Hallo,
Es kann ja wohl kaum der Weisheit letzter Schluss sein in den
Keller zu laufen und den Brenner einzuschalten wenn man
Warmwasser braucht.
Das ist nur ein rein organisatorisches Problem, welches auch
technisch zufriedenstellend gelöst werden könnte.
Normalerweise hängt am Brenner ein Boiler, der muß nicht aller
halbe h aufgewärmt werden, bloß weil sich mal jemand die Hände
gewaschen hat. 2 mal am Tag eine halbe h würde normalerweise reichen
In dem Zusammenhang noch eine kleine Geschichte.
Als mein Haus bemustert wurde, sollte laut Baufirma ein
Buderusbrenner mit 24kW ! Leistung eingebaut werden.
Auf meine Frage, wozu sowas bei einem richtigen Niedrigenergiehaus
gut sein sollte, wurden seltsame Begründungen geliefert, wie
„Wenn mal jemand unten duscht und ein anderer noch gleichzeitg
Badewasser einläßt, dann würde man soviel brauchen, damit das
Warmwasser nicht alle wird.“
Da ich dies nicht einsehen konnte (immerhin sollte ja auch ein
80l-Boiler installiert werden, und gleichzeitiges Baden und
Duschen der ganzen Familie ist eher unwahrscheinlich), habe ich
mich weiter erkundigt. Vom Installationsbetrieb wurde ähnliches
behauptet und vom Hersteller kam per Telefon auch nix vernüftiges.
Dann bin ich mal hin zu Buderus (die haben eine Zweigstelle
gleich um die Ecke) und habe mal einen Projektanten befragt.
Der meinte dann, für ein EFH als gut isoliertes Niedrigenergiehaus
sind ca. 10…12kW völlig ausreichend, aber er empfahl einen
etwas größeren Boiler. 24kW wäre deutlich überdimensioniert.
So habe ich dann den kleinsten Brenner mit 11kW genommen und dazu
einen 120l-Boiler.
Jetzt nach 10 Jahren kann ich locker einschätzen, daß der Brenner
auch bei -25°C Außentemp. nur zeitweise in Betrieb ist und also
allemal genug Reserven hat um schnell aufzuheizen und auch um
nebenbei den Boiler aufzuwärmen.
Im Mittel ist die Heizleistung auch in den kältesten Zeit
kaum höher als ca. 3kW.
Bischen pauschal, oder? Das mag für einige Heizanlagen
zutreffen, für andere nicht.
Ja, pauschal kann man es nicht so sagen.
Genauso wie du pauschale Aussagen gemacht hast.
Letztlich unterschlägst Du hier
die Gegebenheiten vor Ort (wie z.B. Isolierung) gänzlich.
Lese noch mal oben die konkrete Fragestellung, dann überlege
wer jetzt näher an der Realität liegen könnte.
Die
sind aber ja nicht überall gleich. Wenn ich hier tagsüber
nicht heize, dann bekomme ich die Hütte abends definitiv nicht
mehr warm.
Und selbst wenn die Heizung auf Vollgas läuft.
Das sind die entgegengesetzten Extremfälle.
Da aber die Problematik „Isolation der Bausubstanz“ voll im
Trend liegt, werden solche Negativbeispiele immer weniger.
Wenn’s dann nur so geht, dann kann man natürlich nix machen.
Ich hatte ja auch schon eingeschränkt, daß Komfort unter
Umständen ein guter Grund ist, nicht nur nach optim. Spareffekt
zu handeln.
Mein Haus brauche ich im Winter nicht heizen, wenn die Sonne
Scheint. Die fensterfläche nach Süden bringt dann schon genug
Heizleistung.
Naja, mit solchen Argumenten „ist halt ein Naturgesetz“
untermauerst Du Deine Argumentation nur dürftig.
LOL, wenn Naturgesetze keine Relevanz mehr haben, gehen wir
jetzt besser in Esobrett, oder wie ?
Kann sie ja auch bei Nachtabschaltung. Ist doch nur eine Frage
des Zeitraums.
Nö, zumindest bei meiner Steuerung ist die Nachabsenkung an
konkrete Uhrzeit gebunden, die man nicht einfach ändern kann.
Allerdings habe ich auch eine Programmsteuerung mit einem Haufen
möglicher Schaltpunkte. Da wird auch tagsüber die Temp. etwas
runtergenommen. Zuviel geht nicht, sonst gibt’s Ärger mit der
Frau 
Diese Programmierei ist aber umständlich und taugt wenig für
kurzfristige Änderungen.
Klar. Einige Anlagen lassen sich ja mit zig Tageszeiten pro
Tag programmieren. Ist natürlich extrem aufwendig und verlangt
dem Bewohner einen gleichmässig geregelten Tages-/Nachtablauf
ab. Das kommt in der Regel nicht hin, ausser in Bürogebäuden
vielleicht.
Genau so ist es.
Nur bei schlecht isolierter Bausubstanz wird die Temp.
innerhalb von paar Stunden so stark absinken, daß schon wieder
nachgeheizt werden muß.
Was bei mir, und nicht nur bei mir, der Fall ist.
Klar, gibt es sicher häufiger.
Relativ einfach, der Theoretiker geht scheinbar von einer gut
isolierten Wohnung mit einer halbwegs modernen und wirksamen
Heizung aus.
Das ist doch aber heutzutage nicht mehr die große Ausnahme!
Der Praktiker kennt auch andere Umstände.
Daher gebe ich Dir dahingehend recht, das es für sicherlich
recht viele Wohnungen/Häuser und Heizungsanlagen zutreffen
wird, aber eben längst nicht für alle.
Aber Du bist herzlich eingeladen Dir das Ganze hier bei mir
vor Ort mal anzuschauen 
Nö, ich bleibe lieber hier bei mir. Ist mir angengehmer 
Diese Jahr wird mein Gasverbrauch deutlich unter 1000m³ liegen
(wobei ca. 350m³ schon für’s Warmwasser draufgehen) für EFH
mit 120mmm2 Wohnfläche und hier ist es immer recht warm.
Unter 23°C friert die Frau nämlich schon dolle.
1m³ Gas entspricht übrigens ungefähr einem Liter Heizöl.
Gruß Uwi