Hallo,
ich habe einen großen Gartenteich. Leider wird das Wasser, trotz Zugabe der üblichen Mittelchen aus dem Baumarkt, immer grüner und trüber.
Bewohner ist zum einen ein großer Graskarpfen und etliche Stichlinge, die ich aber seit einiger Zeit nicht mehr zu Gesicht bekomme. Tot dürften sie aber eigentlich nicht sein.
Hat jemand Erfahrung warum sich das Wasser so verändert (verschlechtert) und wie ich Abhilfe schaffen kann ohne die Fische zu gefährden?
Danke im Voraus
Torf
Hi Theo,
ein Bekannter hängt ab und zu einen alten Kartoffelsack gefüllt mit handelsüblichen Torf in sein Koiteich. Er schwört darauf und die Teichbewohner sind immer gut zu sehen.
LG
Harleybiene
Hallo,am besten mal in einem Gartenfachmarkt der auf Gartenteiche spezialisiert ist mal beraten lassen und eiene Filteranlage zum Einsatz bringen mit UV Klärung.Da gibt es vieles.Weiter sind Sauerstoff produzierende Wasserpflanzen zu empfehlen.(s.o.)
Weiterhin gibt es Zusätze mit denen man den ph-Wert des Teichwassers verändern kann zum positiven.Also Beratung im spezialisierten Gartenfachmarkt ist empfehlenswert.
Stichlinge sind noch o.k. in einem Gartenteich/Folienteich. Große Fische nicht. Da kommen zu viel Fäkalien ins Wasser. Trübung und Algenwachstum kommt durch zu hohen Nährstoffeintrag (Phosphat und Nitrat). Ich würde auch verdunstendes Wasser nur durch Regenwasser, nicht Leitungswasser ersetzen. Mittelchen aus dem Gartencenter würde ich weglassen. Beschattung durch Randbepflanzung senkt die Wassertemperatur und dämpft das Algenwachstum.
Udo Becker
Hallo.
Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Nimm die Fische raus. Seit Jahren habe ich mit trüben und grünem Wasser gekämpft. Dann habe ich den Goldfischen die Freiheit geschenkt. Die Goldfische haben sich gefreut und ich auch. Teichwasser ist und bleibt klar.
Wasserpflanzen sind und waren auch drin. Am Ufer Zwergrohrkolben, gelbe Wasserlilien, Kalmus, eine Sumpfseggenart und im Sommer Zyperngras. Im tiefen Wasser (60 cm) rosa Teichrosen.
Jeden Herbst vor Frosteintritt kommt alles raus und wird sauber gemacht. Immer wieder grosses Staunen über den fauligen Schlamm, der sich im Laufe des Sommers angesammelt hat. Frösche wieder rein. Bei geschlossener Eisdecke im Winter kommt eine kleine Aquariumluftpumpe zum Einsatz, wegen der Frösche.
Unterm Strich: Teich ohne Fische = klares Wasser.
Gruss Peter
Hallo Theo!
Tu einfach Entengrütze drauf!
Dann siehst du das grüne Wasser bald nicht mehr.
Aber Vorsicht, Entengrütze kann trügerisch sein.
Hier im Stadtpark wollte mal ein Kind drauf laufen.
Danach wurde es nur noch Jesus genannt. 
Kommen wir zum ernsten Teil:
Wasserblüte tritt meist im Frühling auf bei nährstoffreichem Wasser.
Licht und Erwärmung fördert sie.
Sie ist ein natürlicher Vorgang schadet den Fischen an sich nicht, im Gegentum, weil sie viel Sauerstoff erzeugt, kann aber gefährlich werden, sobald die dafür verantwortlichen Algen absterben.
Die Mittel, die im Baumarkt oder im Zoofachgeschäft dagegen angeboten werden, nützen meist nichts, können sogar für die Fische gefährlich werden. Von UV-Filtern rate ich generell ab.
Abhilfe schafft eine Teichpumpe, die man so in einen Eimer mit Filterwatte stellt, dass sie das Wasser über die Watte ansaugen muss.
(Falls du nicht weißt, wie, dann frag halt nochmal.)
Ein paar Steine stabilisieren das Ganze. Es dauert allerdings ein paar Tage. Je nach Wassermenge. Und der Filter muss zuerst einfahren.
Solarteichpumpen eignen sich nicht, weil man den Filter, solange er im Wasser ist und nicht gesäubert wurde, nicht abstellen darf.
Eine torfgefüllte Strumpfhose, die man ins Wasser hängt, beschleunigt das Ganze.
Torf soll man allerdings nicht nehmen, weil durch die Torfgewinnung, die Hochmoore zerstört werden. (Was kaum eine Rolle spielt, weil die Hersteller von Gartenerde unverhältnismäßig mehr verbrauchen.)
Wer keinen Torf benutzen möchte, kann Eichenrinde oder -blätter nehmen, muss dann allerdings sehr darauf achten, dass die nicht gammeln.
Stark zehrende Wasserpflanzen sind ebenfalls hilfreich, in erster Linie wohl eine Seerose, die mit ihren Blättern das Wasser zusätzlich beschattet.
Während der Sommermonate kommen auch Wasserhyazinthen gut, die vermehren sich stark, blühen hübsch und nehmen ihre Nährstoffe nur aus dem Wasser.
Sobald die Wassertemperatur allerdings unter 15 Grad fällt, müssen sie heraus, weil sie dann absterben.
Hoffe, geholfen zu haben.
Nemo.