Garantieverzinsung lv/rv

hallo experten,

mal eine gedankenanstoss:
kann es sein, dass die senkung der garantiezinsen bei klassichen lv/rv eine reaktion auf die bgh- und bfh-urteile bezüglich der kostenoffenlegung sind?

kann es sein, dass versicherungen die kosten, die sie nicht offen legen wollen, über investments (wie z.b. fonds, dachfonds etc.) verstecken und sich so weiter dumm und dappig verdienen?

kann es sein, dass die lobby des gdv so weit reicht, dass sie über recht und gesetz steht?

danke für eure meinungen, maxxler71

hallo experten,
kann es sein, dass die senkung der garantiezinsen bei
klassichen lv/rv eine reaktion auf die bgh- und bfh-urteile
bezüglich der kostenoffenlegung sind?

Das glaube ich nicht, weil die Garantiezinsen vom Bundesaufsichtsamt und nicht von den Versicherern festgelegt würden. Ich glaube auch kaum, dass sich die Versicherer auf einen Wert einigen könnten.

kann es sein, dass versicherungen die kosten, die sie nicht
offen legen wollen, über investments (wie z.b. fonds,
dachfonds etc.) verstecken und sich so weiter dumm und dappig
verdienen?

Woher weißt Du, dass sich die Versicherungen „dumm und dappig“ verdienen. Nicht wenige Gesellschaften sind in Schwierigkeiten.

kann es sein, dass die lobby des gdv so weit reicht, dass sie
über recht und gesetz steht?

Es ist die Aufgabe einer Lobby Recht und Gesetz zu beeinflussen. Das gilt für alle Lobbisten, nicht nur für die der Versicherungswirtschaft.

servus maxxler,

wen dem so wäre (dumm und dappig verdienst), dann sollten die entsprechenden zinsen am kapitalmarkt ja entsprechend größer sein. aber vergleiche mal beide zinspositionen. das würde jedoch bedeuten, dass das unternehmen mindestens diese erträge erwirtschaftet. risikokosten sind darin nicht enthalten.

man kann dies nun nicht mit den erträgnissen einer bank vergleichen, weil hier einfach risikobeeinflussende faktoren fehlen.

gruß
marco

ps. umd ide frage zu beantworten: ich denke nicht.

hallo nordlicht,

Das glaube ich nicht, weil die Garantiezinsen vom
Bundesaufsichtsamt und nicht von den Versicherern festgelegt
würden. Ich glaube auch kaum, dass sich die Versicherer auf
einen Wert einigen könnten.

na dann versteh ich nicht, warum die versicherer mit den aktuaren diskutiert haben, ob sie den zins senken „müssen“. ist ja auch passiert, von 2,75% auf 2,25% (die aktuare wollten 2,0%). dass den zins das aufsichtsamt festlegt ´kann ich mir nicht vorstellen, die beaufsichtigen doch nur…

Woher weißt Du, dass sich die Versicherungen „dumm und dappig“
verdienen. Nicht wenige Gesellschaften sind in
Schwierigkeiten.

schon mal die stillen reserven angeschaut? die gesellschaften, die in schwierigkeiten sind, haben ihre reserven „verzockt“. gier frist hirn und so… ansonsten weiss ich (mehrfache nachfrage beim bafin und den gesellschaften), dass die investmentkosten nie (eine ausnahme) veröffentlicht werden. da muss ja was faul sein, sonst könnten sie doch sagen, wenigstens den kunden…

Es ist die Aufgabe einer Lobby Recht und Gesetz zu
beeinflussen. Das gilt für alle Lobbisten, nicht nur für die
der Versicherungswirtschaft.

naja schon, aber wie groß ist der einfluss tatsächlich? nehmen wir mal an, die gesetzesänderung ab 2008 zwingt dt. versicherungen zur kostenoffenlegung (wie übrigens seit 1994 durch eu-recht verlangt), wie reagiert der gdv? hat er so viel einfluss, dass im gesetz nicht stehen wird, welche kosten genau? mal sehen…

gruß, maxxler71

Servus Maxxler,

die Aktuare sind diejenigen die rechnen (können) und wenn die eigentlich ein Absenken auf 2% fordern, dann kannst du davon ausgehen, dass dies eigentlich der realistischere Wert wäre (aufgrund Alterspyramide etc.). Jedoch sieht das Produkt dann wieder unlakrativer aus, weswegen sich die Gesellschaften wohl auf 2,25 geeinigt haben.
Nachvollziehbar, oder?

Gruß
Marco