Hallo WWW-lers!
Aus gegebenem Anlass, möchte ich Euch bitten, mir zu erklären
was genau uns die o.g. Kurve zeigt?
Hallo Helena,
erinnere mich an folgendes Vorkommniss: Ich stand in einem Schuhgeschäft eines großen Diskounters, alles war voll mit Schuhen, palettenweise, aber es gab keinen Schuh in Größe 42. Na, da bin ich halt woanders hingegangen. Was hatten die falsch gemacht?
Wenn wir von 10000 erwachsenen Menschen die Schugröße messen, und daraus ein Histogramm zeichnen, also für jede Schuhgröße eine Säule zeichnen, die so hoch ist, wie Anzahl der Menschen mit dieser Schuhgröße, so ist dieses Histogramm normalverteilt und sieht aus wie eine Glockenkurve.
Die Höhe einer Säule geteilt durch 10000 gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein Mensch diese Schugröße hat.
Wenn wir jetzt die Saulen unendlich dünn zeichnen und unendlich viele Menschen vermessen, so erhalten wir das theoretische Konstrukt der Normalverteilung oder Gausskurve.
Die praktische Auswirkung sind, dass ein Schuhverkäufer, der von jeder Schuhgröße gleich viele Schuhe bestellt, bald ein großes Problem hat, da Größe 42 ausverkauft ist und Größe 52 auf Halde liegt, wie oben beschrieben.
Ein weiterer Vorteil der Gausskurve sind bequeme Autos (jedenfalls für die meisten): Wenn nicht nur der Konstrukteur das Auto ausprobiert, sondern berücksichtigt wird, dass es kleine, große, dicke Menschen gibt, empfinden mehr Menschen das Auto als bequem.
Die Gausskurve wird an den Enden ja dünner, dass heist es gibt nur sehr wenige große Menschen. Autos für große Menschen zu bauen ist teuer. Um den Gewinn zu maximieren, läßt sich mit der Gaussverteilung ausrechnen, wieviele Menschen gut ins Auto hineinpassen und welcher Prozentsatz zu Groß/zu klein ist. Wenn 5% der Menschen nicht hinpassen, ist das nicht schlimm, da ja die restlichen 95% der Leute das Auto kaufen 
Wie Gauss auf die Glockenkurve gekommen ist, weiss ich leider nicht.
Viele Grüße
Thorsten