Gaststätte/Kneipe/Musikcafe eröffnen

Hallo !

Ich hatte schon oft die Fixe Idee, eine eigene Gaststätte zu betreiben (wer nicht …).

Wo kriegt man Infos,

  • welche Genehmigungen man braucht
  • welche regelmäßigen Kosten entstehen (Konzession, Reinigungen, TÜV (?) …)
  • welche Qualifikationen man benötigt (Mixer-Lehrgang ? Gesundheitszeugnis ?)
  • was man bei Veranstaltungen beachten muß (Band/Kleinkunst)
  • wie das mit der GEMA geht
  • sonstige Abgaben ?

Und dann werde ich mal weiter überlegen :wink:

Vielen Dank und Grüße,
Stefan.

Hi,

Ich hatte schon oft die Fixe Idee, eine eigene Gaststätte zu
betreiben (wer nicht …).

Wo kriegt man Infos,

z.B. beim Hotel und Gaststättenverband, einem Steuerberater, einem Kollegen der schon so einen Betrieb betreibt oder eben hier und von mir, ich war Geschäftführer so eines Betriebes.

  • welche Genehmigungen man braucht

Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt in dessen Bereich Dein Gewerbebetrieb angesiedelt ist. Wenn Du also in Hamburg wohnst und die Betriebsstätte in Lübeck liegt, mußt Du zum Gewerbeamt in Lübeck.

Der Gewerbeschein kostete derzeit 15 Euro, viel mehr kann das heute auch nicht sein.

Teurer ist die (beim gleichen Amt) parallel zu beantragende Schankerlaubnis. Die kostet ca. 1000 Euro. 300 wurden sofort (für die Erteilung der „vorläufigen Schankerlaubnis“, der Rest bei der endgültigen Erteilung, 3 Monate später, fällig.

In der Zeit zwischen vorläufiger- und endgültiger Schankerlaubniserteilung hast Du nämlich ein paar Dinge beizubringen:

Gewerbeschein,Steueranmeldung des zuständigen Finanzamtes, bzw. Unbedenklichkeitsbeschinigung desselben.

Die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes attestiert z. B., daß Du seitens des Finanzamtes „sauber“ bist und nicht womöglich noch Steuerschulden aus vorhergehenden Tätigkeiten vor Dir herschiebst.

Ggf brauchst Du ein Gesundheitszeugnis (kommt drauf an, ob Du selbst mit der Zubereitung von Speisen zu tun hast) und mußt die Teilnahme an einen Lehrgang für gastronomische Betriebsführung vorlegen.

Diesen kann man (gegen Gebühr) beim Gewerbeamt machen, dauert 2x 4 Stunden, nagel mich nicht fest, ich weiß es nicht mehr genau und kostet ca. 30 Euronen.

  • welche regelmäßigen Kosten entstehen (Konzession,
    Reinigungen, TÜV (?) …)

Zunächst ist da wohl die Pacht, wenn der Laden nicht Dein Eigentum ist.

Konzession zahlst Du nur einmalig, wie oben beschrieben. Dann kommen laufend die Leitungsreinigung (Pflicht) von einem authorisiertem Fachbetrieb dazu. Bei uns waren das alle 14 Tage 50 Euro, kommt wohl drauf an, wieviele Bierleitungen man so hat.

Hinzu kommen die Pflichtbeiträge zur Berufsgenossenschaft, abhängig von der Anzahl der im Betrieb tätigen Personen, also auch Du und vielleicht die Freundin oder Frau, auch wenn sie keinen Lohn oder Gehalt bekommen, bei uns waren das knapp 200 Euro im Jahr.

Sowie Du einen Fernseher und/oder Radio und/oder Musikveranstaltungen in Deinem Betrieb laufen hast, wird Gema fällig, Für FS und Radio auch GEZ. Man kann sich mit denen auch auf Pauschalen einigen.

Dann lebst Du mit Löhnen und Gehältern und den Arbeitgeberanteilen zu Sozialversicherung für diese.

