gastroösophagealer Reflux

bei einem vier Wochen alten Säugling.

Hallo Leute,

kommt dieses Krankheitsbild öfter vor?

wie ist die weitere Prognose?

welche Behandlungsmethoden gibt es?.

Es handeltsich hier um unser Enkelkind, das in der 40. SSW spontan und augenscheinlich gesund geboren wurde. Er wurde ca. 1 1/2 Wochen gestillt, hatte in dieser Zeit kein einziges Mal normalen Stuhlgang. Deshalb wurde auf Anraten des Arztes auf "Pre-"Nahrung umgestellt. Stuhlgang immer noch schwierig, aber einigermaßen akzeptierbar. Zugenommen hat er mittlerweile über 400 Gramm.

Allerdings leidet er seit ca. 2 Wochen unter dauernden Schmerzen, ist völlig übermüdet, schläft aber trotzdem nicht, mag nicht trinken. Krümmt sich beim Trinken vor Schmerzen und biegt die Wirbelsäule dabei nach hinten durch. Ist auch zwischen der Nahrungsaufnahme (jeweils nur 20- 30 Gramm) äußerst unruhig.

Zunächst hat der Arzt (außer einem Pilz im Mund) nichts Krankhaftes feststellen könne, heute s a h er aber zufällig, wie das Kind sich beim Trinken verhält und hat dann diesen gastroösoph. Reflux diagnostiziert.

Kann hier jemand aus eigener Erfahrung berichten ??? Natürlich sind mir auch Infos von Medizinern willkommen.

Danke schon mal
Gisela

Hallo!

Als Betroffene kann ich vielleicht etwas dazu sagen, wie sich diese Beschwerden im Erwachsenenalter äußern.

Ich habe seit frühester Jugend Reflux-Beschwerden, vermutlich durch einen Zwerchfellbruch. Dass ständiges Sodbrennen unangenehm ist, kann man sich ja vorstellen. Zu vermeiden sind:

  • Alkohol, Zigaretten, Kaffee, schw. Tee (bei einem Säuigling ja kein Problem :wink:
  • säurehaltige Lebensmittel (Zitrusfrüchte, Tomaten, etc.)
  • Übergewicht
  • gebückte Tätigkeiten

Was hilft:

  • säurebindende Medikamente (hier sollte man hin und wieder den Wirkstoff wechseln)
  • fettarme Ernährung

Auf jeden Fall ist das eine Erkrankung, die man ernst nehmen sollte, denn durch den ständigen Säurereflux können Schäden an Zähnen und der Speiseröhre entstehen.

So, jetzt wünsche ich gute Besserung für Euer Kind und vielleicht meldet sich ja noch ein echter Experte, der etwas zum Thema „Reflux und Babies“ sagen kann.

Gruß,

Myriam