Gartenpflege, die Zweite :-(

Hallo,

vor kurzem habe ich euch unser Gartenproblem bzw. Nachbarschaftsproblem geschildert. Rein gartenbautechnisch hat sich das Problem mittlerweile so gelöst, dass Nachbar A netterweise unseren Rasen gemäht hat und dieser jetzt ganz kurz ist. Außerdem haben wir jemanden Fremdes gefunden, der sich um die übrigen Dinge kümmern wird. Soweit so gut.

Zwischenzeitlich (also noch vor der Mähaktion) hatten wir eine anonyme Karte mit Drohungen im Briefkasten. Ich habe davon erst heute erfahren, weil mein Mann, der sie gefunden hat, mir die Sache verschwiegen hat, um mich nicht noch mehr in Rage zu bringen - mich regt das Ganze nämlich schrecklich auf.

Ich wollte den Fall auch schon im Mietrechtbrett schildern, hätte dafür aber eine Art Doppelposting machen müssen - deswegen jetzt nochmal hier. Ich hoffe, das ist okay.

Auf besagter Karte wurde uns vorgeworfen, eine Brutstätte für Ungeziefer zu schaffen (man beachte: es handelt sich NUR um zu langes Gras und ein paar nicht perfekt gestutzte Sträucher mit etwas Unkraut, außerdem sind die umliegenden öffentlichen Rasenflächen der Siedlungsgesellschaft auch sehr hoch gewachsen). Man drohte uns, auf unsere Kosten einen Gärtner zu bestellen (haben wir lange Zeit eh schon erfolglos versucht - nach langem Suchen hat sich endlich jemand gefunden) und die Verwaltung einzuschalten (hat mein Mann nach der Karte jetzt eh gemacht).

Vermutlich handelt es sich um eine Aktion eines oder max. zweier älterer Männer aus unserem Haus. Ich würde am liebsten umgehend hier ausziehen, leider ist das kaum machbar.

Was sagt ihr zu dieser Entwicklung? Ich schleiche hier mittlerweile schon wie ein Dieb durchs Haus, um bloß nicht von besagten Männer (die ständig im Treppenhaus unterwegs sind) gesehen zu werden.:frowning:

Ich habe eh den Verdacht, dass - wenn am Garten nichts mehr auszusetzen ist - ein anderer GRund gefunden werden wird, um uns das Leben schwer zu machen. Schon kurz nach unserem Einzug wurden wir (völlig zu Unrecht) beschuldigt, sonntags Waschmaschine und Trockner laufen zu lassen. Das konnten wir damals jedoch eindeutig widerlegen.

Vielen Dank für eure Antworten!

Liebe Grüße
Gwen

also,ich wünsche dir etwas mehr SELBSTVERTRAUEN und das dein mann das erkennt–du machst dich sonst noch kaputt!
in unsere nachbarschaft zog vor jahren ein schausteller und machte uns das leben zur hölle–ganz plötzlich ist der gestorben–jetzt ist wieder himmlische ruhe!

Hallo Hans,

also,ich wünsche dir etwas mehr SELBSTVERTRAUEN und das dein
mann das erkennt–du machst dich sonst noch kaputt!

Ich fürchte halt nur, dass besagte Mieter (die schon seit Urzeiten hier wohnen) versuchen werden, uns hier rauszumobben. Da wir beide selbstständig sind, ist es sehr schwierig eine andere Wohnung zu finden.

in unsere nachbarschaft zog vor jahren ein schausteller und
machte uns das leben zur hölle–ganz plötzlich ist der
gestorben–jetzt ist wieder himmlische ruhe!

Das will ich dem oder den Tätern nicht wünschen - vielleicht kann man sie auch anders beruhigen.

Viele Grüße
Gwen

Hi Gwen,

Zwischenzeitlich (also noch vor der Mähaktion) hatten wir eine
anonyme Karte mit Drohungen im Briefkasten.

Wer sowas macht (anonym schreiben) ist in der Regel eine feige Sau. Sorry

Auf besagter Karte wurde uns vorgeworfen, eine Brutstätte für
Ungeziefer zu schaffen

Was ist Ungeziefer???
Auch diese Tiere gehören zur Natur, ohne sie keine Bienen, keine Vögel keine Blumen und so weiter…

Mach dir ne Kopie von der Karte und hänge sie ans Brett im Hause.
Bitte den Schreiber nett und höflich um ein klärendes Gespräch.
Niemand wird sich bei Dir melden und die Karte wird in ein paar Stunden weg sein. Wenn doch einer kommt frag ihn warum er sowas macht?