Letztlich kosten Dich „gelbe Zettel“ auch Geld, da Du die fehlenden Mitarbeiter mit Aushilfen ersetzen mußt, die zusätzlich Lohn kosten.

Du solltest keinesfalls Energiekosten unterschätzen, wir lagen ohne Heizung bei 1000 Euro im Monat nur für Strom und Gas.

Und da Du mit der Gewerbeanmeldung auch diesem komischen Verein beigetreten bist, der sich Finanzamt nennt, hast Du monatlich die üblichen Abgaben wie Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Einkommensteur zu leisten.

Gewerbesteuer und Einkommensteuer fallen im ersten Jahr insofern nicht an, da man erstmal feststellen muß, wievie Du mit Deinem Laden verdienst, es kann aber nicht schaden hierfür Rückladen zu bilden.

  • welche Qualifikationen man benötigt (Mixer-Lehrgang ?
    Gesundheitszeugnis ?)

Beides keine Pflicht, kann aber nicht schaden. Oder aber Du kochst selbst, dann mußt Du natürlich ein Gesundheitszeugnis haben. Kostet glaube ich 20 Euro.

  • was man bei Veranstaltungen beachten muß (Band/Kleinkunst)

Den Preis. Auch die kleinen Künstler kosten Geld. Rechne pro Kopf mit mind. 50 Euro die Stunde. Gema dafür kommt dann noch dazu, die zahlst Du, nicht der Künstler.

  • wie das mit der GEMA geht

Du meldest die Geräte und jede Veranstaltung an und bekommst von der Gema die Rechnung. Für Geräte wird obendrein noch GEZ fällig.

  • sonstige Abgaben ?

mir fallen derzeit keine weiteren ein. Aber es sind auch so genügend.
Wenn ich mir überleg, daß unser Laden 20 Tische plus Thresen hatte, gut 200 qm groß war, Chef und Chefin mitgearbeitet haben und 1 Koch, 1 Kellner in Anstellung plus 1 Aushilfe beschäftigt waren, hatten wir jeden Monat 10.000 Euro feste Kosten um den Laden überhaupt nur öffnen zu können. Da hat man noch nicht für einen Cent Ware eingekauft, weder Getränke, noch für die Küche.

Hinzu kommt, daß Du so einen Betrieb zunächst ja auch ausstatten mußt. Du brauchst also erstmal die Geschäftsausstattung, sprich Möbel, Tische und Gestühl, Thresen, Bier-Schankanlage, Postmixschankanlage für Cola und Co., Kaffemaschine und Musikanlage und ggf. eine komplette Kücheneinrichtung. Da kommen schnell 100.000 Euro zusammen wenn man überlegt, daß eine gute Kaffemaschine allein zwischen 7 und 10 TSD Euro kostet.

Wenn ein Vorgänger vorhanden war, will der Geld für den Geschäftswert.

Und Du brauchst einen Warenanfangsbestand. Da verguckt man sich, was allein an Spirituosen zunächst so eingekauft werden muß. Hinzu kommen die verschiedenen Sorten Bier, daß in Fässern zu 50 L eingekauft werden muß, und das Grundsortiment für die Küche. Das ist auch schnell mehr als nur ein Tausender weg.

Du mußt auch überlegen, ob Du „fei“ oder „brauereigebunden“ arbeiten willst/kannst.

Du solltest 100.000 Euro im Rücken haben, sonst wird es eng oder (finaziert) eben sehr teuer.

Und dann werde ich mal weiter überlegen :wink:

Ich wünsch Dir jedenfalls viel Glück,

Gruß,
Gerhard

Hallo Stefan,
die meisten Fragen sind ja schon beantwortet. Ich hoffe, Du hast Dir das auch gut überlegt, weil die meisten Kneipen/Restaurants/… innerhalb des ersten Jahres wieder dicht machen. Und das liegt meistens an der Unwissenheit oder Blauäugigkeit der Betreiber. Also ohne Gastro-Erfahrung würde ich es lassen.
Grüße
Almut

Ist das nicht gelungen, macht er in Versicherungen
Deshalb erkundigt er sich ja auch vorher.
Aber ganz ohne Erfahrung und verbrennbarem Kapital ist das wirklich nicht mit grossen Erfolgsaussichten gekrönt.
Allerdings, jeder fängt mal an …

die haste vergessen …

  • sonstige Abgaben ?

mir fallen derzeit keine weiteren ein. Aber es sind auch so
genügend.

