meine Frau hat vor einigen Jahren einen sogenannten Garantiefonds gekauft (bei der Commerzbank). Es wurde ihr gesagt, daß 20 % des evl. Verlustes von der Bank getragen werden.
Die Laufzeit ist bis September 2004. Sie sich neulich den Stand angesehen angesehen und einen hohen Verlust entdeckt (ca. 30 %). Umso überraschter war sie, als die Dame bei der Commerzbank ihr sagte, sie habe diesen gesamten Verlust zu tragen. Die 20 %, die die Bank übernehmen würde, seien bereits im Kurs eingerechnet.
Frage: Ist das nicht Totalverarschung oder schlicht unseriös und betrügerisch oder vielleicht sogar falsch ? Wer hat (ähnliche) Erfahrungen und evtl. was unternommen ?
meine Frau hat vor einigen Jahren einen sogenannten
Garantiefonds gekauft (bei der Commerzbank). Es wurde ihr
gesagt, daß 20 % des evl. Verlustes von der Bank getragen
werden.
wenn es ein Garantiefonds ist, warum wird dann überhaupt über Verluste geredet?, oder wie sieht die Garantie aus.
Nenn doch mal den Namen des Fonds.
Die Laufzeit ist bis September 2004. Sie sich neulich den
Stand angesehen angesehen und einen hohen Verlust entdeckt
(ca. 30 %). Umso überraschter war sie, als die Dame bei der
Commerzbank ihr sagte, sie habe diesen gesamten Verlust zu
tragen. Die 20 %, die die Bank übernehmen würde, seien bereits
im Kurs eingerechnet.
Frage: Ist das nicht Totalverarschung oder schlicht unseriös
und betrügerisch oder vielleicht sogar falsch ? Wer hat
(ähnliche) Erfahrungen und evtl. was unternommen ?
Ich würde zuerst mal die von Deiner Frau unterzeichneten Unterlagen überprüfen, vor allem das Beratungsprotokoll und natürlich den „Garantiefonds“.
Es gibt sicher eine Menge Anlageberater bei Banken(und nicht nur dort), die ihren Kunden in der Vergangenheit Fonds verkauft haben, die mehr dem Wohle der Bank dienten und damit auch dem Eigenen. Dazu wurden dann auch die Beratungsprotokolle so ausgefüllt, dass sie genau zu den Fonds passten, die der Berater verkaufen wollte. Diese Protokolle wurden dann den Kunden, gemeinsam mit den Zeichnungsscheinen der Fonds, zur Unterschrift vorgelegt.
Allzu naive Kunden haben dann ihre Unterschriften daruntergesetzt, ohne die Unterlagen genau zu prüfen! In den meisten Fällen wird man sicherlich keine Chance auf Schadenersatz haben, wenn man nicht gleichzeitig mehrere Leute findet, denen es ebenso ergangen ist. Außerdem droht Verjährung! Wann war denn der Abschluss?
bei vielen Fonds mit diesem „Strickmuster“ bezieht sich die Risikopufferung nicht auf den Kurs des Fonds, sondern auf den Kurs eines zugrunde liegenden Indexes.
Um eine Absicherung des eingesetzten Kapitals zu erzielen, besteht der Fonds nicht zu 100% aus Aktien, sondern auch zu einem Teil aus Absicherungsinstrumenten wie z.B. Optionen.
Diese Konstruktion bewirkt, daß im Falle eines negativen Kursverlaufes Verluste bis zu einer bestimmten Höhe ausgeglichen werden können.
Je näher das Laufzeitende rückt, desto weiter entwickeln sich Fonds und Index auseinander, bis schließlich zum Rückzahlungstermin genau eine Differenz in Höhe des Risikopuffers besteht.
Beispiel:
Fonds hat 20% Risikoabsicherung und bildet den Index Y ab
–> zum Laufzeitende hat der Index 50% verloren
–> der Fonds hat einen Verlust von 30% gemacht, der Risikopuffer hat also dafür gesorgt, daß der Fonds nicht ganz so schlecht gelaufen ist wie der Index.
Viele Grüße,
Andreas
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Hallo Lothar !
Eine Bank ist kein soziales Unternehmen, das anderen Leuten kostenfrei Gutes tut. Unternehmerisches Ziel ist die Erzielung von möglichst viel Profit bei möglichst wenig Aufwand. Das Schlimme ist, dass die Bankberater in vielen Fällen nur geringe Kenntnisse von den Dingen haben, die sie anbieten und dem Kunden oft nicht das verkaufen, was sinnvoll ist, sondern das, was die Bank gerade vorgibt.
Garantiefonds gibt es in unterschiedlicher Form, ich halte von dieser Fondskategorie nicht viel. Wer über einen längeren Zeitraum gute Wertentwicklungen anstrebt, findet dafür bessere Produkte. Wer absolute Sicherheit will, sollte dagegen im kurz- und mittelfristigem Bereich nicht in Fonds investieren, sondern dafür entsprechende andere Anlageformen nutzen.
Wenn eine Falschberatung vorliegt und nachweisbar ist, kannst du rechtlich gegen die Bank vorgehen. Dazu solltest du bei Bedarf einen Anwalt konsultieren. Ansonsten hast du eine schmerzliche Erfahrung mehr und solltest dir die Frage stellen, wem du in Zukunft dein Geld anvertraust und ob es zweckmäßig ist, den Fonds weiterlaufen zu lassen mit evl. ungewisser Aussicht zuküftiger Werterhöhungen oder weiterer Verluste oder jetzt einen „Schnitt“ zu machen, den bisherigen Verlust zu akzeptieren und dafür andernorts mit einer besseren Anlagestrategie mehr aus deinem Geld zu machen. Das soll aber kein pauschaler Ratschlag sein, sondern zum Nachdenken anregen. Entscheidend für eine sinnvolle Anlagestrategie ist kein Sonderangebot im Winterschlussverkauf, sondern deine Gesamtsituation und Anlegermentalität.