Man drohte uns, auf unsere Kosten einen Gärtner zu
bestellen (haben wir lange Zeit eh schon erfolglos versucht -

schreib das noch dazu und bedanke Dich für die Hilfe.

umgehend hier ausziehen, leider ist das kaum machbar.

Und es ist blöd.
Zeig mal Stärke, aus Deinen Schilderungen lässt sich schließen, dass bisher keiner direkt auf Euch zugegangen ist. Also feige **** .
Denen kann man mit höflichem aber bestimmten Auftreten den Wind aus den Segeln nehmen.
Lass Dich aber nicht auf deren Niveau herunter dann musst Du am Ende doch ausziehen weil sie sich beschweren dass Du zu laut atmest.
Kopf hoch.
Gruß running

Oft hilft ein Ausspruch von Helmut Qualtinger: „ned amoi ignoriern !“
Udo Becker

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Da wir beide selbstständig sind, ist es sehr schwierig eine
andere Wohnung zu finden.

warum ist das so schwierig,als selbstständige eine wohnung zu finden,müsste doch jetzt genug geben?!

Ich habe mich gerade erst selbstständig gemacht und mein Mann startet mit seiner Selbstständigkeit nach langer Flaute gerade wieder langsam durch. Wir sind den Vermietern finanziell nicht sicher genug, weil wir kein gleichmäßiges Einkommen haben und überdies auch scheitern könnten. Schon diese Wohnung zu bekommen, war ein Problem und ging nur mit Bürgschaft meiner Eltern.

Viele Grüße
Gwen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Einerseits verstehe ich die Wut über die Reaktionen aus der Nachbarschaft nur zu gut, finde das teilweise an den Tag gelegte Verhalten auch ganz übel, … aber andererseits denke ich auch, dass man sich vorher überlegen muss, dass man mit einem Garten eine gewisse Verantwortung eingeht, und insoweit einige „Mindeststandards“ auch von der Nachbarschaft erwartet werden dürfen. Ich bin jetzt ganz sicher auch nicht die Kleingärtnerseele, die mit der Nagelschere durch den Garten läuft, und sich über jedes Unkraut in Nachbars Garten beschweren würde (davon habe ich im eigen Garten selbst genug), aber schon bei deinem ersten Posting dachte ich mir, dass da jemand sich etwas aufgeladen hat, von dem er gar nicht weiß, wie er damit umgehen soll, und was es bedeutet, die entsprechende Verantwortung zu tragen.

Wenn man wirklich 0,0 Lust und Zeit hat, über Wochen und Monate hinweg wenigstens auch nur die absoluten Minimaldinge im Garten zu tun, und auch den Wert dieser Arbeit für sich selbst nicht schätzt (sieht gut aus, man kann sich zum Sonnen reinlegen, den Grill anschmeißen, sich an den Blumen freuen), dann sollte man besser ein Objekt ohne Garten bewohnen. Das ist jetzt gar nicht böse gemeint, sondern ist einfach nur eine ganz sachliche Geschichte.

Als Du z.B. in deinem ersten Posting geschrieben hast, dass Du bislang dieses Jahr noch nicht einmal den Rasen gemäht hast, da hatte ich als durchaus beruflich auch angespannter Freiberufler und mit schwerem Krankheits- und Todesfall in der Familie doch wenigstens schon zweimal den Mäher angeschmissen, einfach weil es einem sonst über den Kopf wächst, und es nichts nützt, davor die Augen zu verschließen. Die braven Nachbarn mit viel Zeit und ordentlichen Rasenflchen machen das jede Woche, ich muss es eben wenigstens alle zwei bis drei Wochen mal unterkriegen meine Pferdewiesen unter Kontrolle zu halten. Und angesichts von momentan zu bearbeitenden 3500m² brauchen wir über klassisches Unkrautzupfen bei uns auch nicht zu reden, aber wenigstens zweimal im Jahr schwinge ich dann doch die Motorsense, um die Sache abseits der im direkten eigene Blick stehenden Zierbeete nicht vollkommen verkommen zu lassen. Auch mindestens ein Schnitt der Sträucher und Bäume im Jahr (besser zwei) muss einfach sein, ob ich dann dafür gerade eigentlich keine Zeit habe, nach einer anstrengenden Woche mir schöneres als einen ganzen Samstag im Garten vorstellen kann, hin oder her. Es erledigt sich eben nicht durch Zeitablauf selbst.

