Hallo, wir versuchen einen Brunnen zu stanzen, haben die ersten fünf Meter geschafft und nun geht es einfach nicht weiter. Auf Grund der Länge des Rohres, das immer wieder herausgezogen wird, um die Erde, die sich im Rohr befindet, zu entfernen, ist einfach schon zu lang und es wird immer schwerer.
Welche Möglichkeiten gibt es? Vielleicht hat ja jemand von euch sowas schon gemacht und kann uns helfen.
Hi,
mit welchem „Werkzeug“ macht ihr denn das ?
liest sich so nach Eigenbau
sind in der Nähe andere Brunnen und in welcher Tiefe ist das Grundwasser zu erwarten?
welches Material Lehm, Sand Schotter?
eventuell mit kleinerem durchmesser weiterarbeiten
(und das bis jetzt verwendete natürlich drin lassen)
Gruß
M@x
Hallo! Will niemanden kirre machen, aber Ihr wisst, dass Grundwasserentnahmen genehmigungspflichtig sind?..
nur so am Rande…
cu kai
Hi,
In Österreich sind Brunnen für den Eigenbedarf nicht wasserrechtlich genehmigungspflichtig.
ist das in BRD strenger?
Gruss
M@x
ja ok, da hab ich ja wieder was angefangen…
in Dtl. ist es meine ich zumindest anzeigepflichtig, aber zu Österreich kann ich nix sagen = soll also für Dich nicht das Problem sein…
zur Technik: wenn man das machen lässt ist es a) nicht gerade billig und b) machen die selbst mit kleinen Maschinen erst mal ziemlich viel platt…
hatte mir das auch schon überlegt, zumal bei uns mehrere Quellhorizonte vorhanden sind und der Ort ausdrücklich „Stadt der Brunnen“ heisst…
habe es aber dann doch gelassen und mich auf das Sammeln und Verwenden von Regenwasser verlegt - siehe auch meine „Brüüüh“-Frage 
cu kai
Ergänzung:
wenn Ihr nach 5m noch kein Wasser habt: Ihr braucht ja auch ne Pumpe, wenn das Wasser nicht von alleine drückt und die Pumpe braucht ein geschlossenes Ansaugrohr bis zur Grundwasserebene usw usf…
-> daher fand ich den Tip gut: gibt es bei Euch in der Nähe Brunnen?
dann schaut die mal an, fragt dort nach…
cu kai
Danke, dass ihr euch gemeldet habt, aber leider bin ich auch noch nicht viel schlauer. Also Brunnen haben hier mehrere Leute. In der Nachbarschaft hat jemand spülen lassen, leider waren wir nicht da und konnten uns das so auch nicht ansehen.Ja, und die Kosten wollten wir uns einfach sparen. Die hatten bei 9 m Wasser. Wir sind in der Kiesschicht und es wäre schade, wenns nicht weiter geht. Anzeigen müssen wir das, ist schon klar.
Es hört sich nicht nur nach Eigenbau an, es ist wirklich Eigenbau. Erst wurde mit dem Rohr gestanzt und nun haben wir einen Spülkopf dran, aber wahrscheinlich noch nicht so richtig durchdacht.
Hi,
wie schon angedeutet, umso länger das Rohr, umso größer die Mantelreibung.
arbeite mit einem kleineren Durchmesser weiter und wenn das wegen notwendigem durchmesser für Pumpe zu eng wird, arbeite mit einem größeren Durchmesser nach und nimm dann das vorhandene Rohr so fällt die Reibung auf den ersten 5 metern weg.
welchen durchmesser verwendest du?
Gruss
M@x
Hallo!
Wenn Du schreibst Kiesschicht: kann es sein dass Ihr schlicht auf einem grossen Stein sitzt?
cu kai
Hi, da ich selbst bohren lassen wollte, hab ich nachgefragt, ich bekäme die Bewilligung schon. es ist definitiv falsch, dass man in Österreich keine Genehmigung bräuchte.
Einzige Ausnahme, geschlagene Handschwengelpumpen, ansonsten ist bereits das vordringen in Grundwassertiefe (also nur die Berührung ohne Entnahme) genehmigungspflichtig.
Die wasserrechtliche Bewilligung gibts aber auch nicht unbegrenzt sowohl zeitlich; glaube ich auf 30 JAhre und die Menge von 10m3 täglich wären bei mir auch kein Problem, da in der Nähe nur illegale Wasserentnahmen sind von denen die Behörde nichts weiss.
OL
Hi, da ich des öfteren mit Juristen verschiedener Bezirkshauptmannschaften, die fürs Wasserrecht zuständig sind, zu tun habe, und diese sicherlich rechtskonform arbeiten, kannst du davon ausgehn, dass ein Hausbrunnen für ein einfamilienhaus oder einen Bauernhof bewilligungsfrei sind, sofern nicht zBsp im Haus vermietet wird, oder eine Gastwirtschaft angeschlossen ist. außerdem sind seit kurzem auch die zTeil über 100m tiefen Bohrungen für Wärmesonden nicht mehr Bewilligungspflichtig, ja nichteinmal anzeigepflichtig, was ich für humbug halte.
aber wir wissen ja nichtmal, in welcher Gegend der Fragesteller bohrt.
Gruss
M@x
Hi,
Das wäre ja neu und sehr positiv, als ich vor 5-6 Jahren auf der BH (beim Wasserecht) gefragt hatte, hatte er sich erstens ein erschreckend detailgenaues Luftbild, mit einem Layer aller bewilligten Brunnen in meiner Umgebung angesehen, und gemeint eine Bewilligung wäre bei mir kein Problem, da der nächste Brunnen weit genug weg wäre (für eine Wärmepumpe) und dass ich ohne bewilligtes Ansuchen und Einreichplan bei dem genau die Brunnenbohrung eingezeichnet zu sein hat, bei einer Probebohrung sinnigerweise nicht mit dem Grundwasser in Berührung kommen darf.
Ich würde die Bewilligung bekommen aber nur für eine definierte Menge und zeitlich begrenzt.
Das ganze für einen kleinen privaten Kneippbach, und zur Gartenbewässerung.
OL
Grundwasserwärmepumpe ist aber was völlig anderes!
die war und ist nie bewilligungsfrei.
aber jetzt verwässern wir nicht das eigentliche Thema.
Gruss
M@x
Hi
Grundwasserwärmepumpe ist aber was völlig anderes!
die war und ist nie bewilligungsfrei.
JA aber ich wollte nur einen Brunnen fürs Gartenwasser!
nur hat er im Plan nachgesehen und in meiner Nähe nur die Eine gefunden und deshalb gesagt, dass ich das bewilligt bekomme, das Gartenwasser für mich.
wem soll ich jetzt glauben ? dir oder dem Zuständigen auf der BH?
Ich würde ja lieber dir glauben doch wird es mir nichts Nützen, oder hat sich das geändert, was mich aber Wundern würde bei den ständig neuen schikanösen Reglementierungen.
OL
Klarerweise der zuständigen BH
aber sinnvollerweise weitere Fragen in neuem Posting oder per mail
Gruss
M@x