mein Freund (52 Jahre)hat seit 1 Jahr ein Gebiss, Vollprothese oben und unten Teilprothese (gibt noch ca. 4 abgschliffene Zähne.)
Am Anfang hat er es meist getragen (jedenfalls VOR dem Essen), allerdings immer nur ein paar Stunden. Seit einem halben Jahr trägt er nur das untere Gebiss.
Er sagt, er schmecke nichts mehr richtig mit der Prothese oben. Nach einiger Zeit (3-4 h)bekomme er ein Würgegefühl.
Alle meine Bitten, nochmals zum Zahnarzt zu gehen, lehnt er ab.
Ich finde es nicht nur ein ästhetisches Problem. Ich denke, auch seiner Gesundheit kann es schaden, nicht mehr kauen zu können.
Was kann ich bzw. er nur tun?
Wie lange ist Garantie auf ein Gebiss? Lohnt sich eine Nachbehandlung? Kann ein anderes Material helfen. Kann man etwas in der Mitte rausschneiden, damit der Gaumen nicht vollständig bedeckt ist?
Hallo Selma,
Die Garantie bei Zahnersatz beträgt 2 Jahre.
Ich glaube aber nicht, dass das Gebiss fehlerhaft ist, sondern das Problem liegt eher in der Akzeptanz.
Die Gaumenplatte ist notwendig, damit das Gebiss haftet. Würde man ein größeres Loch hineinschneiden, dann würde es herausfallen.Dein Freund sollte versuchen, sich an das Teil zu gewöhnen, denn ohne sein Gebiss kann er nur Weichfutter zu sich nehmen und dafür ist er entschieden zu jung.
Die einzige Lösung, die mir einfällt ist leider eine sehr teure. Man könnte im Oberkiefer Implantate setzen.
Das ist nicht nur teuer, sondern auch erst einmal unangenehm.
Versuch doch mal, mit ihm zusammen zu einem Zahnarzt zu gehen und lasst euch beraten. Ich würde notfalls auch das Angebot machen die Beratung selbst zu zahlen, denn dann nimmt sich der ZA auch die nötige Zeit.
Gruß
KH
ist tatsächlich ein Mega Problem im Prinzip.Je öfter ein Zahnersatz NICHT getragen wird,desto geringer die Wahrscheinlichkeit,je einen ZE zu akzeptieren!!Also Vorsicht-Er soll zum Zahnarzt gehen und das Problem vortragen.Wenn er es als Problem sachlich anspricht und nicht nur meckert,wird der Zahnarzt kaum ihm einen Nachbesserungsversuch abschlagen.Hier noch ein Hinweis zur vielzitierten „Garantie“.Wir Ärzte schließen mit Patienten keinen „Werksvertrag“–das bedeutet:Maschine repariert,und läuft wie Auto…sondern einen „Dienstvertrag“-heißt wir müssen einwandfreie BEHANDLUNG garantieren und nicht Gesundheit,sonst könnte ja ein Patient seinen Arzt verklagen,wenn der Schnupfen nicht in 2 Tagen verschwindet oder der Beinbruch nicht in 2 Wochen heilt…Garantie übernehmen wir Zahnärzte und geben sie weiter (Werksvertrag!) vom zahntechnischen Labor auf einwandfreie Ausführung des Zahnersatzes,und nicht auf Fremdkörpergefühl im Mund des Patienten… sorry ,alles leider kompliziert.Also mein Rat:sollte ein weiterer Besuch zwecks „Nachbesserung“(manchmal ist es nur eine Kleinigkeit-oder dünnere Stahl-Basis oder was auch immer )nichts bringen,die harte Tour:Zahnarzt wechseln(das sollte auch ohne Krach möglich sein),dabei Verlust einer eventuellen erneuten Zuzahlung der Kasse!!!,und Beratung über IMPLANTATE -am besten gleich zum Fachzahnarzt gehen(zertifizierter Implantologe).(Internet)DAs ist natürlich 100% privat zu zahlen!!Alles wie oben beschrieben kommt SEHR selten vor-99%der Prothesen werden akzeptiert.
Ganz richtig Selma -wenn es so weitergeht,drohen unnötige gesungheitliche Probleme,die immer schwieriger in den Griff zu bekommen sind…hoffe ,hier geholfen zu habe,Frank