Moin,
Nichts weiter als ein rhetorischer Trick, um den
dümmeren 5% der Leserschaft einzureden, daß darüber ja
eh nicht mehr diskutiert werden muß.
Das kann ich leicht wiederlegen: Diskutieren wir darüber!
Wir sind ja schon dabei, widerlegt ist es damit nicht. Es
zeigt nur, daß Du Deine Absichten geändert hast.
Meine Absichten standen von Anfang an fest und haben sich auch nicht geändert (siehe andere Antworten). Im Gegensatz zu Dir bin ich ja auch konkret geworden und habe meine Einschätzung genau begründet, warum ich Gattaca als kein realstisches Zukunftsbild ansehe. Also streite gefälligst nicht ab, daß ICH meinem Diskussionsbeitrag nachgekommen bin.
Falsch, es geht nicht darum, ob andere Leute meiner Meinung
sind. Was ich gerne möchte, ist, daß die Leute OBJEKTIV mit
dem Thema Gentechnik umgehen.
Ja, aber wer entscheidet darüber, was objektiv ist? Du
scheinst andere Kriterien nicht gut in Dein Gedankenbild
einbauen zu können, zB. nicht-technische Argumente.
Wenn es denn mal Argumente wären und nicht nur wilde Behauptungen!
Du
behauptet, daß Bauchgefühle keinen Platz in der Diskussion
haben. Ich finde das anmaßend und behaupte, daß man erst am
Ende weiß, welche Argumente die richtigen oder besten waren.
Ich möchte nochmal betonen, daß ich nicht behaupte, daß
technische/naturwissenschaftliche Argumente keine Rolle
spielen, ja noch nichtmal, daß sie eine kleinere Rolle
spielen.
O.K.
Ich wünschte mir halt nur, sie würden in der Meinungsbildung der Menschen auch das ihnen zukommende Gewicht erhalten und nicht so leicht durch die unselige Stimmungsmache, die in der Gentech-Diskussion drin ist, überlagert werden.
Daß sie unrecht haben, ist eh klar,
Also einiges, was so geäußert wurde/wird, macht nun echt nicht
den Anschein einer ausgereiften Überlegung.
Na super, was denn?
Da hast du ein paar Beispiele der Dinge, die mir die Haare zu Berge stehen lassen (willst du mehr, dann geh mir in eine beliebige Gentechnik-Diskussion, und ich werd dich auf jedes weitere aufmerksam machen):
-
Hab ich an anderer Stelle ausführlicher beschrieben: das mit den Computern, die das Genotyp-Phänotyp-Übergangsproblem lösen können sollen.
-
Wie schnell sich die Menschen Vorstellung eines fiktiven Films zu eigen machen, weil es so schön in ihr Bild von der „bösen Gentechnik“ paßt.
-
Wenn Leute erzählen, Gentechnik berge die Gefahr des „Endes der Welt“.
Da bin ich völlig d’accord. Hoffentlich erkennst Du, daß man
dieses Thema nicht annähernd erfassen kann, wenn man nur
technisch/wissenschaftlich argumentiert.
Bestimmt gehören auch noch andere Aspekte dazu, z. B. ethische.
Aber eins ist klar: OHNE eine technisch/wissenschaftliche Betrachtungsweise kann man technisch/wissenschaftliche Fragestellungen wie die, die die Gentechnik aufwirft, GAR NICHT erfassen. Und genau diese klammern die Bauchentscheider aus.
- Argumente lieferst Du, wenn überhaupt, dann erst, wenn man
Dich darauf anspricht.
Ich kann auch nicht alles auf einmal schreiben! Statt in
meinem ersten Statement meine Argumente explitzit auf 5 Seiten
auszubreiten ziehe ich es eben vor, auf konkrete Reaktionen zu
warten, und dann dazu die dazugehörigen Argumente zu bringen.
Das wäre ja OK, wenn Du die Qualität des Films zum Thema
gemacht hättest. Diese war für Dich aber schon nicht mehr
diskutabel, ohne daß Du dafür Argumente genannt hättest.
Es ging mir auch nicht um die Qualität des Films, sondern um die Qualität der Äußerungen, die ich sowohl in der anschließenden Diskussion alsauch in anderen Diskukssionen seit Jahren höre.
