Hallo,
in einem Netzwerk (2003 Server, XP Clients, DSL-Router direkt am Switch, kein DHCP) wurde eine IP des Gateways verfälscht. Der Auslöser: Eigentlich sollte dieser PC keinen Internet Zugang haben, ich benötigte ihn aber temporär.
Ich habe also die ursprünglich nicht eingegebene IP des Gateways eingesetzt, mir die benötigten Daten herunter geladen und nachher wieder die IP des Gateways gelöscht. Nun meinte aber der Inhaber, das wäre doch sinnvoll, dem PC doch Internetzugang zu gewähren, also habe ich eben schnell die IP wieder eingetippt.
„198.162.2.1“
Nicht ausprobiert (Schande über mich), Rechner aus, ab nach Hause.
Dumm gelaufen.
Nun aber meine Frage: Am nächsten Tag soll der PC nun teilweise keine Dateien mehr vom Server bekommen haben. Es ging dabei um einzelne xls / doc Dateien, bei denen der Zugriff minutenlang dauerte, teilweise dann aber auch sofort klappte. Nach Änderung meines Fehlers klappte es dann wieder sofort.
Wie kam das? Wieso will der PC über das Gateway (was er unter dieser IP ja nicht finden konnte), wenn er vom Server eine Datei laden sollte? Und wieso klappte es dann teilweise nach Minuten des Wartens, dann aber wieder direkt in Millisekunden?
Wie kam das? Wieso will der PC über das Gateway (was er unter
dieser IP ja nicht finden konnte), wenn er vom Server eine
Datei laden sollte? Und wieso klappte es dann teilweise nach
Minuten des Wartens, dann aber wieder direkt in Millisekunden?
Klingt nach einem DNS Problem, der Client kann die Adresse des Servers nicht auflösen bzw. versucht sie erst über das Gateway (Internet) zu finden.
Läuft auf dem 2003er Server ein Active Directory oder zumindest ein DNS Server?
Wie kam das? Wieso will der PC über das Gateway (was er unter
dieser IP ja nicht finden konnte), wenn er vom Server eine
Datei laden sollte? Und wieso klappte es dann teilweise nach
Minuten des Wartens, dann aber wieder direkt in Millisekunden?
Klingt nach einem DNS Problem, der Client kann die Adresse des
Servers nicht auflösen bzw. versucht sie erst über das Gateway
(Internet) zu finden.
Sollte es dann nicht auch ihne einen Gateway Eintrag Probleme geben?
Ich finde das Ganze einfach nur unverständlich, zumal mein Fipptehler nun einen Netzwerktechniker einen Tag lang mit der Fehlersuche beschäftigt haben soll.
Läuft auf dem 2003er Server ein Active Directory oder
zumindest ein DNS Server?
Tja, da verabschiedet sich mein Wissen.
Ich habe heute mit einem Netzwerker einer anderen Firma gesprochen, der hält das Ganze auch für nicht erklärbar.
Hallo,
ich würde mal nachschauen, ob vielleicht mehrere DNS oder Gateway Adressen angegeben sind. Wie schon mein Vorredner gesagt hat, hört sich ganz nach einem DNS Fehler an.
Ich würde mal ipconfig /flushdns und dann ipconfig /registerdns versuchen. Noch besser ist aber eigentlich, man geht in die Netzwerkverbindung und sagt Verbindung reparieren. Dann löscht er den ARP Cache gleich mit.
Ich habe heute mit einem Netzwerker einer anderen Firma
gesprochen, der hält das Ganze auch für nicht erklärbar.
Aha?
Komisch, ich hab schon ganze Netzwerke mit eben diesem Problem gesehen (unter anderen unser eigenes). Es ist definitiv ein DNS-Problem. Auch Windows macht so eine Art DNS-Auflösung, um andere Rechner, besonders den Server, zu finden.
Wenn man nun das normale Gateway bzw. die vom Provider verteilten DNS-Server benutzt (was eigentlich immer der Fall ist, wenn man einen herkömmlichen Router ohne Anpassungen als DHCP-Server ins Netz hängt), dann geht das ins Leere.
Abhilfe: die vom Provider zugeteilten DNS-Server aufschreiben (und möglichst noch ein paar mehr, Listen spuckt dir Googel ohne Ende aus, kleiner Tipp: die DNS-Server von Arcor kann jeder benutzen und sie antworten um Längen schneller als beispielsweise die Schnecken-Server der Telekom - aber auch Open DNS kann man dabei gleich einführen).
Dann latscht man zu seinem Server, aktiviert dort den DNS-Server-Dienst (und stellt ihn natürlich auch gleich auf automatischen Start), trägt die ganzen DNS-Server in die TCP/IP-Einstellungen der LAN-Verbindung ein, besorgt sich evtl. noch einen Patch, der den Cache für DNS-Adressen vergrößert, latscht dann wieder zu seinem Router und trägt dort die IP-Adresse des Servers als primären DNS-Server ein.
Ab dann funktioniert alles mit ordentlicher Geschwindigkeit und es hat den nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt, das die hosts-Datei auf dem Server auf einmal für’s ganze Haus gilt - womit man die lästigsten Titten-, Werbe- und sonstigen Nerv-Seiten mit wenigen Handgriffen sperren kann.