… Hormonersatztherapie-Pflaster
Guten Tag,
ich mußte mir jetzt schon zum 2. Mal in den letzten 2 Jahren Polypen aus der Gebärmutterschleimhaut operieren lassen.
Ich nehme auch seit 2 Jahren ein Hormonpflaster gegen Wechseljahrsbeschwerden.
Ich wüßte gerne, ob da ein Zusammenhang bestehen kann.
Hallo,
die Hormonersatztherapie beeinflusst den ganzen Körper, allerdings sind die Dosierungen gerade bei transdermalen Pflastern eher gering (im Gegensatz zu Tabletten, weil sie einen anderen Kreislauf im Körper anschlagen).
Auf der folgenden Seite einige Infos, Achtung für empfindliche Gemüter, es ist auch ein Operationsfoto zu sehen, wenn man runterscrollt.
http://www.gesundheit-heute.de/gh/ebene3.html?id=223…
Dass das Pflaster Polypen verursacht wäre mir neu, möglich ist aber alles. Immerhin ist auch jeder Mensch individuell.
Wahrscheinlicher ist aber, dass da keine Zusammenhang besteht, Polypen in der Gebärmutter bekommt man meist um das 50. Lebensjahr und in diesem Zeitraum werden auch am häufigsten Wechseljahresbeschwerden auftreten.
Versuchen Sie eventuell niedriger dosierte Pflaster zu verwenden, wenn Sie sehr hohe bisher verwendet haben.
Alles Gute.
Hallo, diese Frage kann dir evtl. der Beipackzettel deines Pflasters beantworten (unter Nebenwirkungen) oder dein behandelnder Gynäkologe.
Ich kann es dir nicht beantworten.
Gruß
Trashi
das weiss ich leider nicht.
lg
Hallo,
Korpuspolypen
(Endometriumpolypen) entwickeln sich in Folge übermäßiger Zellteilungsaktivität der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Die Wucherungen werden unter Östrogeneinfluss stimuliert. Oft entstehen sie in der Nähe der Eileiterabgänge, manchmal auch in der Nähe des inneren Muttermundes, oberhalb des Gebärmutterhalses. Anfangs sitzen sie der Gebärmutterschleimhaut breit auf, später werden sie oft gestielt und rundlich oder dreieckig, abhängig von der Form der Gebärmutterhöhle. Besonders große, mit Zysten gefüllte Polypen treten häufig nach der Menopause auf.
Ursache für die Bildung von Polypen können durchaus unter anderem Unregelmäßigkeiten in der Hormonsynthese sein. Manche Polypen reagieren ähnlich auf Östrogene und Gestagene, oder auch nur auf Östrogene, wie die Gebärmutterschleimhaut, die sich unter Östrogeneinfluss stark aufbaut.
Liebe Grüße
Melanie
Guten Tag,
leider kann ich diese Frage nicht beantworten. Was hat der Gynäkologe denn gesagt?
Ich habe auch Hormonpflaster. Das würde mich interessieren. Bei mir gibt es keine Polypen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Zusammenhang gibt, aber das weiß ein Facharrzt sicher besser.
Viele Grüße
Karin
Guten Tag,
die Hormonersatztherapie kann in Einzelfällen zu Veränderungen in der Schleimhaut der Gebärmutter führen (Hyperplasie, Polypen). Ob das in diesem Fall zutrifft, weiß ich selbstverständlich nicht. Ich würde die Notwendigkeit dieser Therapie neu überdenken - in der Medizin wählt man immer das kleinere Übel.
Gruß
Andre
Hallo,
ja, ein Zusammenhang ist möglich. Bevor aus diesem Grund jedoch die Therapie „Hals über Kopf“ abgebrochen wird sollte der Nutzen und Risiko-Aspekt des Pflasters auch in Verbindung mit der Lebensqualität (Minderung der Wechseljahresbeschwerden) gut überlegt werden.
Alles Gute
Claudia
Hallo,
erst war ich im Urlaub, dann hat mein Computer gestreikt. Ich denke es liegen schon andere Antworten vor. Falls noch Bedarf ist, schreiben Sie mich bitte persönlich an.
Mit freundlichen Gruessen
Dr.Volker Wehler
Bitte beachten Sie, dass eine Auskunft per Internet niemals einen Besuch beim Frauenarzt ersetzen kann.
Zu mir: Nach Studium in Heidelberg, Uni-Klinik Ulm, Krankenhaus Ruesselsheim und 25 Jahren eigener Praxis habe ich mich nach Frankreich zurückgezogen, dann aber doch wieder eine Praxis eröffnet.
Seit Juli 2008 bin ich nicht mehr taetig. Durch die Beantwortung Ihrer Fragen bleibe ich der deutschen Gynaekologie noch ein wenig verbunden.