Gasheizung erfahrungswerte nebenkosten

Mich würden erfahrungswerte zu Nebenkosten einer Gasheizung interessieren ? Wer hat erfahrung damit, damit man evtl. einschätzen kann was auf einen zukommt ??
Wenn man z.b. ein sehr geringes Heizverhalten durch viel Arbeit/Freizeit und geringen Wärmebedarf hat und daher die Heizung tags und nachtsüber auf sternchen lässt. Dabei wird ja durchaus auch Energie verbraucht aber wie viel ??
Z.b. bei einem 10 Jahre alten Haus mit doppelverglasten fenstern im Dachgeschoss bei 50 qm.

Vielen Dank für eure Erfahrungswerte

Ich kann folgende Erfahrungswerte liefern:

135 m² Einfamilienhaus, viel Heizleistung über Holzkamin, alle Wände wärmegedämmt

150,- Euro/Monat

50 m² bei mittlerem Wärmestandard würde ich so bei 55-70 Euro schätzen…

MfG Sonja

hallo, 24Micha,

vielleicht wirst Du hier diesbezüglich fündig, aber einiges andere,
was Dir von Nutzen sein kann:

http://energieverbraucher.de/

http://www.forum.energienetz.de/

^ hier nützliche Tipps :wink:

http://energieverbraucher.de/

z.B. hier Techem-Studie:

http://www.techem.de/Deutsch/Presse/Pressemeldungen/…

Auch der Deutsche Mieterbund hat Verbrauchsstudien herausgegeben.

Gruß B_engl

PS.: Sollten die Heizkosten über den Vermieter in der
Nebenkostenabrechnung erscheinen, so sollte man an den VM herantreten,
dass er dafür sorgt, das Gas billigst einzukaufen - ist seine Pflicht - und dass er ggf. Billigkeitseinrede nach § 315 BGB beim Gasversorger tätigt.
Dazu ergoogeln: ‚Billigkeitseinrede für Mieter‘ oder über den obigen
link Forum-energienetz.
Bei eigenem ‚Vertrag‘ mit Gasversorgungsunternehmen selbst direkt
gegen die gesamten Preise und Preiserhöhungen einreden.

M.E. sollte man nicht über Euro-Beträge vergleichen, weil dann ein 2. Unsicherheitsfaktor (Gaspreis) dazu kommt.

zum Vergleich:
RMH, Bj 1999 aber einfachste Bauweise (billigste Plastikfenster, Wände nicht isoliert, veralteter Billig-Brenner etc.), ca. 125 m² Wohnfläche, Beheizung über eigene Gas-Etagenheizung
=> Verbrauch 01-12/2006: 718 m³ bzw. * Faktor 10,55 = 7.575 kWh = 60,6 kWh pro m²/Jahr inkl. WW-Bereitung! (bei sparsamem Verbrauch)
=> nach Jahresrechnung 2006 : 12 = rund 50 Euro monatlich
(unsere Vormieter hatten rund den doppelten Verbrauch!)

Verbrauchs-Vergleichswerte gibt’s unter
www.heizspiegel.de
z.B. bundesweit
http://www.heizspiegel.de/fileadmin/heizspiegel/Bund…
Demnach liegt der „optimale Verbrauch“ bei Stichwort: Wärmeverluste, d.h.

  • Reduzierung der „hergestellten“ und bereitgestellten WW-Temperatur
  • Reduzierung der Brennerstarts und der „hergestellten“ und bereitgestellten Vorlauftemperatur
    sehr interessante Seite:
    http://www.heizungsbetrieb.de/de/index.html

Vielen Dank für die Antworten.
Der von dir angegebene verbrauch ist ja echt mustergültig.

Ich bin verwundert denn in meinem Vergleich ( 45 m2 Wohnung) habe ich nach 6 monaten eine saftige Nachzahlung machen müssten. Verbrauch 2266 kwh für 0,07 Euros + Grundkosten.
d.h. ich habe aufs Jahr gesehen pro m2 100 kwh, dass ist zwar wenig laut dieser Tabelle, aber für mein Heizverhalten trotzdem nicht nachvollziehbar. Die Kosten von 10,13 Euro pro m2 sind laut dieser Tabelle beim durchschnitt, obwohl mein Verbrauch optimal ist, was vermutlich durch den hohen Grundkostenanteil der auf alle mieter Gleich umgelegt wird entsteht, leider.
Unverständlich da ich meine Wohnung praktisch nur auf Sternchen heize und fast nie aufdrehe, da selten zuhause.
In meinem Mietvertrag steht dass zwischen 8 - 22.00 eine Temperatur von 20 Grad erreicht werden soll. Für mich blödsinn da ich eh nie da bin.

Ich bin laie und kenn mich da nicht wirklich aus, ist meine Heizanlage jetzt so eingestellt dass vermutlich immer, egal bei welcher Heizungseinstellung diese 20 Grad erreicht werden ?

Da es sich um eine Wohnanlage mit 37 Parteien handelt weiss ich nicht ob man bei der Heizanlage die Mindesttemperatur pro Wohnung ändern kann, was ich bezweifle.