Was meine Nennung von Argumenten angeht, so habe ich inzwischen doch eine ganze Reihe davon angeführt, um die von mir gemachten Äußerungen zu begründen.
Du hast allerdings nicht dazu Stellung genommen, daß jede
Technik von Menschen angewendet wird. Die können
Gentests auch dazu benutzen, um zu beweisen, daß der Amazonas
ein Seitenarm der Elbe ist. Historisches Material dazu findest
Du (außer an der offensichtlichen Stelle) beim
Schwarzenwahlrecht in den USA.
Kann doch wohl nur ein Scherz sein. Oder meinst Du es doch
ernst?
Sag mal, bist Du ein Fake? Fragst Du mich, ob ich glaube oder
beweisen will, daß der Amazonas ein Seitenarm der Elbe ist?
Jetzt sei nicht gleich beleidigt, immerhin hast Du ja auch die Gentechnik in einen Zusammenhang mit dem Weltuntergang gerückt. Da braucht es dich doch nicht zu wundern, wenn ich dir auch noch ein paar andere Sachen zutraue.
Gentechnik unterscheidet sich, was soziale Konsequenzen
angeht, nicht grundsätzlich von anderen, älteren
Technologien. Die wurden (und werden) mißbraucht, um
politische Interessen durchzusetzen.
Das ist doch mal wieder so ein allgemeines Geschwafel. Ich überspitze es jetzt mal: Weil man sich am Lagerfeuer (das sei jetzt mal eine deiner älteren Technologien) die Finger verbrennt, muß man mit der Gentechnik vorsichtig sein.
Wenn Du mal einen dieser großen Mißbrauchsgefahren KONKRET benennen würdest, würde ich ja gern drüber diskutieren, aber das kannst du ja nicht. Also spar Dir doch bitte dieses allgemeine Gerede.
Wenn Du damit allerdings nur sagen willst, daß jede Technik
auch mißbraucht werden kann, stimme ich Dir voll zu. Ist aber
keine neue Erkenntnis.
Für mich sicher nicht. Genau davon handelt Gattaca.
Nur daß der Mißbrauch UNREALISTISCH ist, weil er von biologischen Grundgegebenheiten* ausgeht, die falsch sind
(würde er das wirklich mögliche darstellen, wäre er vermutlich zu langweilig als das jemand reingeht).
Damit mir nicht wieder vorgeworfen wird, ich würde die Argumente nicht nennen (auch wenn ich dabei wiederholen muß, was ich an anderer Stelle schon geschrieben habe):
Im Film vernachläsigte „biologische Grundgegebenheiten“ wären z.B.:
- Die überschätzung des Ausmaßes, inwieweit Gene den Lebenserfolg eines Menschen determinieren
- die absolut riesige Komplexität biolgischer Systeme, die es verunmöglichcht aus der DNA-Sequenz viel mehr als die Prädispositionen für best. Krankheiten herauszulesen, aber schon gar nicht kompliziertere menschliche Merkmale (wie z.B. kognitive Intelligenz)
(war übrigens auch nicht von 'nem Biotech-Unternehmen, sondern
einem „Zentrum für Ethik in Biowissenschaften“)
Wie finanziert sich das? Im Zweifelsfall genauso wie die CDU.
Das ist ja nun wohl echt etwas zu einfach, jede Gegenmeinung
als eigennützig zu diskreditieren. Ob sich jemand objekiv zu
einem Thema äußert, kann man sehr gut erkennen.
Gelächter. Das kann man sozusagen objektiv erkennen, ja? Also
sind wir wieder am Anfang: Da Du objektiv erkennen kannst, ob
jemand objektiv ist, hast Du Recht und das Gespräch ist
beendet.
Dein Gelächter verstehe ich nicht.
Das Gelächter war ironisch gemeint!
Ach nein?
Gott im Himmel, hast Du
vorher schonmal mit irgendjemand über irgendetwas
kommuniziert?
Ab und zu ist wohl mal ein bischen billige Polemik fällig, was?
Natürlich kann man an der Art und Weise, wie jemand über ein Thema
spricht, welche Akspekte er beleuchtet, ob er das Für und Wider
nennt oder nur einseitig argumentiert, ob er logische Brüche in
seiner Argumentation hat, etc., einschätzen, ob er objektiv ist.
Ja.
Fein, daß du mir wenigstens hier zustimmst.
Das ersparst Du uns allerdings, was Deine Person angeht.
