Hallo ElBuffo,
Nö, bei solchen Netzen handelt es sich wohl um klassische
natürliche Monopole.
Das sehe ich nicht so.
Also wir könnten uns zumindest darauf einigen, dass zwei gleiche und parall verlaufende Netze doppelt soviel Herstellungs- und Betriebsaufwand verursachen wie eins.
Bei den hohen Gewinnmargen der bisherigen Anbieter wuerde sich die Schaffung doppelter Infrastruktur rasch amortisieren
Hast dafür Zahlen? Ich würde jetzt mal zumindest rein matehmatisch gesehen behaupten, dass dafür die Gewinnmarge bei den Netzentgelten mindestens 50% betragen müßte.
Das mag auf jene bereits längst abgeschriebenen bestehenden Netze zutreffen. Für neue gilt das sicher erstmal nicht.
- vor allem wenn man sich auf gewinntraechtige Dinge konzentriert wie z.B. nur Stromleitungen in die Industriegebiete der Ballungszentren.
Die Nutzungsentgelte fuer die Benutzung der Infrastruktur sind, wie ich inzwischen herausgefunden habe, zwar fest aber immer noch sehr hoch (rund 1/4 des Strompreises, siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Netznutzungsentgelt).
Also Wikipedia halte ich nicht für eine zitierfähige Quelle. Aber selbst wenn man das mal beiseite läßt, dann gilt diese Aussage eben nur für die Privathaushalte. Du möchtest Dich aber auf die Industriegebiete der Ballungszentren konzentrieren. Da wird es ein bißchen inkonsistent. Also sollte man rausbekommen, wie hoch der Anteil bei Industriekunden ist. Aber selbst das sagt noch nichts zur Gewinnmarge bei den Netzentgelten. Denn ein Viertel Anteil an den Stromkosten bedeutet nicht, dass dort 25% Gewinn gemacht würden. Wenn man noch den Anteil, denn der Stadt abgreift und die Herstellungskosten abzieht, kommt man langsam in die Richtung, was als Gewinn übrig bleiben könnte.
Vielleicht bekommt man aus Frankreich, Tschechien oder sonstwo
her nur ganz bösen Atom- oder Kohlestrom und Umweltaktivisten
scheiden deine Leitungen durch.
Ach, wenn sogar die Gruenen den Bau neuer Kohlekraftwerke
zustimmen duerfte der Protest ausbleiben - vor allem wenn man
als neuer Anbieter den bisherigen Feuer unterm Hintern macht.
Oh, da hast du wohl in der letzten Zeit etwas verpasst. Die Grünen sind gegen alles und protestieren da auch rum.
Die Großen könnten mal kurz die Preise senken, so dass man
über kurz oder lang seine riesigen Investitionen nicht wieder
reinbekommt.
Kommt auf die Finanzstaerke des Investors an, aber das koennte
wirklich ein Problem werden auf das man sich einstellen muss.
Ja. Die Großen schätzen diese Gefahr aufgrund der Subadditivität der Kosten wohl als äußerst gering ein. Es ist einfach unwirtschaftlich ein zweites Netz aufzubauen, wenn sich nicht auch die absetzbare Kapazität zumindest über die des ersten erhöht.
Das Thema zweites Netz muss wohl begraben werden.
Grüße