Ansonsten würde mich interessieren was die Brennerstarts sind und wie ich die Reduzieren kann bzw. selbiges bei der Vorlauftemperatur ??

Da ich fast nie im Haus bin ist mir an sich echt egal wie warm meine Wohnung ist.

Die WW Temperatur ist vermutlich bei uns auch auf die Gesamtwohnanlage eingestellt. in der Nebenkostenabrechnung wird mit 60 Grad gerechnet. Was meines wissens dass maximum ist, also auch recht hoch eingestellt.

  • Reduzierung der „hergestellten“ und bereitgestellten
    WW-Temperatur
  • Reduzierung der Brennerstarts und der „hergestellten“ und
    bereitgestellten Vorlauftemperatur
    sehr interessante Seite:
    http://www.heizungsbetrieb.de/de/index.html

Vielen Dank falls auch diese Fragen beantwortet werden können.

  • Reduzierung der „hergestellten“ und bereitgestellten
    WW-Temperatur
  • Reduzierung der Brennerstarts und der „hergestellten“ und
    bereitgestellten Vorlauftemperatur
    sehr interessante Seite:
    http://www.heizungsbetrieb.de/de/index.html

Vielen Dank falls auch diese Fragen beantwortet werden können.

Hallo

Da es sich um eine Wohnanlage mit 37 Parteien handelt

Na ja, da kannst du dann natürlich selbst keinen Einfluss auf die Brennereinstellungen nehmen - außer über Deinen Vermieter/den Eigentümer bzw. die Eigentümergemeinschaft.
I.d.R. müssen Einsparwünsche einzelner Mietparteien aber daran scheitern, dass ja alle Parteien „gut bedient“ werden wollen bzw. sogar müssen.

In meinem Mietvertrag steht dass zwischen 8 - 22.00 eine Temperatur von 20 Grad erreicht werden soll. Für mich blödsinn da ich eh nie da bin.

Auch das ist „Mieterschutz“!
Der Vermieter hat nämlich eine Heizpflicht, d.h. selbst bei -20 Grad muss gewährleistet sein, dass im schlimmsten Fall alle Parteien bestimmte Mindesttemperaturen erreichen können - oder dass alle gleichzeitig baden/duschen können und immer genügend warmes Wasser da ist.
Dem Vermieter wird sogar vorgeschrieben, dass die Nachtabsenkung nur von 24-6 Uhr auf immer noch mind. 16° eingestellt werden darf.
http://www.bmgev.de/mietrecht/tipps/h/1heizpflicht-v…

Wir haben uns u.A. deswegen dafür entschieden ein kpl. Reihenhaus mit eigener Einzelheizung zu mieten (die höhere Miete scheint uns ja durch die niedrigeren Heizkosten tatsächlich mehr als ausgeglichen).

Wenn du dich trotzdem näher einarbeiten willst - über die bereits genannte Seite erreichst du viele interessante Unterseiten, z.B.

Verluste (z.B. bei (zu) häufigen Brennerstarts, Bereitschaftsverluste)
http://www.heizungsbetrieb.de/de/verluste.html

Heizung-FAQ (z.B. Regelung einstellen)
http://www.heizungsbetrieb.de/de/Heizungfaqs.html#A27

Heizgrenze (Sommer-/Winter-Betrieb > anders gesagt: Heizungsbetrieb ganz abschalten/erst gar keine Wärme herstellen, wenn keine Wärme im Gebäude mehr benötigt wird)
http://www.heizungsbetrieb.de/de/heizgrenze.html
Das machen wir z.B. per Hand, weil die Anlage viel zu träge reagiert.
Wir haben z.B. schon seit 2 Wochen Sommerbetrieb (= nur WW-Bereitung) und schalten den Heizkreislauf nur bei Bedarf zu.
In einer großen Wohnanlage ist das natürlich nicht machbar, weil eine Bedienperson ja auch wieder bezahlt werden wollte.

Die Seite/Link gibt schon sehr viel Lesestoff her, aber es lohnt sich!
Wir haben lediglich die Einstellungen der Regelung/Steuerung verändert - ohne teure Zusatzteile, weil Haus&Heizung ja nur gemietet sind.

Vielleicht kannst du ja deinen Vermieter (der wieder seine Eigentümergemeinschaft) davon überzeugen, dass jede Heizung gewaltiges Einsparpotential hat, das auch kostengünstig realisiert werden kann.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Ich werde mich in diese Thematik auf jedenfall reinarbeiten, aber mein Eindruck von der Hausverwaltung sowie den bisherigen Eindrücken der dort wohnenden Leute wird es leider nicht möglich sein diese Leute von angeblichem Wohnkomfortverlust zu überzeugen.
Trotzdem hat es mir viel genützt und ich werde bei der Auswahl meiner nächsten Wohnung drauf achten nicht mehr in eine Wohnanlage zu ziehen, die Erfahrungen sind zu negativ, allein schon dass Stichwort Grundkosten auf alle Mieter gleich zu verteilen. Aber man lernt ja in jungen Jahren. :wink:

Trotzdem vielen dank, ich als Naturmensch und liebhaber würde meine Heizanlage allein mangels bedarf und Umweltschonung jetzt genauso wie du auch schon abschalten.

Gruß Micha