Na, was genau ist es denn, was ich Dir ersparen soll?
da Du die Diskussion über die Qualität von Gattaca als
abgeschlossen betrachtest.
Falls Du es noch nicht gemerkt hast: Das war gar nicht mein Thema.
Insofern bin ich auch nicht
geneigt, Sachverständigen besondere Bedeutung beizumessen, für
die gilt:
- Ich kenne sie nicht,
Tja, schade was?
noch ihren Hintergrund,
Welchen denn, es gibt zahlreiche Aspekte meiner Persönlichkeit?
ihre Geldgeber
Das ist z. Zt. das Arbeitsamt. Die verdienen glaube ich nicht so besonders viel an der Gentechnik. Jedenfalls haben sie mir noch kein Honorar für solch eine Diskussion angeboten.
- Ich kenne ihre Argumente nicht.
Kannst Du nicht lesen, oder was???
- Sie werden empfohlen von jemandem (das bist Du), der
Diskussionen als beendet erklärt, bevor sie begonnen haben.
Kleine Missinterpretation deinerseits.
Dein Versuch, das Ganze ins Lächerliche zu ziehen indem Du das
Wort „objektiv“ in falschem Zusammenhang gebrauchst, ist ein
bischen albern.
Ich habe „sehr gut erkennen“ ersetzt durch „objektiv
erkennen“. Das nennst Du einen falschen Zusammenhang?
„objektiv erkennen“ ist Blödsinnn und „objektiv“ bedeutet auch nicht „sehr gut“. Ich empfehle das Fremdwörterbuch.
Daß Pharmaunternehmen viel Geld in Lobbyarbeit stecken, ist ja
wohl bekannt. Insofern ist es vernünftig, in diesem
Zusammenhang nach der Finanzierung zu fragen.
Ja, aber nicht jeder Fachmann, der die Unsachlichkeit der
Gentechnik-Debatte kritisiert, ist ein von der Pharmaindustrie
bezahlter Lobbyist.
Vermutlich nicht.
Na klasse, dann kannst Du ja vielleicht (wenn es dich nicht allzusehr anstrengt) eventuell in Erwägung ziehen, daß ich es auch nicht bin?
Mein Eindruck ist, daß es sich hier um ein Gefühl im
Bauch handelt, dem wissenschaftliche Fakten anscheinend leider
nichts anhaben können.
‚Gefühle aus dem Bauch‘ sind Fakten.
Das ist nun aber Quatsch. Gefühle aus dem Bauch haben mit
kognitivem Denken und objektiven Fakten wenig zu tun.
Wie jetzt? Wenn ich ‚Gefühle aus dem Bauch‘ habe, dann ist das
kein Fakt, sondern… Was? Eine Halluzination? Ein Traum?
Blähungen? Darmkrebs?
Ich werde mich präzisieren: (…)
Nicht nötig, das hatte ich schon verstanden.
Warum fragst Du dann so blöd?
Zurück zur Fragestellung: Meinst Du, daß man Gentechnik nur an
Hand technischer Fakten umfassend beurteilen kann? Das ist es
nämlich, was ich bestreite. Ich behaupte, daß auch diffuse
(aber nichtsdestoweniger existente) ethische Bedenken eine
wichtige Rolle spielen können,
Da ist es also! Diffuse Bedenken werden als ethische Überlegungen verbrämt. So einfach kommst Du mir nicht davon, mein Lieber!
ebenso wissenschaftliche (sic!)
Vergleiche mit historischen Vorgängen, die Parallelen
aufweisen könnten.
Dann sollte man die Parallelen aber auch überzeugend, logisch und konkret benennen können, anstatt nur allgemein zu schwadronieren.
Was mich an Deiner Argumentation stört (außer daß sie in der
Mitte anfängt), ist daß Du Deine materialistische Sichtweise
für unfehlbar hälst.
Meine Einstellung ist nicht materialistisch, sondern rational
(wie ich hoffe).
Das ist kein Widerspruch. Es greift nur zu kurz.
Ach nein, dann definiere mir doch mal was Du mit „materialistisch“ meinst, damit wir nicht aneinander vorbei reden.
Ich habe übrigens auch nichts gegen Emotionen, nur in dieser
Debatte sind sie eher kontraproduktiv.
