Gebrauch des Apostrophs

Hi,
da ich ein paar Jahre in Amerika gelebt hab, komm ich mittlerweile ab und zu durcheinander mit den Regeln:
Liege ich richtig in der Annahme, daß man es im Deutschen folgendermaßen schreibt: „Gabis Buch“ - und nicht mit Apostroph „Gabi’s Buch“ ?
Grüße,
Gabi

Hallo Gabi,

da ich ein paar Jahre in Amerika gelebt hab, komm ich
mittlerweile ab und zu durcheinander mit den Regeln:
Liege ich richtig in der Annahme, daß man es im Deutschen
folgendermaßen schreibt: „Gabis Buch“ - und nicht mit
Apostroph „Gabi’s Buch“ ?

ein Apostroph kennzeichnet in der Regel eine Auslassung. Bei „Gabis Buch“ handelt es sich um einen reinen Genitiv, der ohne Apostroph geschrieben wird. Lediglich bei Namen, die auf „s“ auslauten wie z. B. Lukas wird der Genitiv mit Apostroph gekennzeichnet: > Lukas’

Danke für die schnelle Antwort!

Hi Gabi,

um beim Apostroph außer Tritt zu kommen, bedarf es keines langjährigen Aufenthaltes in der Fremde. Inzwischen hat auch der Duden seinen Frieden mit dem sächsischen Genitiv geschlossen: „Zur Kennzeichnung des Genitivs von Namen wird gelegentlich ein Apostroph gesetzt, um die Grundform eines Personennamens zu verdeutlichen“ ­ offizielles Musterbeispiel: „Andrea’s Blumenecke“. Übersetzt für schlichte Gemüter wie ich eins bin: Auch wo nichts ausgelassen wird, schreiben wir heute ein Auslassungszeichen.

Aber der Mensch gewöhnt sich an allem, warum nicht auch an Otto’s Bratwurststand’l. Viel schlimmer finde ich den Plural-Apostroph wie in Erna’s Jean’s-Läd’le. Wenn wir das eindeutschen (Verzeihung - ich weiß, dass das auch im Englischen falsch wäre), essen wir demnächst Bratkartoffel’n. Aber das macht dann auch nicht’s.

Gruß Ralf (Ral’f?)

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Hi Gabi,

der Apostroph wird (wenn man es traditionell machen will) immer dort gesetzt, wo ein e ausgelassen wird. Also bei 's ist schön oder bei packen wir’s an . Nicht dagegen bei Auslassungen von a - so wie das typische „in’s“, „auf’s“, wo sich mir immer die Fußnägel hochbiegen.

Außerdem - wie schon erwähnt - bei einem Genitiv eines Namens, der auf s auslautet - allerdings auch auf x und z (Karl Marx’ Kapital). Dann aber kein S hintendranhängen! (Für Sachsen unlogisch - die schaffen ja die Kombination zs)

Wenn man es trotzdem macht - bitte schön, aber man muß dem ja nicht auch noch Vorschub leisten, indem man es nachmacht.

ciao,
erik
dersichüberüberflüssigeapostropheimmerärgert

noch mehr abschreckende beispiele…
… findet man unter

http://members.aol.com/apostrophs/ und
http://members.aol.com/apostrophs/buchstaben.htm

gruß
ann

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Hi,

ein bisserl spät für eine Antwort, ich weiß, aber dazu:

Viel schlimmer finde ich den
Plural-Apostroph wie in Erna’s Jean’s-Läd’le. Wenn wir das
eindeutschen (Verzeihung - ich weiß, dass das auch im
Englischen falsch wäre), essen wir demnächst Bratkartoffel’n.

passt das hier:

http://www.apostrophe.fsnet.co.uk/

so schön!

lemmy

lingui’sti’scher Schlu’ckau’f ow’T
Gru’ß kw