Gebrauchte messekarten im Internet kaufen !

Hallo,
im Internet gibts diverse Anbieter von originalen Messekarten aus den Jahren 2002/2003. In Foren wird häufig über das Absetzen dieser Karten diskutiert.
Hat irgendjemand diesbezüglich schon Erfahrungen gemacht? Immerhin können so doch noch meine Fahrtkosten von immerhin 0,30 Cent pro gefahrenen Kilometer als Werbungkosten geltend gemacht werden.

Gruss Thomas

Hallo!

Dir ist schon klar, daß das ein regelrechter Betrug ist?
Es gehört imho sogar schon regelrecht kriminelle Energie dazu, Belege zu fälschen oder sonstwie zu beschaffen um nie stattgefundene Ausgaben vorzuspiegeln.

Natürlich ist es stets schwer für das Finanzamt, so etwas nachzuweisen - aber wenn der Teufel das will, fällt Scheiße auch mal aufwärts…

Will sagen: häufig geht es gut, aber manchmal, vielleicht durch einen ganz dummen Zufall, fällt es doch einmal auf.
Und dann nutzt der Bearbeiter gerne die Gelegenheit, endlich mal einen von denen richtig vor die Pumpe laufen zu lassen, die ihn immer zu besch***en versuchen!

Hatte ich doch gerade einen solchen Fall selbst erlebt: ein wirklich gut verdienendes Pärchen gibt eine Erklärung ab mit horrenden Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit.
Hier waren unter anderem als Arbeitsmittel je ein PC, dann für ihn noch ein Notebook, jede Menge Computerzubehör, Druckerpatronen, Papier, Rohlinge usw. usf.
Und natürlich neben jeder Menge Fortbildungsveranstaltungen (alle natürlich nur auf eigene Kosten, ohne Erstattung durch den Arbeitgeber und alles zusätzlich zur normalen Arbeitszeit) auch die obligatorischen Messekarten aus „weit weit weg“.

Aus den Belegen ging nun zufälligerweise auch sein eBay-Nickname hervor.
Und weil mir die ganze Erklärung schon irgendwie sehr fragwürdig erschien, notierte ich mir den Namen und machte mich nach Feierabend mal zuhause auf die Suche. (Im Büro haben wir keinen Internet-Zugang)
Und siehe da: die angegebenen Messekarten hatte der gute Mann gerade einmal acht Wochen vorher für einen Euro bei eBay eingekauft!

Daß dieser Erklärung dann eine ganz besonders „aufmerksame“ Behandlung zuteil wurde, dürfte klar sein, oder?

Ich will im Endeffekt nur sagen: entscheide selbst, was Du tun willst. Sei dir aber darüber im Klaren, daß Du einen regelrechten und vorsätzlichen Betrug begehst und überlege dir vorher, was dir die paar Euro Steuerersparnis wert sind.
Und falls sie dich wirklich erwischen sollten (was ich persönlich in solchen Fällen ehrlich gesagt imme hoffe), dann komm hinterher nicht hier an und jammere über das böse böse Finanzamt…

Nix für ungut,
Robert

Sei dir aber darüber im Klaren, daß Du einen
regelrechten und vorsätzlichen Betrug begehst

hi robert,

nutze doch zur deutlichmachung die korrekten ausdrücke: vielen ist leider nicht bewusst, dass steuerhinterziehung (das ist es hier) eine straftat ist (auch wenn sie nicht strafgesetzbuch sondern in der abgabenordnung geregelt ist).

und auf diese straftat stehen bis zu 5 jahre gefängnis. und hiermit steht es der strafandrohung von anderen vergehen wie „körperverletzung“, „diebstahl“, „betrug“, „urkundenfälschung“, „bildung krimineller vereinigungen“, „volksverhetzung“, „inverkehrbringen von falschgeld“, „falsche uneidliche aussage“, „sexueller missbrauch von kindern in minder schweren fällen“ oder auch dem „menschenhandel“
nicht nach! (keine abschliessende aufzaehlung von vergehen mit strafandrohung bis zu 5 jahren!)

leider führen verharmlosungen oft zu unwissen.

das nur zur verdeutlichung!

mfg vom

showbee

Hallo Showbee,

nutze doch zur deutlichmachung die korrekten ausdrücke: vielen
ist leider nicht bewusst, dass steuerhinterziehung (das ist es
hier) eine straftat ist (auch wenn sie nicht strafgesetzbuch
sondern in der abgabenordnung geregelt ist).

Das wollte ich eigentlich auch schreiben - aber während des Schreibens fiel mir ein, daß ich unlängst in einem anderen Forum wegen genau dieser Ausdrucksweise zurechtgewiesen worden bin.
Man warf mir vor, ich würde „Horrorszenarien“ malen und maßlos übertreiben, weil sich „Steuerhinterziehung“ gleich so sehr nach Flick, Möllemann, Schwarzgeld und Millionenbeträgen anhören würde…
„Betrug“ ist inhaltlich praktisch das gleiche, soll aber (angeblich) weniger die moralische Keule schwingen.

Und nun bin ich hier, mache es anders, und liege schon wieder falsch… :wink:

Nun ja, aber eigentlich ist doch trotzdem rübergekommen, was ich eigentlich sagen wollte. Du hast das jetzt dankenswerterweise noch konkretisiert, so daß jetzt eigentlich alle verbliebenen Unklarheiten beseitigt sind.

Schönen Gruß,
Robert