Gasmaske, Filterpatrone für

Schwefelwasserstoff.

Kann mir jemand sagen mit welchem Material in einer Filterpatrone H2S gefiltert wird. Bitte für einen Elektriker verständlich :wink:

Moin Grußloser,

Kann mir jemand sagen mit welchem Material in einer
Filterpatrone H2S gefiltert wird. Bitte für einen Elektriker
verständlich :wink:

üblicherweise wird mit Aktivkohle gearbeitet. Die ist teilweise speziell imprägniert; womit, das kann ich leider nicht sagen.

Verständlich genug?

Gandalf

Bei den üblichen „Verdächtigen“ hätte ich auch sofort auf Aktivkohle getippt… aber wie man mir sagte reicht Aktivkohle für eine Abscheidung kaum aus. Deshalb ja die Frage :wink:

Moin Immernochgrußloser,

aber wie man mir sagte reicht Aktivkohle
für eine Abscheidung kaum aus.

es hängt natürlich von der Konzentration ab. Wenn die zu hoch ist, bricht das Schadgas schnell durch.

In solchen Fällen ist dann Vollschutz (Pressluftatmer) angesagt.

Gandalf

Ja, dann Hallo erstmal … :wink:

Ok, muß dann als Ahnungsloser erstmal so hinnehmen. Ich dachte da wären vieleicht noch irgendwelche Metalloxide drin… aber dies ist nun wirklich nicht mein Gebiet…

Moin Andre,

Ich dachte
da wären vieleicht noch irgendwelche Metalloxide drin

der einzige Filter, von dem ich so was weiß, ist ein CO-Filter.
Da ist irgend ein Kupferverbindung drin.
Die Patrone ist allerdings deutlich größer als die üblichen.

Gandalf

Hallo Gandalf

Nur mal so zur Gedächtnisauffrischung:
In einem klassischen Filterselbstretter, wie er im Kohlebergbau verwendet wir, ist die Hauptmasse ein Oxid des Mangans -meist Braunstein, weil es billig ist. Dieses Oxid haut dem Kohlenstoffmonoxid das nötige Sauerstöffchen drauf, damit es weniger giftig wird. Calciumoxid, der 2. Bestandteil und CO2 bilden dann CaCO3 und bleiben im Filter.Folge: Der Kumpel atmet zwar weiterhin matte Wetter, aber die sind nicht mehr blutgiftig. Die Mischunng heißt -wenn ich es richtig in den kleinen grauen habe: HOPKALIT
Könnte es bei „Faule Eier Filtern“ nicht eine ähnliche Doppelreaktion geben? Ich habe noch nicht bei AUER und DRÄGER rumgeschnarcht.
Ich weiss nicht, wie man, wenn man gerade einen geistigen Erguss hier ablässt, ohne Neutippen in Wiki zum Nachschauen gehen kann.
MfG Olschi, der KS
Wenn ich mehr weiß, werde ich es allen erzählen und sie damit langöden.

Moin Olschi,

In einem klassischen Filterselbstretter, wie er im
Kohlebergbau verwendet wird,

Frage dazu:
Wie groß war dieses Ding?
Größer als eine übliche Filterpatrone?

Ich weiss nicht, wie man, wenn man gerade einen geistigen
Erguss hier ablässt, ohne Neutippen in Wiki zum Nachschauen
gehen kann.

Wenn Du Strg + n drückst, geht ein neues Fenster auf (bei Firefox und Explorer). Dort kannst Du dann eine Seite Deines Belieben aufrufen.

Gandalf

Wenn Du Strg + n drückst, geht ein neues Fenster auf (bei
Firefox und Explorer). Dort kannst Du dann eine Seite Deines
Belieben aufrufen.

Gandalf

… oder mit Strg+T ein neuer Tab.

Hallo Gandalf.
Kann man guugeln. Filterselbstretter auf einer Bergbauseite.
Ich habe verucht, meinen alten AUER(von 1980) zu fotografieren und in so einen Weitergeber zu stellen. Der hat gemault, weil die 3 Fotos mit je ca. 300k zu fett wären.
In verlötetem Originalzustand ist die Edelstahlbüchse ca. 10*12*16 cm groß.
Das Innenleben steht auf den Fotos.
Wir hatten offenbar beide recht.
Mir hatte man damals nix von CuO erzählt. Vor den hohen Temperaturen wurde ich aber zu Beginn meines Praktikums gewarnt.
Ich kann Die die Fotos von meinem Teil direkt mailen.
Aber was hat das noch mit einem H2S Filter zu tun?
Gruß vom KS

Hallo,

Schwefelwasserstoff fällt unter anorganische Gase Typ B.

