Hallo,
ich habe einen (Schmuck)Teich, in dem gibts kein Leben, muß auch nicht sein in diesem Fall. Allerdings liegt er leider in der vollen Sonne und somit haben Algen ein prächtiges Wachstum. Nun gibt es diverse chemische Zusätze, die Algen vernichten (welche nimmt man nun, Baumarkt ist nicht das Wahre). Ich nehme das, jedoch wird entweder brauner Schlamm abgesetzt oder eben das Wasser ist milchig.
Ich pumpe das Wasser aus einer Zisterne nach oben, kleines Rinnsal über einen Sandstein, dann mittels Überlauf aus dem Teich zurück in die Zisterne. Teich hat etwa 4m³ Wasser, die Zisterne 6m³. Umbauen, also in den Abfluß einen Filter bauen geht nicht (baulich gesehen). Bitte nicht über Sinn oder Unsinn fragen, ich habe das Ding nicht gebaut! Es bleibt also nur der Weg, das (schmutzige) Wasser in der Zisterne selbst umzuwälzen. Also Pumpe rein, Wasser hochpumpen, durch einen UV-Filter, dann Reinigung mittels handelsüblichen Teichfiltern. Ganz schön Aufwand. Den Filter in die Zisterne packen klappt auch nicht, da der Deckel fast 3 Zentner schwer ist (gepflasterter Deckel im Innenhof des Gebäudes, begeh- und befahrbar). Ich öffne die Zisterne nur einmal im Jahr zum gründlichen Reinigen. Der Filter hält jedoch mit Sicherheit keine 14 Tage durch.
Glücklich bin ich mit der Lösung nicht. Kann mir jemand noch Ideen liefern?
Gruß
André
Hu Hu
Anscheinend hast Du doch Leben in Deinem Teich!!!
Es ist gibt viele Algen die gerade bei sommerlichen Hochtemperaturen erscheinen.Allerdings muß Du nicht jedes Erscheinen eines grünen Schimmers im Teich als Problem ansehen.Viele Algenarten verschwinden bereits nach kurzen Wuchsphasen wieder. Andere verlagern sich witterungsbeding, sinken beispielsweise nach kurzen Regenfällen auf den Grund & steigen später wieder an die Wasseroberfläche.Einige hellgrüne Wattealgen solltest Du als ganz natürliche Bestandteile eines kleinen Stillgewässers hinnehmen.Lästig werden allerdings die bis zu 30cm langen Fadenalgen die besonders bei einem Nährstoffüberangebot entstehen.
Das Problem mit chemischen Präparaten ist, daß nach der Anwendung ein sog. Sauerstoffengpaß entsteht, da sich die abgetöteten Algen auf dem Teichgrund zersetzen,wozu verstärkt Sauerstoff benötigt wird.Bei der Zersetzung der toten Organismen werden schließlich die vorher eingebundenen Nährstoffe wieder frei. Wenn dann die Giftwirkung des chemischen Mittels nachlässt, ist wieder soviel Algenbaumaterial im Wasser,daß einer erneuten Massenvermehrung nichts mehr im Wege steht.
Eigentlich musst Du die Nährstoffanreicherung unterbinden.- durch stetiges Abfischen der Algen,durch Entschlammen des Grundes zB. Laub.
Ganz wichtig ist, daß Unterbinden aller möglichen Nährstoffzuflüsse (Auswaschung & Bodeneintrag aus angrenzenden Beeten,Zulauf aus nährstoffreichem Fließgewässer, von Sickerwasser aus Kompostanlagen, Stallungen oder auch versteckter Dränage)Ich komme darauf, weil der Standort der Zisterne in einem Innenhof liegt der sowohl begehbar ist, als auch befahren wird.
Das mit der Pumpe ist zweigleisig, da viele Algen bei einem Überangebot an Sauerstoff explosionsartig wachsen.Aus welchem Material ist der Teich gebaut? Beton, Fertigbecken, Teichfolie.Hast Du vielleicht die Möglichkeit einen Bachlauf zu bauen.Kombiniert mit dem Gartenteich, bringt das lebendige Wasser eine zusätzliche Sauerstoffanreicherung.Der Vorteil ist, daß Du diesen mit heimischen Pflanzen bestücken kannst,die wiederum für eine natürliche Filterung sorgen.Es gibt natürlich auch die Möglichkeit Moorbeete ,Ufersumpfzonen, Teichpflanzen & natürlich Organismen als Helfer zu benutzen. Vielleicht ist es möglich eine schattenspendene Randbepflanzung anzulegen, damit der Teich nicht der vollen Sonne ausgesetzt ist.
So kürzer ging es nicht.Vielleicht ist ja etwas dabei.Sonst melde Dich.
Liebe Grüsse & viel Erfolg Floetenelli
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
laut meinen Informationen leben Algen vor allem in Gewässern die nicht nur warm sondern auch nährtsoffreich und alkalisch sind. Intressant wäre eine Wasserprobe zu entnehmen und zu untersuchen. Bei einem pH ab 8 und zu hartem Wasser (ab 12 GdH) kann man schon Abhilfe schaffen indem man einen wassserdurchlässigen Sack mit Weißtorf ins Wasser hängt. So kann man den pH etwas senken. Außerdem entwickeln sich Algen in bewegten Gewässern schlechter und so wäre zu überlegen ob das Rinnsal über den Sandstein nicht durch einen etwas sprudelnderen Einfluss zu ersetzen wäre.
Ich denke, ein Mittel das durch Herausfiltern eines Farbstoffes aus dem Tageslicht eine Verbreitung der Algen vorbeugt ist indisskutabel, weil damit die Wasserfarbe verändert würde.
Weiter weiss ich im Moment auch nicht…
Gruß
Christoph
Hallo,
es gibt ganz natürliche Filter: TEICHMUSCHELN. Wenn Du weist wieviel Liter Wassser dein Teich hat, gehe am besten in einen Zoofachhandel (manchmal gibt es Teichmuscheln auf in Gartencenter) und dort berechnet man/frau dir wieviel Teichmuscheln Du einsetzen sollest. Ich habe dieses „natürliche Filtersystem“ schon seit Jahren im Teich und es funktioniert hervorragend. Auch Kollegen, die diesen Rat übernommen haben, habe sehr gute Erfolge damit erzielt.
Herzlichen Gruß
Inge
Läßt Du die Teichmuscheln draussen überwintern. Wie tief ist dein Teich?
Läßt Du die Teichmuscheln draussen überwintern. Wie tief ist
dein Teich?
Ja, das ist kein Problem. Mein Teich hat an der tiefsten Stelle eine Wassertiefe von ca. 1,00 m und dann verschieden flachere Zonen, wo sie sich aufhalten weiss ich nicht, da sie schlecht sichtbar sind. Allerdings vertragen Teichmuscheln auch eine geringere Tiefe und können gut überwintern, da sie auch in freier Wildbahn (Gräben, Fleeten und Teichen vorkommen; sind aber geschützt) In einem Teich der nicht bis auf den Grund durchfrieren kann können sie wunderbar überwintern.
Tschüss
Inge