Wir debattieren buchstäblich über die Zukunft der Menschheit,
Was die „Zukunft der Menschheit“ angeht, kannst du deinen Emotionen von mir aus freien Lauf lassen, es wär nur schön wenn du die Gentchnik mehr mit deinen Verstand angehen würdest.
da seien mir ein paar Emotionen erlaubt. Ich bin dann wieder
rational, wenn ich Lasttests auf einem Datenbankcluster machen
soll.
spreche ich Dir jede Eignung ab, über Gentechnik
nicht-technische Entscheidungen zu treffen. Hier geht es um
mehr als die Wahl des richtigen pH-Faktors.
Wie willst Du denn die Grenze ziehen zwischen technischen und
„nicht-technischen“ (wie Du sie nennst) Entscheidungen? Kommt
mir sonderbar vor.
Technische Entscheidungen betreffen Technik (Kannst Du mir
noch folgen?). Welcher pH-Wert führt zum Erfolg, wie heiß muß
die Suppe gekocht werden, damit sich die kleinen Racker
ordentlich vermehren und was nicht noch für Sachen, von denen
ich keine Ahnung habe.
Nicht-technische Entscheidungen (wie ich sie nenne) sind
Entscheidungen, die Technik nicht betreffen. Sollte genetisch
bedingte Kurzsichtigkeit behoben werden? Sollte man versuchen,
mit Gentherapien den Tod hinauszuzögern, solange es geht?
Warum sagst Du nicht gleich „ethische Fragestellungen“ statt mich mit „nicht-technischen“ Entscheidungen aufs Glatteis zu führen. Das war aber doch nie ein Streitpunkt. Ich habe nie ethische Einstellungen krititisiert, sondern nur die Tatsache, daß viele Leute unter schlichter Ignorierung WISSENSCHAFTLICHER Fakten (von denen ich einige genannt habe, nur zur Erinnerung!) sich nicht scheuen, WISSENSCHAFTLICHE Prognosen abzugeben (z.B. über die Höhe des Ausmaßes der Gefahr, die angeblich von der Gentechnik für das Ende der Welt ausgeht, oder z.B. welche horriblen Szenarien die Menschheit aufgrund der Gentechnik zu erwarten hat, oder z.B. daß die Gattaca-Vision realistisch ist).
Und ihre Begründung ist: so ein Gefühl im Bauch.
Möchte jemand darüber spekulieren, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, daß die Bauchgefühls-Prognosen eintreffen?
Leben wir hier eigentlich in einer Traumwelt?
Dein Gefühle mögen ja all das sein, was zu hier
aufführst, nur ür eine realistische Einschätzung von …
(siehe oben), sind sie keine gute Grundlage.
Doch.
Nein.
Doch.
Nein.
Doch.
Wie im Kindergarten.
(Falls Du es nicht gemerkt hast: Du hast schon wieder Deine
eigene Meinung als allein glücklich machend dargestellt.)
Du scheinst es echt nicht zu kapieren, was?
Da gebe ich Dir recht. Zu prinzipiellen ethischen Fragen
braucht man kein Fachwissen.
So. Jetzt mußt Du mich nur noch davon überzeugen, daß die
Weiterentwicklung der Gentechnik ausschließlich von
technischen Fragestellungen abhängt bzw. daß ethische Fragen
keine Rolle mehr spielen, dann bin ich ruhig.
Hab ich nie behauptet. Aber jetzt komm mir bloß nicht damit,
das Du ein mit-dem-Bauch-denken als Ethik verbrämst.
Beide Bereiche gehören für mich zu den nicht-technischen
Faktoren. Mit-dem-Bauch-denken kann sehr wohl Ethik sein, zB.
wenn jemand nicht gebildet genug ist, um uns folgen zu können;
er kann trotzdem denken/fühlen: „Was die mit den kleinen
Embrios machen find ich Kacke.“ (s/Kacke/Super/g)
Da machst Du es dir aber sehr einfach. Definierst alles als ethische Bedenken und damit hat es sich. Was besseres fällt Dir wohl nicht ein?
Aber vielleicht sollte man schon genau wissen, was ein Embryo ist.
Selbst das ist nur fast richtig. Eine vage Vorstellung reicht
schon aus, um eine valide Meinung haben zu können.
Je geringer die Vagheit desto höher die Validität. Will
heißen: Wenn man schon den hohen Anspruch hat, ethische
Entscheidungen zu treffen, sollte man sich auch die Mühe
machen gründlich drüber nachzudenken, hä?