Du hast die Pflichtmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer noch vergessen.

Die grössten Verfechter der freien Marktwirtschaft leben nämlich auch ganz gut aus Pflichtbeiträgen!

Hi,

Du hast die Pflichtmitgliedschaft in der Industrie- und
Handelskammer noch vergessen.

stimmt. Und jetzt, wo Du es sagst, fällt mir auch wieder ein, daß die gesetzlich vorgeschriebene Unterrichtung für angehende Gastronomen über branchenrelevante Vorschriften und Hygieneregeln auch dort stattfand und nicht, wie fälschlicherweiese von mir mitgeteilt, beim Ordnungsamt.

Man erhält dann die IHK-Bescheinigung über den Besuch der Unterrichtung und diese ist Voraussetzung zur Erlangung der Gaststättenkonzession durch das Ordnungsamt. Da hatte ich was verwuchselt :smile:. Und insofern ist man diesem Verein dann schon beigetreten, bevor der neue Laden überhaupt eröffnet hat.

Dennoch. Mal eben so „auf die Schnelle“ ne Kneipe aufmachen fällt aus wegen is nich. Und es ist wohl auch nicht mehr „das schnelle Geld“ was damit verdient wird.

Und selbst wenn man auf Erspartes zurückgreifen kann, sollte es ein wohl überlegter Schritt sein, ob man in eine derartig unsichere Selbstständigkeit überhaupt investieren möchte. Denn ob der Laden läuft, weiß man ja meist erst hinterher. Und läuft er nicht, ist die Kohle einfach nur weg und kann dann nur noch unter der Rubrik „Erfahrung“ verbucht werden.

Gruß,
Gerhard

Bitte nicht immer mit der IHK argumentieren
Hi,

Du hast die Pflichtmitgliedschaft in der Industrie- und
Handelskammer noch vergessen.

Soweit richtig.

Die grössten Verfechter der freien Marktwirtschaft leben
nämlich auch ganz gut aus Pflichtbeiträgen!

Auszug aus der Beitragsatzung der IHK zu Lübeck:

a) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, bis einschließlich 15.340,00 €, soweit nicht die Befreiung nach Ziff. II greift 46,00 €

b) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, von mehr als 15.340,00 € bis einschließlich 36.000,00 € 81,00 €

c) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, von mehr als 36.000,00 € bis einschließlich 77.000,00 € 153,00 €

d) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, von mehr als 77.000,00 € bis einschließlich 128.000,00 € 332,00 €

e) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, von über 128.000,00 € 511,00 €

Nehmen wir mal Absatz c. Das sind 12,75 EURO monatlicher Beitrag. Mir fallen da noch ganz andere monatliche Kosten ein, die deutlich höher sind als diese Beiträge.

Worüber reden wir hier?

mfg Ulrich

Nehmen wir mal Absatz c. Das sind 12,75 EURO monatlicher
Beitrag. Mir fallen da noch ganz andere monatliche Kosten ein,
die deutlich höher sind als diese Beiträge.

Worüber reden wir hier?

mfg Ulrich

Worüber wir hier reden? Darüber, dass ich nicht entscheiden kann, ob ich den Verein will, oder nicht!!! Mir geht es nicht um den Beitrag an sich, aber der Verein macht Politik und Lobbyarbeit, die nicht in meinem Interesse ist. Und von daher würde ich mir hier

a) einen Wettbewerb wünschen
so dass ich mir wenigstens aussuchen kann, welcher Kammer ich beitrete

b) eine unpolitische Ausrichtung wünschen
so dass ich nicht eine neoliberale Presseschleuder finanzieren muss

Weiterhin haben die IHKammern auf einige Berufszugänge ein Monopol, dass ich nur mit einem Studium oder ähnlichem zeitaufwendigem Aufwand umgehen kann. Das erinnert mich teilweise an die Stände im Mittelalter.