Das hat also alles weniger damit zu tun, dass ich mir das Gerede der Nachbarn ersparen will, sondern damit, dass es einfach Arbeiten sind, die erledigt werden müssen, weil einem die Sache sonst ganz schnell vollkommen aus dem Ruder läuft, und zumindest ich selbst mich dann auch nicht mehr im eigenen Haus und Garten wohl fühlen würde. Wenn ich einen Garten habe, dann ist dessen (zumindest Grund-) Pflege einfach ein Teil der täglich zu erledigenden Haushaltsdinge wie Wäschewaschen und Geschirrspülen.

Dafür kann man dann aber eben auch viel Spaß und Freude mit einem eigenen Garten haben, die diesen Aufwand locker aufwiegen, und ich kann 1000 mal beim letzten Mähen wieder die Weiten unseres Anwesens verflucht haben, wenn ich dann am Abend mit einem lecker Weinchen am Teich sitze, ist das alles wieder vergessen. Diese Begeisterung ist aber einfach nicht jedem gegeben, und das ist auch nicht schlimm. Nur sollte man dann auch die nötigen Konsequenzen ziehen, bzw. sich vorher rechtzeitig überlegen, ob man der richtige Typ für ein Objekt mit Garten ist.

Natürlich wird es auch immer Nachbarn geben, denen man es nie wird rechtmachen können, aber ich kann mir auch vorstellen, dass jemand den Hass auf sich zieht, der vom ersten Tag an ein Grundstück vollkommen sich selbst überlässt und über Wochen und Monate keinerlei Anstalten macht, auch nur die Basics mal zu erledigen. Zwischen dem täglichen Gang mit der Nagelschere und kniehohem Graß ist eben ein weites Feld durchaus angemessener und vom Aufwand her akzeptabler Gartenpflege. Ich selbst liege da sicher auch eher in Richtung „kniehoch“, denn in Richtung Nagelschere, bin aber bei meinen Nachbarn trotzdem akzeptiert, weil die wissen, was ich sonst noch so um die Ohren habe, und mir trotzdem zumindest Mühe gebe, und wenigstens dafür sorge, dass es nicht ganz nach Urwald aussieht, und auf den würde ich umgekehrt bei den Nachbarn auch nicht schauen wollen.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz,

ich weiß nicht, ob es in meinem ersten Posting nicht deutlich wurde, aber wir haben durchaus etwas im Garten getan und uns schon seit Monaten darum bemüht, jemanden für den Garten zu finden, der uns hilft, da wir noch keine Geräte haben und aufgrund meiner Existenzgründung auch nicht so eben mal einige hundert Euro in Dinge wie Rasenmäher und andere Geräte investieren können. Deswegen haben wir immer wieder Gartenbaubetriebe kontaktiert, um diese Dinge erledigen zu lassen. Leider haben wir erst jetzt jemanden gefunden. Zwischenzeitlich habe ich sehr wohl immer wieder überhängende Zweige abgeschnitten und abgestorbene Zweige entfernt. Nur der Rasen war zugegebenermaßen zu lang - und das Problem ist jetzt ja beseitigt.

Im Übrigen haben wir nicht explizit eine Wohnung mit Garten gesucht; es war eben die einzige, die hier in einer Großstadt mit großer Nachfrage für uns letztlich zur Wahl stand. Bzgl. Gartennutzung hieß es, wir könnten den Garten gestalten wie wir wollen.

Der Garten war nun wahrlich nicht völlig verwahrlost. Im Übrigen steht das Gras auf den öffentlichen Flächen unserer Siedlungsgesellschaft mindestens genauso hoch wie bis vor kurzem in unserem Garten. Darüber regt man sich aber komischerweise nicht auf.

Viele Grüße
Gwen

Hi Gwen,

Was sagt ihr zu dieser Entwicklung? Ich schleiche hier
mittlerweile schon wie ein Dieb durchs Haus, um bloß nicht von
besagten Männer (die ständig im Treppenhaus unterwegs sind)
gesehen zu werden.:frowning:

mußt Du nicht - hier kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Offensive ist gefragt. Ich hatte auch mal so einen älteren Nachbarn, der sogar unsere Mülltonnen durchsuchte…die Anschuldigungen, die der von sich gab, waren haarsträubend. Nachdem ich mich eine Weile so gefühlt habe, wie Du jetzt, hab ich mein Verhalten geändert: Im Hausflur und auf der Strasse immer ausgesprochen höflich gegüßt…nach einigen Tagen wechselte besagter Herr die Strassenseite, wenn er mich kommen sah.

Also - überleg mal dass andere Leute eine Menge Geld dafür bezahlen um Selbstbewußtsein zu trainieren…und Du hast da 2 kostenlose Sparringpartner…wie spannend…immer freundlich bleiben…immer höflich und verständnisvoll nicken …DAS wirkt, Du wirst sehen

Kopf hoch
Gruß
Suse