Hallo
Deine Geschichte ist so traurig, das ich einfach etwas dazu sagen möchte.
Gebete, um persönliche Vortteile zu erbitten, seien nicht nur :sinnlos,sondern auch anrüchig – wurde mir gesagt.
Wer immer dir dies erzählt hat, hat wohl wenig Verständnis für die Seele eines Kindes gehabt und sehr wenig Verständnis für das Einsehen Christi in die menschlichen Bedrüftigkeiten.
Christus liebte den Menschen und kannte, d.h. auch kennt alle seine Nöte, welche in seinem Herzen schlummern. Er hat 40 Tage gefastet in der Wüste, sagte seinen Jüngern man „lebt nicht nur vom Brote allein“ und macht uns deutlich das wir uns nicht um soewas „banales“ wie Essen oder Trinken sorgen sollen.
Aber dennoch ist die erste Bitte im „Vater unser“, dem Gebet das quasi als Mustergebet Christi und der Christenheit gilt, „unser täglich Brot gib uns heute!“, dem Leib, dem Fleisch zugewandt. Warum ?
Weil Christus unsere Bedürftigkeiten kennt und weiß das wir als Menschen mehr Anfechtungen oder Zerrissenheiten in uns tragen, als wir allein tragen können. Dazu gehören auh uunsere persönlichen Bedüfnisse. Und diesen persönlichen Sorgen, Nöten oder scheinbar Banalem widmet sich unser Vater mit der gleichen Liebe und Barmherzigkeit, wie einer Fürbitte zugunsten anderer Menschen.
"Was willst du, dass ich dir tun soll?" waren seine Worte.
Also verband ich Dinge mit meinen Gebeten, die allgemeinerer Art ;ware Das waren Gebete um den Hunger in der Welt zu besiegen –
sozusagen, mit Gottes Hilfe. Kurz darauf bebte in
Mittelamerika die Erde und riß 10.000nde in den Tod. Alles
brave Kagtholiken. Davei eerfur ichaber, dass zwar viele
Kirchen zusammenstürzten. Auch wurde ein ganzes Dorf von einem
Bergrutsch verschüttet.
Nun begriff ich: Irgend etwas machte
ich beim Beten falsch – oder es kommt einfach.
Schlimme Dinge passieren ! Überall auf der Welt und sie widerfahren gläubigen Menschen, wie ungläbigen ebenso wie bösen oder guten Menschen. Dies ist eine der Folgen der Sünde und der gegenwärtigen Herrschaft Satans über diese Welt, sowie dem daraus resultierendem Wirken des Menschen.
Das Gebet ist jedoch kein Automatismus oder eine Ablage für die persönliche Verantwortung. Mein Taufprediger sagte mir einmal; „Hüte dich vor „Aldi-Gebeten“!“ Bis ich verstand was er meinte und deutlich wurde, daß er „All die“-Gebet meinte.
Aber von wem sprechen wir hier ? Um wen geht es ?
„All die“ ist alles und nichts. Wenn wir durch Christus wissen, das die letzten Tage von zunehmender Bedrängnis und Kriegen (Mt 24) eingeleitet werden, wäre es ja schon fast naiv für den Weltfrieden zubeten, oder ?
Dazu kommt das wir Menschen dazu neigen Verantwortung zu delegieren, wenn sie uns drückt, ohne dabei in Erwägung zu ziehen, das es vielleicht ein Fingerzeig Gottes ist, wenn sie uns drückt.
Wenn ich also z.Bsp. ein Gebet höre; „Vater im Himmel, bitte speise all die Menschen die hungern müssen und gib all denen die Freiheit, die in Unfreiheit leben!“ werden mir immer wieder 2 Dinge ganz deutlich bewußt
- Niemand weiß von wem geredet wird und was Gott tun soll.
- Ich müßte schon Gottes Wort mißtrauen, wenn ich meinte das niemand mehr hungern würde oder alle in Freiheit kämen.
"Was willst du, dass ich dir tun soll?"
Auch ich habe lernen müssen damit zu leben.
Ich habe öfters mal „Aldi“ Gebete geführt, doch man kann lernen direkt zu werden oder auch Verantwortung zu übernehmen.
Ich z.Bsp. habe konkrete Projekte und spezielle Anliegen bei Gebeten die über meine Familie hinausgehen. Oder ich suche mir wie gerade bei den Naturkatastrophen die man immer wieder sieht Begebenheiten oder Menschen heraus, über die in den Berichterstattungen informiert wurde und richte mein Gebet direkt darauf und ihr Umfeld.
Und das tue ich in der Überzeugung das mich mein Gott erhört, auch ohne zu wissen wie sich so eine Geschichte vor Ort entwickelt.
Als ich mal zusammenerechnete, wie meine Gebete die Welt zum Guten
ändeerten, war ich höchst deprimierrt…
Ja es ist deprimierend, wenn man bei einem persönlichen Anliegen erkennen muß, daß man gescheitert ist in seinem Wunsch ein Ereignis zum besten zu wenden. Aber das gehört dazu, denn nur Gott weiß, was wirklich das beste ist. Das heißt nicht das unsere Gebete oder Wünsche schlecht sind, sondern nur das wir nur einen kleinen Teil des Ganzen überblicken.
Doch zu meiner Freude habe ich an dem Schlamassel keine Schuld mehr.
Du hattest auch vorher keine Schuld !
Denn zum einen kennt Gott dein Herz und sieht als einziger so tief in die Seele und zum anderen zeugt dein Gesprächt mit Gott über solche Dinge schon davon, das du frei von Schuld bist.
Ob Gebete heldfen? Mir ist kein Fall bekannt. Schade.
Gehe durch die Gemeinden und Kirchen - sprich mit den Menschen dort. Besuche Hauskreise oder auch Evangelisationen und du wirst sehen können und überrascht sein wieviel durch Gebet bewegt werden kann.
Wir scheitern oft an dem was wir selbst von einem Gebet erwarten. Doch das Eingreifen Gottes geschieht zu unserem Besten und daher ist die Gebetserhörung nicht zwangsläufig Deckungsgleich mit dem Gebet 
Gruß Parzival