichen und Du wirst vielleicht wieder Freude an anderen Menschenführern finden, z.B. Anselm Grün, indische Lehrer mit tiefer Weisheit.

Gruß COGIT Andreas

Antwort?

Hi Andreas

Entweder haben wir uns „mißverstanden“ oder Du hast nicht richtig gelesen, was ich schrieb. Wie könnte ichn über die von mir Genannten schreiben, wenn ich ich NICHT mit ihnen beschäftigt hätte?

Lies die Bücher von Freud nach so vielen Jahren

nochmals,

Meinst Du im Etnst, ich hätte sie nur mit 20 gelesen? Ich lese sie immer wieder, seit 34 Jahren, undzwar immer wieder mit Gewinn. Es ist ja ein quantitativ wie qualitativ riesiges Werk.

kaufe Dir Sekundärliteratur, d.h. Bücher, die nicht

von Freud selbst, sondern andere ÜBER ihn und seine Lehre
geschrieben haben,

Die habe ich ebenfalls gelesen, und im großen und ganzen sind sie wenig wert (bis auf einige Ausnahmen).

dann stößt Du vielleicht auch auf Jesus,

Buddha, Zen etc.

Siehe oben. EBEN DAMIT habe ich mich ja ebenfalls bschäftigt, insbesondere mit Laotse, Buddha, Zen. Und genau deshalb wage ich ja diesen Vergelich.

Was ich sagen will: Weite Deinen Horizont,

knüpfe Verbindungen zu anderen Bereichen

Dies war eine meine Hauptbeschäftigungen in den letzten 30 Jahren!

Gruss, Branden

Liebe Norah,
Deinem Posting ist nichts hinzuzufügen, ich freue mich einfach über unsere „Wahlverwandtschaft“!
Herzlichen Gruss, Branden