Ge-/be-nutzt

Halloechen!

Wann benutzt man „benutzt“ und wann „genutzt“?

-KIM

Hallo Kim,

Wann benutzt man „benutzt“ und wann „genutzt“?

„benutzt“ kommt von „benutzen“.
„genutzt“ kommt von „nutzen“.

Diese beiden Verben sind sehr ähnlich und überlappen sich auch in der Bedeutung. Aus dem bauch heraus würde ich sagen „benutzen“ ist für Dinge, die ich sozusagen in der Hand halten kann und „nutzen“ für größere Dinge.

Beispiele:

Zum Schreiben benutze ich einen Füller.
Zum Kochen benutze ich einen Gasherd.
(wobei in beiden Fällen „nutzen“ nicht wirklich falsch wäre)

Ich nutze öffentliche Verkehrsmittel.
Bei einem Umzug nutze ich immer den Umzugsservice der Post.

Die echten Fachleute kommen bestimmt bald mit der richtigen Erklärung.

Gruß,

Myriam

Beispiele:

Zum Schreiben benutze ich einen Füller.
Zum Kochen benutze ich einen Gasherd.
(wobei in beiden Fällen „nutzen“ nicht wirklich falsch wäre)

Aber ein Gasherd ist eindeutig gross, oder?

Ich nutze öffentliche Verkehrsmittel.
Bei einem Umzug nutze ich immer den Umzugsservice der Post.

Die echten Fachleute kommen bestimmt bald mit der richtigen
Erklärung.

Gruß,

Myriam

Hallo Myriam –
Da niemand mit einer Erklaerung gekommen ist, stelle ich meien Beispiel vor: „CD-Roms koennen genutzt werden“. Aber bei mir sind die CD-Roms klein.

Immer nicht im Klaren,
KIM

Hallo, Kim!

„nutzen“ hat mehr die Bedeutung, das Ding oder was auch immer ist gut zu einem bestimmten Zweck, es hilft bei diesem Unterfangen.

Es nutzt z. B. gar nichts, sich über die schwierige deutsche Sprache aufzuregen. Man muss sie einfach lernen und üben, üben, üben, üben, üben, üben, üben, üben, üben, üben.

„benützen“ meint mehr, ich gebrauche ein Mittel oder ein Wergzeug, um einen Zweck zu erreichen.

Man kann natürlich auch die deutsche Sprache dazu benutzen, um über das Elend dieser Welt im Allgemeinen und die deutsche Grammatik und Semantik im Besonderen zu lamentieren.

Leider werden im Alltag beide Bedeutungen oft ausgetauscht und das eine für das andere benutzt.

Also nutzt eine klare Definition hier gar nicht so viel.

Nutze also die Zeit und deutschsprachige Bekannte, um in Beispielsätzen die unterschiedliche Benutzung der Wörter zu üben.

Vielleicht helfen die ausführlichen Artikel auch noch ein wenig.

Dann hätte mein Artikel dir genutzt.

Und ich benutze jetzt meinen PC, das Internet und WWW, um dir diese Antwort zukommen zu lassen.

Gruß Fritz

_ nut|zen [mhd. nutzen, ahd. nuzzon, zu: nuzza, Nebenf. von: nuz, ahd. nuz(za), verw. mit genießen] (bes. nordd.), nüt|zen [mhd. nützen, ahd. nuzzen] (bes. südd.): 1. bei etw. von Nutzen sein; für die Erreichung eines Ziels geeignet sein; [jmdm.] einen Vorteil, Erfolg, Nutzen bringen, sich zugunsten von jmdm., seiner Unternehmungen o. Ä. auswirken: das Mittel nützt gar nichts; dein Leugnen nutzt jetzt auch nichts mehr; alle Vorsicht hat nichts genützt (war umsonst); es nutzt alles nichts (ugs.; man kann nicht länger zögern, ausweichen), die Sache muss jetzt angepackt werden; das nutzt niemandem; seine Sprachkenntnisse haben ihm sehr genützt. 2. a) nutzbringend, zu seinem Nutzen verwerten; aus etw. durch entsprechende Anwendung od. Verwertung Nutzen ziehen: etw. industriell nutzen; der Boden wird landwirtschaftlich voll genutzt; b) von einer bestehenden Möglichkeit Gebrauch machen, sie ausnutzen, sich zunutze machen; etw. zu einem bestimmten Zweck benutzen, verwenden: einen Vorteil geschickt nutzen; die Gunst der Stunde nutzen; er nutzt jede freie Minute zum Training; sie nützt jede Gelegenheit, sich hervorzutun.

be|nut|zen , (südd., österr. u. schweiz. meist:smile: be|nüt|zen [mhd. (md.) benützen]: a) sich einer Sache (ihrem Zweck entsprechend) bedienen; etw. gebrauchen, verwenden: keine Seife b.; für seine Arbeit verschiedenes Werkzeug b.; den vorderen Eingang b. (vorne hineingehen); das benutzte Geschirr spülen; ordinäre Ausdrücke b.; das Auto, ein Taxi b. (damit fahren); b) (zu einem bestimmten Zweck) gebrauchen, verwenden: einen Raum als Esszimmer b.; jmdn., etw. als Alibi, als Vorwand b.; c) für einen bestimmten Zweck ausnutzen: den freien Tag für einen Ausflug b.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001_

Danke Fritz
Verstehe:

nut|zen:…

bei etw. von Nutzen sein; …; [jmdm.] einen Nutzen bringen,

be|nut|zen (südd. [wo ich als Kind mein Deutsch gelernt habe], österr. u. schweiz. meist:smile:

… für

einen bestimmten Zweck ausnutzen

© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001

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