ich bin gerade dabei meinen Garten zu gestallten und möchte gerne als Abgrenzung zur Straße und zu den Nachbargrundstücken eine Art Steinmauer bauen.
Das Problem ist das ich ein Hanggrundstück habe und zu dem Grundtück über mir ca ein Höhenunterschied von 60-100 cm ist.
Die stabilste Lösung denke ich, ist durch Setzung vom L-Winkeln zu realisieren, was aber nicht gerade schön aussieht.
Eine Steinmauer wäre natürlich ein schöner Blickfang, aber da habe ich Angst das die nach einiger Zeit nachgibt, sich versetzt oder sogar umstürzt.
Weis zufällig jemand ob es eine Möglichkeit gibt, so eine Steingartenmauer und die Statik eines L-Winkels zu kombinieren, oder ob soger eine gemauerte Steinmauer den Druck der Erde standhält?
Am besten wäre natürlich eine kostengünstige Lösung da ich nicht all zu viel ausgeben möchte.
Hallo!
Ich bin der Meinung, dass das ein Fall für einen Statiker oder Baumeister ist, der die lokale Bodenbeschaffenheit vor Ort beurteilen kann und Dir sagt, welches Fundament sinnvoll ist. Eine Ferndiagnose wäre unverantwortlich.
MfG
airblue21
da gibt es sicherlich diverse Möglichkeiten so etwas zu realisieren.
Allerdings kann man das natürlich nicht von zu Hause am Rechner sagen.
Da sollte auf jeden Fall ein Profi vor Ort ran, der sich die Beschaffenheiten anschaut und dann festlegen kann in welchem Abstand zum Rand welche Art von Mauer in Frage kommt.
Dazu sollte ein Bodenmechaniker hinzu gezogen werden.
Ein Statiker ist in der Regel nicht für die Bodenanalysen zuständig und kann auch keine Berechnungen durchführen.
Die Berechnung des Gewichts einer Mauer kann man selber machen und dem Bodenmechaniker zur Verfügung stellen.
Die einfachste Lösung wäre natürlich eine Böschung aus Pflanzsteinen mit vielleicht 45° Neigung. Wenn notwendig können dann in die oberste Reihe Fundmente für einen Maschendrahtzaun gegossen werden.
wir haben zum Nachbarn ca 1,20m Höhe überbrückt.
Zuerst haben wir ein Fundament gemacht, da drauf wir diese halbrunden Pflanzsteine gesetzt. Es sind drei Reihen, immer etwas nach hinten versetzt. Hinten haben wir jeden Stein nochmal mit dem unteren mit etwas Beton verbunden.
Mein Nachbar hat die Steine senkrecht übereinander gesetzt, bei ihm beginnen diese sich zu verschieben.
Einen Fachmann würde ich auf jeden Fall holen, zumindest einen, der sich am Bau sehr gut auskennt.
Ich hab daruber nachgedacht ob nicht diese Metallgitterzäune gefüllt mit Steinen auch gehen würden…
Ein bekannter Landschaftsgärtner meinte dazu, dass wenn man die etwas im Boden einläst (ca 80-100cm) und zusätzlich mit in das Fundament mit einbetoniert,
diese Steinzäune auch größere Drücke aushalten können.
Stehe demgegenüber aber doch etwas skeptisch da.
Nun, das Problem wird sein, dass das Erdreich hinter der Mauer im Winter gefriert, und der Eisdruck hat unendliche Kraft,
so dass es dir nach jedem Winter die Mauer 0,5 - 2 cm vorschiebt.
Egal, was für Fundamente da drunter sind. Und was ein Fachmann ausrechnet.
Früher, so sehe ich das in unserem Ort, hat man bei solchen Aktionen ganz normale Trockenmauern aus Schieferplatten gebaut, so 1 m dick vielleicht.
So nach 100 Jahren, sind die dann halt mal eingestürzt, und man hat die dann eben neu gebaut.
ideal sind die erwähnten Pflanzsteine, weil Du damit auch eine „geschwungene“ Mauer erstellen kannst, dann auch farbig in rotbraun, grau oder schwarz.
Ich selbst habe die auch im Garten verarbeitet und bei großen Höhen ein kleines Betonfundament druntergemacht. Bei kleinen Höhen, so +/- 120 cm, habe ich beispielsweise vier Lagen Ringe einfach auf den Mutterboden gesetzt und jede Lage so 5 cm gegen den Berg zurückversetzt. Dann habe ich mit 2 Zoll Rohre besorgt und alle 2-3 Meter ein Rohr senkrecht durch alle Ringe ca. 1 m. in die Erde getrieben und diese Ringe dann mit Beton verfüllt. Später kannst Du die ringe oben bepflanzen. Wenn Du sie zur Hälfte versetzt, kannst Du die entstehenden Hohlräume nach vorne auch bepflanzen.
Die von Dir angesprochenen Gabionen (Maschendraht Zaun mit Steinen gefüllt) muss auf jeden Fall ein Fundament haben und ist auch nicht ganz billig, besonders wenn es dekorative Füllungen sein sollen.
Deine L-Steine kannst Du nur mit einem kleinen Bagger verarbeiten, müssen auch ein Fundament haben.
Solltest Du noch auf Dein Grundstück fahren können, leih Dir einen kleinen Bagger und schachte ein Fundament aus. Füll es mit Eisen und Beton und Du hast was für die Ewigkeit, egal was dann oben draufkommt.