Gartenbewässerung

Hallo, wir wohnen in einem 5 Parteiehaus und der Neffe des Vermieters wohnt Parterre und hat einen eigenen Garten, den er jeden Abend bewässert, sogar die 8 m hohen Bäume…
Die Wasserkosten hier im Haus werden auf die einzelnen Haushalte aufgerechnet.
Ich sehe nicht ein, dass ich den grünen Garten des Vermieterneffen mitbezahle!!!
Was kann ich da tun?
Ein Gespräch mit dem Vermieter hat nichts gebracht.
Ich überprüfe jeden Tag die Wasseruhr, habe aber keinen Richtwert, wie hoch der Jahresverbrauch hier in diesem Haus ist.

Hallo Esperanza Mar del Flores (schöner Name!),

ich gehe davon aus, dass bei Euch das Wasser/Abwasser nach Personen oder Nutzfläche auf die 5 Parteien verteilt wird und der Garten wirklich nur(!) vom Neffen genutzt werden kann und in Eurem Mietvertrag das Wörtchen „Gartenpflege“ oder Ähnliches fehlt.

Dann ist das unlösbares Problem, wenn es keine einzelnen Wasseruhren gibt! Denn niemand kennt den Gartenwasser-Verbrauch.

Du hast aber das Recht, die Wasserrechnung Deines Vermieters einzusehen, die in der Abrechnung auf die Mieter umgelegt wurde. In dieser Rechnung des Wasserversorgers steht auch der Jahresverbrauch. Aber wirklich nützen tut Dir das auch nicht, denn wieviel davon ist Gartenwasser???

In Deiner Situation würde ich dem Vermieter vorschlagen, eine Wasseruhr zumindest für das Gartenwasser zu setzen. Dann kann er dieses Wasser herausrechnen. Um dem Nachdruck zu verleihen, kann man sich ja auch mit den anderen Mieter zusammentun und ein freundliches (!) Schreiben aufsetzen.

Aus Erfahrung weiß ich, dass der Verbrauch des Gartenwassers oft überschätzt wird. Bei uns z.B. können alle den Garten mit etwa 500 qm Rasen, Sträuchern, Rosen, Bäumen nutzen und auch mal ein Kinderplanschbecken vollmachen, es gibt eine separate Uhr. Im Vorjahr sind hier ca. 40 cbm angefallen bei im Sommer nahezu täglicher Bewässerung.

Gruß

ziegen1

40 m³ mit 7,50€ (incl.Abwasser) macht 300,00 € / 5= na ja, reicht für mindestens ein mal FrittenBude. Wenn man bedenkt, dass eine einzelne Wasseruhr nicht für Abrechnungszwecke genutzt werden darf und daher alle Verbraucher mit Uhren zu versehen sind … Was die Uhren incl. Einbau kosten (11% pa Modernisierungszuschlag) + jährliche Ablesung + Eichkosten. Ob sich das wirklich rechnet?

Und hier wieder mein Standartsatz: Wer behauptet NK-Abrechnungen seien gerecht oder müssten es sein, ist ein Scharlatan.

vnA

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Und wenn dein Standartsatz erstmal Standard wird…
… dann sind wir in deutscher Sprache wieder ein bisschen weiter.

Grrrr

Rochus

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