Unter der folgenden Internetseite gibt ein Aktivkohle-Hersteller „Aktivkohle Typ gemäß DIN EN 141“ und zählt die verschiedenen Typen der Schadgase auf (z.B. CO fehlt).
Leider weiß ich nicht, wie ich hier einen Link einfüge, hier also als Text:

http://www.oeko-san.de/Aktivkohle.htm

Bei den meisten Typen werden wohl Aktivkohlen verwendet. Das trifft ja aber nicht für Kohlenmonoxid zu.

Grüße
Ralf

Ok, das schau ich mir gleich mal im Büro an. Danke erstmal dafür.

Ich arbeite in der Rauchgasreinigungbranche, nur halt mehr die Steuerungs- und E-Technik. So wie ich das sehe dürfte der Abscheidegrad von Aktivkohle bei Schwefelwasserstoff nicht so hoch sein das sich das lohnen würde in einer Rauchgasreinigung einzusetzen. Dazu noch Ex-Bereiche…

Trotzdem danke für die Mühen.

Moin,

So wie ich das sehe dürfte der
Abscheidegrad von Aktivkohle bei Schwefelwasserstoff nicht so
hoch sein das sich das lohnen würde in einer Rauchgasreinigung
einzusetzen.

für eine (kommerzielle) Rauchgasreinigung dürfte ein A-Kohlefilter generell zu teuer sein.
Filter im klassischen Sinn gibt es in solchen Anlagen nur für Stäube und auch da ist man bemüht kontinuierliche Abscheider wie z.B. Zyklone einzusetzen.
Das was man landläufig als Filter in solchen Anlagen bezeichnet, sind meist Absorber, bei denen mit einer chemischen Reaktion oder durch Lösen in einem Lösemittel der Schadstoff entfernt wird.

Gandalf

Da wir solche Anlagen bauen, ist mir der Aufbau und Funktion schon bekannt.

Mir geht es nur darum, mit welchem Material man H2S binden kann. Dieser Staub wird dann natürlich am Filter abgeschieden. Aktivkohle oder Herdofenkoks scheiden hier aus.

Der Kunde verbrennt erst nach dem Gewebefilter sein H2S! Was dann wieder in So2 umgewandelt wird. Das Adsorbens wird aber vor Filter eingesetzt (logischerweise) und kann mit H2S nichts anfangen.
Ich bekam dann mal so beiläufig die Aufgabe im WWW zu suchen was in den Gasmaskenpatronen zum auffangen von H2S eingesetzt wird. Was aber die Hersteller (logischerweise) nicht veröffentlichen.

Hallo AndreK09
Ich weiß nicht, ob es die Firma noch gibt: VentiOelde
Googelauch mal unter Filsorbtion.
Kombiniertes Eindüsen von Aktivkohle und Abscheidung an Taschenfiltern. Ich könnte mit vorstellen, dass auch das Eindüsen von nicht zu feinem Metallstaub was bringen könnte.
Abscheiden an Metallgittern (Hasendraht auf Haspeln), die an anderer Stelle von Eisensulfid freigewaschen werden.

Eindüsen von Silbernitratlösung und Rückgewinnung des Silbers.
Maile mich mal privat an, wenn das Problem sehr akut ist (Ich habe mal Anlagen zur thermischen Reinigung von kontaminierten Böden begutachtet)

Gruß von Olschi

Hallo,

der erste Treffer bei der Google-Suche „Aktivkohle Adsorption Schwefelwasserstoff“ führt zu

http://www.biogas-netzeinspeisung.at/technische-plan…

Hier wird von Kaliumjodid imprägnierte Aktivkohle, Kaliumcarbonat imprägnierte Aktivkohle und Kaliumpermanganat imprägnierte Aktivkohle geschrieben. Ok, das sollte Dir erst mal weiter helfen.

Vermutlich geht es hier um kleine Mengen an Schwefelwasserstoff Biogas.

Aber bei größerer Beladung mit H2S oder zur einfacheren Weiterverarbeitung des H2S kann Aktivkohle schon nicht mehr sinnvoll sein.

Chemische Prozesse werden oft so ausgelegt, dass Nebenprodukte weiter verarbeitet oder direkt verkauft werden können. Das heißt aber nicht, dass es nur einen Weg gibt, um einen Stoff abzutrennen.

Grüße

Ralf

Super!
Man muß nur wissen mit welchen Begriffen man zu suchen hat :smile:

Damit kann ich mit Sicherheit was anfangen! Danke nochmal.