Guten Morgen
Im Moment streitet ja Russland mit der Ukraine um Gaslieferungen und Russland hat den Gashahn zugedreht.
Russland versorgt auch Europa und diese Pipelines werden nach wie vor „beliefert“
Jetzt ist ja z.B. Österreich doch ein ganzes Stückchen weg von Russland und der Ukraine und das Gas wird daher wohl eine Weile brauchen bis es eingelangt ist.
Warum konnte daher bei uns fast sofort eine Reduzierung der Liefermengen festgestellt werden?
Müßte das Gas, das jetzt bei uns ankommt nicht schon vor dem 1.1. in voller Höhe auf die Reise geschickt worden sein, die Ukraine passiert haben und daher auch noch in voller Höhe hier ankommen?
Gruß
Edith
Schallgeschwindigkeit
Hallo Edith,
wenn auf der einen Seite nichts mehr reingepummpt wird, kann man auf der anderen Seite auch nichts mehr entnehmen. Das ist zwar nicht ganz richtig, aber gilt prinzipiell auch für so lange Pipelines. nicht ganz, weil
a) bei Absperrung in Russland natürlich noch eine ganze Menge gas unter Druck im Rohr selber ist
b) sich so ein Vorgang nur mit Schallgeschwindigkeit ausbreitet. Jetzt kenne ich die von Gas bei Nenndruck der Fernpipelines nicht, aber vermutlich kann man Größenordnungsmäßig mit der Luft-Schallgeschwindigkeit (~1000km/h) rechnen. Das Ergäbe dann bei einer langen Leitung (z.B. 4.000 km) :
Wenn in Russland der Gashahn abgedreht wird, wird man dass hier nach ~4h merken.
Das das Gas, was hier ankommt unter Umständen schon vor Tagen auf die Reise geschickt wurde, ist davon unabhängig. Wie lange das Gas, also ein spezielles Gasatom in der Leitung unterwegs ist, hängt nur davon ab, wieviel Gas in der Leitung ist, und wieviel entnommen wird.
Gruß
achim
Jetzt ist ja z.B. Österreich doch ein ganzes Stückchen weg von
Russland und der Ukraine und das Gas wird daher wohl eine
Weile brauchen bis es eingelangt ist.
Warum konnte daher bei uns fast sofort eine Reduzierung der
Liefermengen festgestellt werden?
Müßte das Gas, das jetzt bei uns ankommt nicht schon vor dem
1.1. in voller Höhe auf die Reise geschickt worden sein, die
Ukraine passiert haben und daher auch noch in voller Höhe hier
ankommen?
Gruß
Edith
Hi Achim
Danke schön 
Ich habs kapiert und brauche jetzt nicht mehr zu grüblen, warum die fehlenden Gasmengen aus dem weit entfernten Russland so schnell bei uns entdeckt wurden.
Irgendwie dachte ich nicht daran, daß das Gas ja nichts „festes“ ist und 1000 km daher ziemlich „schnell überwinden“ kann.
Gruß
Edith