Gebärmutterschleimhaut

Hallo WWW-Experten!

Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich habe nach 4 Jahren die Pille abgesetzt, weil ich meinem Körper was gutes tun wollte. Nach dem Absetzen habe ich einen sehr unregelmäßigen Zyklus bekommen (mit 14, 30 und sogar 60 Tage Regelausverzögerung). Als meine Regel länger als 3 Monate ausgefallen ist habe ich von meinem GYN Tabletten bekommen, die musste ich dann 12 Tage lang nehmen und habe danach meine Regel bekommen.

Seitdem sind jetzt wieder über 3 Monate vergangen. Gestern war ich wieder bei meinem GYN. Die Untersuchung hat ergeben, dass eine ganz normale Folikelbildung stattfindet, ich jedoch sogut wie keine Schleimhaut in der Gebärmutter habe.

Mein Gyn hat mir wieder die Pille verschrieben, weil er meinte, dass sich so mein Hormonhaushalt wieder normalisiert.

Jetzt bin ich jedoch skeptisch geworden. Wenn ich mit der Pille wieder anfange und irgendwann mal Kinder haben möchte, fängt das ganze dann wieder von vorne an? Ich denke, wenn es keine Gebärmutterschleimhaut gibt, dann kann sich auch kein befruchtetes Ei einnisten, oder?

Wer hat damit Erfahrungen und kann mir Tipps geben?

Im voraus besten Dank!

Lena

P.S. Wenn es wichtig ist: ich hatte mir 2001 eine Zyste am Eierstock entfernen lassen. Ca. 6 Monate zuvor hatte ich auch die Pille abgesetzt und nach der OP dann wieder angefangen.

Hallo Lena,

es gibt viele Gründe für einen unregelmäßigen Zyklus und viele für eine geringe Schleimhauthöhe. Generell kann man nicht sagen, dass eine niedrige Schleimhaut ein generelles „Aus“ für eine Einnistung bedeutet, da sich auch Embryonen an den unmöglichsten Stellen wie z.B. dem Eileiter einnisten, so a) die Schleimhaut von der Beschaffenheit her sowie auch b) von der Höhe her keineswegs ideal ist. Aber freilich hätte man gerne in der Gebärmutter eine ausreichend hohe Schleimhaut.

Spannend wäre zu wissen, ob die Schleimhauthöhe aufgrund eines niedrigen Östrogenspiegels zustande gekommen ist. Ebenso spannend wäre es, ob bereits mehrfach im selben Zyklus die Hormonwerte im Blut gemessen wurden, um zu prüfen, ob die Follikelreifung wirklich optimal verläuft oder ob man jetzt halt mal einen großen Follikel gesehen im Ultraschall und das war’s dann…

Besteht denn derzeit Kinderwunsch? Und wenn ja, wie lange versucht Ihr schon aktiv? Wenn länger als 1 Jahr, ist von Seiten der Krankenkassen eine ausführliche Untersuchung beider Partner in einer Kinderwunschklinik ohne Probleme möglich. Hier geht es nicht immer um irgendwelche hochtechnischen Dinge, sondern man kann hier sehr erfahren auch den Zyklus einstellen, wenn dies wirklich das einzige Problem sein sollte.
Grundsätzlich jedoch ist die Pilleneinnahme bei bestimmten Zyklusstörungen eine mögliche Therapieform, nur sie löst das Problem nur für den Augenblick.

Lieben Gruß,

Claudia

Liebe Claudia,

vielen Dank für Deine Antwort.

Nein, der Östrogenspiegel und Hormonwerte im Blut wurden nicht gemessen. Ich habe derzeit keinen Kinderwunsch, mein Gyn ist deshalb der Meinung, dass ich die Pille wieder nehmen sollte. Ich vertrage die Pille halt nicht so gut. Bei einen bekomme ich Pickel, bei der anderen fallen mir die Haare aus, bei der dritten hatte ich sehr zugenommen. Die einzige, die ich mehr oder weniger vertrage ist Valet**, allerdings hatte ich durch die auch noch Mastopatie bekommen, ist zwar nich schlimm aber auch nicht gerade angenehm. Ich mag eigentlich keine Pille mehr nehmen, nur wenn es unbedingt sein muss. Es gibt doch auch andere Methoden.

Sicherlich will ich in 1-2 Jahren Kinder haben bzw. schwanger werden, deshalb ist mir jetzt meine Gesundheit wichtig. Wenn ich jetzt wieder mit der Pille anfange, ist es sicher keine Lösung.

Ich werde meinen GYN auf die Messung von Hormonwerten und des Östrogenspiegels mal ansprechen. Woran kann sowas noch liegen?

Bringen eigentlich auch rezeptfreie Mittel, wie Angus Castus was?

Liebe Grüße,
Lena

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Hallo Lena,

also, wenn momentan kein Kinderwunsch da ist, wäre die Pille natürlich die bequemste Lösung. Wenn Du allerdings derart Probleme hast, die richtige Pille für Dich zu finden (das war bei mir auch so, ich hatte fast ein Dutzend Präparate durch, bis ich endlich bei der richtigen für meinen Körper angelangt war), dann spricht nichts gegen eine andere Lösung. Mönchspfeffer ist eine Möglichkeit, das kann man mal über ein Vierteljahr ausprobieren, ob das bei Dir eine Lösung darstellt. Daneben gibt es auch noch genügend andere zyklusregulierende Kräuter und Tees, wo Dich eine Spezialistin für Naturheilkunde sicherlich gut beraten kann. Allerdings muss bei diesen Wegen klar sein, dass sie auf lange Sicht wirksam sind, schnelle Lösungen gibt es hier nicht. Aber es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Möglicherweise sprichst Du - falls Du Dich zu Hormonuntersuchungen entschließt - auch Deinen Frauenarzt darauf an, ob Du möglicherweise unter dem sog. PCO-Syndrom leiden könntest. Das kann man anhand von Blutuntersuchungen sowie mittels Ultraschall feststellen, wenn man gezielt danach sucht. Es ist nicht die Standardlösung für Zyklusstörungen, aber eine davon. Fiel mir nur gerade so noch ein, weil es weiter oben in einem Thread erwähnt wurde.

LG

Claudia