Aber das wäre wenn ein anderer Thread …

Locker bleiben
Hi,

Worüber wir hier reden? Darüber, dass ich nicht entscheiden
kann, ob ich den Verein will, oder nicht!!! Mir geht es nicht
um den Beitrag an sich, aber der Verein macht Politik und
Lobbyarbeit, die nicht in meinem Interesse ist.

Das ist kein Verein, sondern eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Das sind Privatleute, die gesetzliche Aufgaben erfüllen.
Es mag dir passen oder nicht, aber es ist so.

Wenns dir nicht gefällt, dann engagiere dich. Ein anderer Verein würde das Problem nur verschieben.

Weiterhin haben die IHKammern auf einige Berufszugänge ein
Monopol,

IIRC sind das staatliche Vorgaben. Die Handwerkskammern oder die IHK sind nur die „Erfüllungsgehilfen“.

Das erinnert mich teilweise an die Stände im Mittelalter.

Du bellst vor dem falschen Baum. Das Problem der Freiberufler vs. Gewerbetreibender ist bekannt. Aber welcher Politiker möchte das angehen?

a) einen Wettbewerb wünschen
so dass ich mir wenigstens aussuchen kann, welcher Kammer ich
beitrete

Das bringt genau was?

b) eine unpolitische Ausrichtung wünschen
so dass ich nicht eine neoliberale Presseschleuder finanzieren
muss

Das würde bei einer anderen Institution nicht geschehen?

mfg Ulrich

Das ist kein Verein, sondern eine Körperschaft des
öffentlichen Rechts. Das sind Privatleute, die gesetzliche
Aufgaben erfüllen.
Es mag dir passen oder nicht, aber es ist so.

umso schlimmer!
Abgesehen davon haben diese Privatleute einige Angestellte.

a) einen Wettbewerb wünschen
so dass ich mir wenigstens aussuchen kann, welcher Kammer ich
beitrete

Das bringt genau was?

Warum haben wir denn einen Krankenkassenwettbewerb?
Damit ich mir aussuchen kann, wer mich mit seiner Leistung besser überzeugt für meinen Pflichtbeitrag

b) eine unpolitische Ausrichtung wünschen
so dass ich nicht eine neoliberale Presseschleuder finanzieren
muss

Das würde bei einer anderen Institution nicht geschehen?

Ich würde mir bei Wettbewerb zumindest die aussuchen, die mir noch am genehmsten wäre!

Hi,

umso schlimmer!

daß du überhaupt keine Ahnung hast, worum es eigentlich geht:
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperschaft_des_%…

Abgesehen davon haben diese Privatleute einige Angestellte.

*gröhl*

Die haben sogar noch viel mehr.
Sie haben evtl. Dienstherrenfähigkeit (d.h. sie können Beamte ernennen), Satzungshoheit (Rechtsetzungsbefugnisse für die ihrer Hoheitsgewalt Unterworfenen), Abgabenhoheit (sie können öffentlich-rechtliche Steuern, Beiträge und Gebühren erheben) usw.

Warum haben wir denn einen Krankenkassenwettbewerb?
Damit ich mir aussuchen kann, wer mich mit seiner Leistung
besser überzeugt für meinen Pflichtbeitrag

Wenn du jetzt schon nicht erkennen kannst, welche Aufgaben eine IHK hat (im Gegensatz zu einer KK), dann frage ich ich, wie du das in einem Wettbewerb erkennen möchtest.
http://de.wikipedia.org/wiki/Industrie-_und_Handelsk…

Was genau erwartest du also von _deiner_ IHK?

Ich würde mir bei Wettbewerb zumindest die aussuchen, die mir
noch am genehmsten wäre!

Nochmals zum Mitmeißeln:
Krankenkassen sind zum Teil rein privatwirtschaftliche Unternehmen, die, wie in vielen anderen Bereichen auch, per Gesetz reglementiert werden.

Ein Wettbewerb ist recht schwierig, da die Leistungen einer IHK eher regional begrenzt sind. Aber wie wärs mal mit rein privatwirtschaftlichem Auftreten? Die MHK (MicroSoft Handelskammer) sorgt dafür, daß …

Damit wir uns nicht mißverstehen: Ich kann auch nicht immer nachvollziehen, wie eine IHK nun genau für _mich_ sorgt. Aber ich kann ebenfalls nicht den Beweis antreten, daß es mir besser/schlechter ginge, wäre sie nicht vorhanden.

mfg Ulrich

ps: deine ViKa steht irgendwie im Widerspruch zu deiner Unkenntnis.

übrigens - locker bleiben !!!

daß du überhaupt keine Ahnung hast, worum es eigentlich geht:
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperschaft_des_%…

selber keine ahnung - aber dazu später ;o)
btw - ich hab vor der ihk zwei berufsprüfungen erfolgreich abgelegt, die struktur www.meineregion.ihk.de ist mir wohlbekannt und im erweiterten freundeskreis gibt es einen gf einer ihk …

Sie haben evtl. Dienstherrenfähigkeit (d.h. sie können Beamte
ernennen), Satzungshoheit (Rechtsetzungsbefugnisse für die
ihrer Hoheitsgewalt Unterworfenen), Abgabenhoheit (sie können
öffentlich-rechtliche Steuern, Beiträge und Gebühren erheben)

umsomehr sollten sie sich absolut politisch neutral geben !!!

Wenn du jetzt schon nicht erkennen kannst, welche Aufgaben
eine IHK hat (im Gegensatz zu einer KK), dann frage ich ich,

mag sein, dass ich das nicht erkenne. allerdings erkenn ich, welche aufgaben eine ihk definitiv nicht hat: politik zu machen!!!

Was genau erwartest du also von _deiner_ IHK?

politsche neutralität!!!

Ein Wettbewerb ist recht schwierig, da die Leistungen einer
IHK eher regional begrenzt sind.

warum eigentlich??? ich habe meine kunden heute doch auch nicht regional, meine zulieferer nicht und und und
allerdings hiesse das mal wieder, die länderhoheit zu überwinden …

privatwirtschaftlichem Auftreten? Die MHK (MicroSoft
Handelskammer) sorgt dafür, daß …

???

ps: deine ViKa steht irgendwie im Widerspruch zu deiner
Unkenntnis.

ehrlich? dann schau doch mal in deine visitenkarte in die richtige seite, mach ein bisschen die augen auf, und du wirst feststellen, dass genau das, was bei mir steht, bei dir auch steht!!! herrlich …

p.s.: meine gewerbeanmeldung bei der kommune zahle ich auch einen pflichtbeitrag, und wenn ich nur 5 km umziehe, dann zahle ich fürs an- und abmelden gleich doppelt. allerdings machen diese keine politik mit meinem geld …

Hi tin-tin,

bevor wir uns jetzt völlig sinnlos zerstreiten:

Nenne mir mal bitte ein konkretes Beispiel aus dem Leben deiner IHK, aus dem ich erkennen kann, daß sie nicht politisch neutral war, wo sie es hätte sein müssen/sollen.

Mal davon abgesehen:
Das Kammersystem (und auch das Thema gewerblich/freiberuflich) gehört auf einen anständigen Prüfstand und ist in meinen Augen so nicht mehr zeitgemäß.
Das ist eine Aufgabe für die Politiker in Berlin. Wobei ich den Einfluß der Lobbyisten der Kammern nicht abschätzen, aber dennoch vermuten kann, daß er sehr groß ist.