Für diese Entscheidung reicht es, zu wissen, daß ein Embryo
ein entstehender Mensch ist. Pillen-Paule hat nicht Unrecht,
weil er von Biologie keine Ahnung hat. (Er hat aus anderen
Gründen Unrecht.)
Da sind wir also wieder bei der Streitfrage, wann das Leben anfängt. Befruchtete Eizelle, Embryo, oder was da noch so alles kommt. Meine Güte, deine Null-Acht-Fünfzig-Ethik ist vielleicht willkürlich. Mir scheint fast, Du triffst Deine ethischen Entscheidungen in der Pinkelpause der Fußball-Halbzeit.
Worin genau liegt denn Deine „große Gefährung“. Ich hab
allmählich diese schwammigen Formulierung satt, also werde mal
ein bischen konkret.
Ich meine das Ende der Menschheit.
Ich wollte nicht die große Gefährung benannt haben, sondern
vor allem den konkreten (nicht schwammig, konkret!!!)
Zusammenhang mit der Gentechnik wissen.
Man kann (bald) mittels Gentechnik Eigenschaften verschiedener
Krankheitserreger kombinieren, so daß sich eine apokalyptische
Seuche ergibt, und zwar ohne mehr als ein Monatsgehalt für
Material auszugeben.
Du hast es aber mit der Apokalypse! Du lieber Himmel, woher hast Du nur dieses … (… steht für ein sehr unschönes Eigenschaftswort, das ich hier lieber nicht schreibe) Zeugs?
Da sind mir doch echt meine Argumente zu schade, um darauf einzugehen. Außerdem hab ich zu dieser apokalytische-Seuche-Vorstellung ja schon ein biolgisches Gegenargument gebracht; aber vermutlich ist das spurlos an dir vorübergegangen.
Bitte, bitte, bitte, sag mir nicht, daß das nicht geht. Du
mußt schon nachweisen, daß es auch in Zukunft nie gehen wird.
Das wäre sinnlos, da du wissenschaftlichen Argumenten ja sowieso keine Bedeutung beimisst. Vielleicht sollte ich sagen, mein Bauchgefühl überzeugt mich davon? Tut mir leid, ich versuche nun mal mit dem Verstand zu denken.
Bei Nuklearwaffen kann ich das. Wichtig ist mir vor allem der
geringe Einsatz an Material und Arbeit.
Richtig! Am liebsten über den Tellerrand der Bauchgefühle
hinaus.
(Jetzt habe ich Hunger.)
Und ich erst, hab nämlich immer noch nichts gegessen.
Aha, jetzt ist die Sache schon verständlicher. Du beziehst
Dich auf gentechnisch hergestellte Waffen, das wären ja dann
wohl biolgische Waffen.
Kannst Du gerne nennen, wie Du willst.
Aber da muß man die Gentechnik doch nicht bemühen, das kann
man auch einfacher haben. Die Natur war beim Hervorbringen
von fiesen Krankheitserreger schon überaus effektiv, da kann
man doch besser die schon vorhandenen nehmen.
Ich habe gerade kein Anthrax zur Hand, wie ist es bei Dir?
In dieser Hinsicht wird auch der klügste Gentechniker die
Natur mir ihrer jahrtausendelangen Evolution kaum übertreffen
können.
AIDS mit Tröpcheninfektion und einer Inkubationszeit von
wenigen Monaten fällt mir ein.
Bin ich jetzt klüger als der klügste Gentechniker?
Mir fällt auch viel ein wenn der Tag lang ist. Deine Fantasien habe aber nicht viel mit technischer Realisierbarkeit zu tun.
Und außerdem, wo gibt es denn ernsthafte Bestrebungen, so was
zu machen? Wenn ein Staat einen anderen Staat wirklich
auslöschen will, dann wirft er doch eher 'ne Atombombe, oder?
o9*.#lo9gmhjüuzhtgthghgg
Entschuldigung, ich bin gerade mit dem Kopf auf die Tastatur
aufgeschlagen.
