Hallo liebe wer-weiss-was-Leser und Experten
Mich interessiert, ob unser Gasverbrauch durchschnittlich ist, oder komplett aus dem Rahmen fällt. Zum Sachverhalt:
Wir bewohnen eine Doppelhaushälfte von ca. 130 m² (BJ ca. 1950). Heizung und Warmwasser laufen über eine in 2003 eingebaute Gastherme (die Umstellung auf Warmwasser erfolgte erst in 2006). Wir haben das Haus hier in 2006 gemietet (Januar Abschluss des Mietvertrages). Im Juni 2006 haben wir das Haus in einem völlig verschimmelten Zustand übergeben bekommen. Schimmelpilz-Sanierung hat stattgefunden. Ein Bautrockner und 2 Klimageräte waren danach für 20 Tage im Einsatz. Im Anschluss daran hatten wir ein massiv feuchtes Haus.
Wir sind 2 Erw. + 2 Ki. (14+16). Wir richten uns im Heiz- und Lüftverhalten an die Leitlinien des Umweltbundesamtes. Flur und Schlafzimmer haben wir auf max. 18°C beheizt, Wohnzimmer auf 21/22°C, Bad 22-24°C.
Bei der Gasjahresabrechnung ist uns nun das Gesicht nach hinten geschlagen. Für 2007 hatten wir einen Jahresverbrauch von 29.800 kw mit Brottojahreskonsten von knapp über 2.000 €.
Ist das so in Ordnung?
Lieben Dank für viele Einschätzungen!
Lunajane
Hallo Lunajane,
Das geht schon in Ordnung. Man rechnet so 20 bis 23 KWh pro Quadratmeter im Monat. Ihr liegt bei 19,1. Nur mal zum Vergleich: bis zum Jahr 2000 bezahlte man im Schnitt brutto 0,06 DM/KWh. Jetzt bezahlt man ca 0,08 €/KWh.
Ich habe desshalb im Sommer 2000 eine Solaranlage ca. 10qm Solarfläche installiert. Von Mai bis September kann somit der Gaskessel ausgeschaltet werden. Wirklich ausschalten und nicht auf Automatikbetrieb laufen lassen, denn die Anlage verbraucht auch im Sommer eine Menge Gas und Elektroenergie. Ein Jahr später habe ich noch einen Feststoffkessel installiert. Wurde so geschaltet, dass der Gasbrennwertkessel nur heizt, wenn der Feststoffkessel nicht in Betrieb ist. 2004 habe ich den Brennwertkessel ganz abgeschaltet. Der Feststoffkessel verbraucht nun jährlich 40 Festmeter Holz. Er versorgt damit 2 Wohnungen. Lohnt sich auch nur bei Selbstwerbung. Da liegt der Preis bei ca 3 bis 8 € pro Festmeter. Also max 500€ Heizkosten für 2 Wohnungen im Jahr. Dabei sind Abschreibung und Kosten für Geräte und Fahrzeuge(bei mir). Die Arbeitszeit für die Holzaufbereitung musst Du mit den Fitnessstudiostunden (50 Euro/Monat) verrechnen. Damit machst Du mit Heizen sogar Gewinn (War nur ein Spaß).
Will damit sagen: man sollte sich nicht auf einen Energielieferanten festlegen, sie wollen nur Dein Bestes - Dein Geld. Heizen mit Elektroenergie, Heizöl oder Gas ist momentan teuer wie nie zuvor. Es ist auch nicht abzusehen ob, oder wann es günstiger wird. Um dieser Preisspirale ein Ende zu setzen ist es halt güstig auf Solar, gekoppelt mit Wärmepumpe und Holzkamin(verbunden mit dem Heizkreislauf)umzusteigen… Diese Variante würde ich jeden Häuslebauer empfehlen! Natürlich müssen auch die örtlichen Bedingungen mitspielen.
Ich würde jetzt auch so viel wie ihr an den Gasversorger bezahlen, aber durch die oben genannten Aktivitäten zahle ich für 2 Monate 4 Euronen(Zählergebühr).
Gruß Bernd
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Morgen!
Bei der Gasjahresabrechnung ist uns nun das Gesicht nach
hinten geschlagen. Für 2007 hatten wir einen Jahresverbrauch
von 29.800 kw mit Brottojahreskonsten von knapp über 2.000 €.
Ist das so in Ordnung?
Für ein Haus von 1950 ist das sogar recht gut, ich nehme mal an
Isolierverglasung wurde schon nachträglich eingebaut sonst müßte es
noch teurer sein.
Gruß
Stefan