Ob ich mir dann immer noch eine IHK aussuchen kann oder nicht, spielt für mich eine völlig zweitrangige Rolle.

mfg Ulrich

Letztlich kosten Dich „gelbe Zettel“ auch Geld, da Du die
fehlenden Mitarbeiter mit Aushilfen ersetzen mußt, die
zusätzlich Lohn kosten.

Wenn ich nur mit Aushilfen arbeite nicht, oder?
Denn die bekommen nur Geld, wenn 'se auch gearbeitet haben!

  • wie das mit der GEMA geht

Wieviel ist das ca., bei Musik zu 99% aus’m CD-Player?

Wenn ich mir überleg, daß unser Laden 20 Tische plus Thresen
hatte, gut 200 qm groß war, Chef und Chefin mitgearbeitet
haben und 1 Koch, 1 Kellner in Anstellung plus 1 Aushilfe
beschäftigt waren, hatten wir jeden Monat 10.000 Euro feste
Kosten um den Laden überhaupt nur öffnen zu können. Da hat man
noch nicht für einen Cent Ware eingekauft, weder Getränke,
noch für die Küche.

Hinzu kommt, daß Du so einen Betrieb zunächst ja auch
ausstatten mußt. Du brauchst also erstmal die
Geschäftsausstattung, sprich Möbel, Tische und Gestühl,
Thresen, Bier-Schankanlage, Postmixschankanlage für Cola und
Co., Kaffemaschine und Musikanlage und ggf. eine komplette
Kücheneinrichtung. Da kommen schnell 100.000 Euro zusammen
wenn man überlegt, daß eine gute Kaffemaschine allein zwischen
7 und 10 TSD Euro kostet.

Nur Flaschenbier, einfachste aber orginelle Ausstattung,
Kaffeemaschine für 25 Euronen, zum Essen nur kl. Snacks
(Bagett vom kl. Tischgrill, Hausgemachte Buletten, etc.),
Cola auch aus der Flasche, u.s.w.
Klar is’ ein ganz anderes Konzept als eine „gepflegte
Gastronomie“.
Bei meinem Vorschlag ist dabei noch mehr die Standortfrage
von Bedeutung.
Ich kenne solche Cafe’s, Kneipen und (illegale)
Clubs aus Berlin. Für mich und viele andere waren das
genau die richtigen Orte für die besten Abende/Nächte.
Dann kommt es natürlich noch auf die Stadtpolitik an,
ob vor Ort eher ein „Leben und Leben lassen“ oder ein
Paragraphen-Dschungel vorherrscht.
Aus meiner Heimatstadt mit ca. 100 000 Einwohnern
kenne ich eine Gruppe von Leuten, die einmal eine
ehemalige, billige „Erotic-Bar“ zu für 100 Tage
zu einem House-Club umfunktionierten. Hieß auch:
„100 Tage Bar“, war der Kracher in der Szeene
(meist am Wochenende) und hat nach ca. 100 tagen
wieder dicht gemacht.
Später haben sie das gleiche aus einem ehemaligen
grieschichen Restaurant gemacht. War aber einfach zu groß
der Laden, für die rel. kleine House-Szeene.
Aus der „Ami-Disse“ von oben drüber hat sich dann immer
das falsche Volk in den Club verirrt.
Lohnte sich nach kurzer Zeit nicht mehr und wurde
dann auch wieder dicht gemacht.
Die gleichen Leute machen heute eine Art Veranstaltungs-
Reihe mit hauseigenen DJs und einer Disse in einer
alten Lagerhalle. Soll alles wunderbar laufen.
Glaube nicht, dass die sich eine goldene Nase verdienen,
aber die Köpfe können mit Sicherheit davon leben.

Ich denke auch, dass der unbedingte Wille etwas im
kulturellen Bereich zu machen, also voll dahinter stehen und
nicht zuerst das $$$$$$$$$$$$ zu sehen,
eine Dynamik schafft, die mitreißt und Unterstützung
findet.
Dass alles gut überlegt, geplant werden muss, und auch
keine Schulden gemacht werden sollen ist selbstverständlich.

Grüße,
Erik