Um eine Atombombe zu bauen, braucht man einige Kilo eines
Materials, das unvorstellbar selten und maßlos schwer
herzustellen ist (ja, beides). Darum hat nicht jeder Staat
eine Atombombe. Nichtmal jeder zweite. Nach offizieller
Schätzung sind es AFAIK acht. Acht Staaten. In
Privathand befinden sich vermutlich keine, in der Hand von
NGOs meiner Schätzung nach nochmal 0-5. Null bis fünf
Stück , wohlgemerkt, nicht Null bis fünf
Alles-Leben-auf-der-Erde-vernichtende Mengen.
Ach erzähl mir doch nicht, das es nicht schon genug Vernichtungswaffen gibt. Meine Güte, die schon bestehenden atomaren, biologischen, chemischen und sonstigen Waffen reichen doch nun wirklich schon aus und sind höllisch effektiv. Wieso sollte sich einer die Arbeit mit der Gentechnik machen, abgesehen davon daß du ja überhaupt keine Ahnung hast, wie unmöglich es ist ein Merkmal wie „Verbreitung durch Tröpfcheninfektion“ oder „verkürzte Inkubationszeit“ durch Gentechnik hervorzurufen.
Kapier es doch endlich mal: Komplexe Merkmale zu erzeugen, scheitert an der Komplexität der biologische Systeme und die effizientesten apokalyptischen Killer erzeugt die Evolution.
Mann, Du hast ein bischen zuviel „Outbreak“ gesehen. Glaub doch nicht alles, was in diesen blöden Hollywood-Filmen gezeigt wird.
„exponentielle Technologie“ wenn ich das schon höre! Wieder so
ein schwammiger Begriff, der überhaupt nichts aussagt.
Habe ich mir selbst ausgedacht. Darum habe ich ihn auch
erklärt. Nochmal kurz: Damit meine ich eine Technologie mit
dem Potential, mit geringen Vorbedingungen gewaltige Folgen zu
haben.
Das trifft auf die Waldbrände in den USA auch zu; einige weggeworfenen Zigaretten und gleich stehen ein paar Staaten in Flammen. Vielleicht sollten wir das Rauchen verbieten.
Nanotechnologie ist die andere exponentielle Technologie, die
vor der Tür steht. Der Begriff macht für mich Sinn, weil
sowohl Krankheitserreger als auch Naniten zu exponentiellem
Wachstum in der Lage sind.
Von Nanotechnologie versteh ich nichts, also halte ich mich mit einer Einschätzung zurück. Wäre aber interessant, was ein Nanotechnologe (wenn er denn so genannt wird) zu deinen „Naniten mit exponentiellem Wachstum“ sagen würde.
Ein Beispiel mit deutlich geringeren Folgen: Asbest ist ein
ganz hervorragender Werkstoff: Leicht, gut zu verarbeiten und
zu allem anderen auch noch feuerfest! Die deutsche Flotte hat
die britische im ersten Weltkrieg ordentlich vermöbelt, weil
ihre Schiffe moderner und eben auch mit Asbest ausgerüstet
waren. In den 30er Jahren gab es dann unter Marineangehörigen
ein paar Lungenkrebstote mehr als sonst.
Damit will ich nicht sagen, ob Asbest gut oder schlecht ist,
nur daß man bei neuen Technologien beinahe nie alle Folgen
abschätzen kann.
Was willst Du denn noch alles mit Gentechnik vergleichen?
Jede Technologie, die mir einfällt und die unerwartete
Nebenwirkungen hat. Aspirin ist auch ein Beispiel (wenn auch
nicht wirklich eine Technologie).
Hast du schon mal den Begriff „Absurdität“ gehört? So langsam glaube ich, daß ich mich an Dich verschwende.
Natürlich kann man bei einer Technologie nie alle Folgen bis
in alle Ewigkeit abschätzen. Gewisse Prognosen kann man aber
doch immer darüber machen, was wahrscheinlich ist und welche
Horrorszenarien unwahrscheinlich sind, weil sie sich nicht mit
den wissenschaftlichen Fakten vereinbaren lassen.
Der Unterschied ist: Selbst wenn wir morgen feststellen, daß
Handys durch Elektrosmog Hirnkrebs verursachen, ist nicht das
Leben auf der Erde bedroht, sondern nur ein paar Europäer und
ein paar Amis.
Der Unterschied von was und wozu?
Und was haben Handys mit Gentechnik zu tun?
Sorry, aber: So ein Müll!
War wohl’n Fehler, dich ernstzunehmen, was?
Melissa