Gartenmauern auf Schüttgrund

Mein vor dem Haus abfallender Grund ist mit dem Aushub aufgeschüttet. Ich möchte diesen Abhang durch eine, ca 60 cm hohe Stützumauer, etwa in der Mitte, unterteilen. Fachleute sagen mir, eine betonierte und auch gut fundamentierte Natursteinmauer würde auf diesem, nicht gewachsenen Boden nicht stabil bleiben.
Nur eine Trockenmauer auf einem losen Schotterbett würde die dauerhafte Lösung sein. Ich bezweifle dies und bitte um Rat.
Danke im Voraus

Hi,

Fachleute
sagen mir, eine betonierte und auch gut fundamentierte
Natursteinmauer würde auf diesem, nicht gewachsenen Boden
nicht stabil bleiben.
Nur eine Trockenmauer auf einem losen Schotterbett würde die
dauerhafte Lösung sein. Ich bezweifle dies und bitte um Rat.

Gegenfage: Warum glaubst du den Fachleuten nicht, die die Verhältnisse vor Ort kennen und einschätzen können (ich gehe davon aus, dass es so ist)?

LG Barbara

Hi,

aus eigener Erfahrung: die betonierte Wand geht nach ein paar Jahren nicht „die Bach runter“ aber den Hang!

Ich habe aber mittlerweile aufgegeben, die Betonbrocken und die (früher mal) einbetonierten Armierungseisen entfernen zu wollen. Das sitzt teilweise sehr tief…

Ein Tipp: auch die Trockenmauern neigen sich mittlerweile bedenklich nach vorne (der Hang schiebt). Allerdings hilft da: Steine entfernen, Hang etwas abgraben, Steine wieder aufsetzen.

Ist zwar Arbeit, aber man hat diesen Sch…-Zement nicht!

Außerdem macht das eh’ die Frau :wink:))

Viele Grüße
HylTox

Servus,

was Hyltox beschreibt, kannst Du in einigen Weinbaugebieten flächendeckend beobachten.

Die sehr steilen Schieferhänge an Mosel, Mittelhrein und teilweise Nahe marschieren ständig und gleichmäßig talwärts; noch vor nicht sehr langer Zeit wurde der wertvolle weil humose, stark verwitterte und teilweise aufgekalkte Boden von der Talseite unten in Butten die stellenweise fast senkrechten Wingerte nach oben getragen.

Die Trockenmauern, die dort bis heute noch gepflegt und immer wieder ergänzt und erneuert werden, marschieren mit und können auf diese Weise ihre Funktion erfüllen und die an die Steilhänge geklebten Wingerte halten.

Wenn man da mit armiertem Beton etwas ausrichten will, passiert zuerst eine Weile gar nichts. Und irgendwann nach einem ausgiebigen Regen kommt der Wingert mitsamt der Betonmauer den Winzer in seiner Wohnstube besuchen.

Moral: Ganz so blöd waren die Winzer vor hundert Jahren auch nicht.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder