Hi!
Das darfst Du ja, wir haben hier Meinungsfrieheit.
Aber ich halte es für wichtig, dass dennoch jemand diese
Aussagen geraderückt, um weniger autoversierte Leute hier vor
evtl. teuren Fehlern zu bewahren. Diesen Job übernehme ich
jetzt eben…
Also als Gegendarstellung akzeptiere ich Deine Antwort.
Als „geraderücken“ nicht. Das würde bedeuten das Du Recht hast
und ich nicht. Das sehe ich eben aus ebemnso eigener Erfahrung
anders.
Nix für ungut: ich meine, was ich schreibe. Ich weiß, Du hast für wahrscheinlich 90% der Mietwägen auf dem Gebrauchtmarkt Unrecht.
Nicht böse gemeint, der Threadersteller kann sich nun seine Meinung selbst bilden.
Dioe Möglichkeit besteht, einige Mietwägen gehen auch an
Langzeitmieter, z.B. um die Wartezeit auf den Dienstwagen bei
neuen Mitarbeitern zu überbrücken.
Sicher, über die Art der Behandlung sagt das zunächst aber
nichts aus.
Die Wahrscheinlichkeit einer schlechten behandlung ist eben ungleich höher, als bei einem Firmenwagen, bei dem der Chef auch die Werkstattrechnung sieht oder gar bei einem privat genutzten Auto, wo der Fahrer diese Rechnungen gleich selbst bezahlen muss.
Kein Mensch prüft den Ölstand, höchstens mal der Putzer, wenn
man Glück hat. Der füllt dann Standardöl für 1,20 € / L ein,
gerne auch mal zuviel, und fertig.
Sorry, das ist barer Unsinn.
Jakob, das ist die Realität. Ich habe es selbst gesehen und
gemacht.
Auch da kenne ich es genau anders herum.
Ich bitte um Details.
Welche Firma?
Wie wird sichergestellt, dass vor einer Neuvermietung die Flüssigkeiten geprüft und durch den Aushilfsputzer korrekt aufgefüllt werden?
Wieviele verschiedene Ölsorten lagert die Firma, die Du kennst, in jeder Station? Wie wird sichergestellt, dass der Aushilfsputzer, immer in die Bedienungsanleitung schaut und dann die korrekte Sorte in korrekter Menge einfüllt?
Zudem werden Mietwagen deutlich weniger oft warm gefahren, als
private Autos. Klar, man kommt bei -10° abends am Flughafen an
und will nur noch ins Hotel. Der Mietwagen soll also schnell
heizen. Daher: raus aus dem Parkhaus, ab auf die AB und
Vollgas.
Und? Das machen, schätze ich mal, 95% aller Autofahrer so.
Ich kenne keinen einzigen.
Ach komm. Kaum jemand kümmert sich darum ob der Wagen wirklich
warm gefahren wird.
Wie gesagt, ich kenne keinen einzigen, der sein Auto morgens nicht wenigstens ein paar Kilometer schonend fährt. Egal ob Privat- oder Firmenwagen.
Ich kenne jedoch einige, die das bei Mietwägen anders halten. Kein Kläger - kein Richter…
Du ja, ich auch, einige weitere auch.
Aber das Gros der Autofahrer kümmert sich einen Dreck darum.
Das Gros der Autofahrer kommt niemals aus dem Drehzahlbereich heraus, der für das Warmfahren geeignet ist.
Für moderne Motoren ist das umso schlimmer, gerade große,
teure Autos können daher bald zum Geldgrab für den Käufer
werden.
Ein Astra ist aber keine Nobelkarosse 
Egal. Wenn er einen Turbo hat, ist der Schaden
vorprogrammiert.
Opelmotoren sind zwar dankbar, mechanische Extrembelastungewn
quittieren aber auch sie mit erhöhtem Verschleiß.
Turboladerschäden sind leider generell nicht selten und sind
mir ebenso bei sensibel gefahrenen und gepflegten Fahrzeugen
untergekommen.
Ja, vermutlich bei einem BMW 530d E39 Vorfacelift oder 320d E46 Vorfacelift.
Das waren die beiden Modelle, die um 1998 - 2000 herum ab und an Ärger gemacht haben.
Ansonsten sind Turboschäden bei korrekt behandelten Autos (Turbos fährt man behutsam warm und lässt sie mit laufendem Motor etwas abkühlen, bevor man nach längerer Fahrt den Motor abstellt, dies nur für die weniger versierten Leser) eine absolute Seltenheit.
Ich habe das bislang lediglich bei einer Calloway Corvette erlebt, die aufgrund einer nicht korrekten Schlauchschelle einer Ölleitung an einem der Turbos abgeraucht ist. War spektakulär…
Daher kauft man niemals einen Leihwagen. Niemals!
Das mag für Dich ja zutreffen. Aber genausowenig wie ich
pauschal empfehle einen Mietwagen zu kaufen kann ich Deine
Argumentation so pauschal nicht befürworten.
Wie gesagt, das ist Dein gutes Recht.
Ich bleibe dabei. Das Risiko ist unnötig hoch.
Mein Schwiegervater hat seine BMW immer von den Vermietern
gekauft und hat niemals auch nur die geringsten Probleme
gehabt. Nach Deiner Schilderung hätten das ja „Geldgräber“
sein müssen.
Die liefen auch nach 250.000km einwandfrei.
Das ist reines Glück oder er fährt einfach unheimlich brav.
Wieviele BMWs waren das denn?
Wieviele Turbosiesel waren dabei?
Wie genau waren sie eingesetzt?
a: weiss ich nicht genau
b: keine
c: in allen Bereichen
Ich schiesse mal ins Blaue und unterstelle, es handelte sich dann um die E34 Modelle, 520i und/oder 525i.
Das waren ausgesprochen haltbare Fahrzeuge, (der 2.5i wird nach wie vor als die beste Maschine bezeichnet, die BMW je gebaut hat) und waren damals, ca. 1988 - 1995, in der Vermietung sehr, sehr teuer. Die Klientel, die so etwas mietete, fuhr möglicherweise daher mit etwas mehr Hirn.
Daher mag möglicherweise eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit resultieren, mit solch einem Auto kein Waterloo zu erleben.
Einen modernen Turbodiesel jedoch kann man von der Haltbarkeit mit einem solchen Wagen nciht vergleichen. Erstere sind viel empfindlicher.
Ein weiterer Grund also, lieber ein Vertreterauto zu kaufen…
Der deutsche
Markt ist übervoll von allen möglichen topgepflegten
Gebrauchtwägen. Da fange ich doch nicht mit einem Mietwagen
an.
Diese sogenannten topgepflegten Gebrauchtwagen sind aber auch
nicht selten optisch aufbereitete Grotten.
Ein Mietwagen ist bei Verkauf maximal 2 Jahre alt.
Ich gehe davon aus, dass wir von solchen Autos sprechen.
Ein Auto, das 3 Jahre an einen einigermassen vernünftigen Fahrer verleast war, ist wie neu. Warum also nicht so etwas kaufen?
Da kenne ich genügend Leute die auf solche Blender
reingefallen sind.
Ich auch.
Bei 15-jährigen BMWs ist das zu erwarten. Vergleichbare Mietwägen gibt es jedoch nicht.
Nach Deiner Argumentation sind Gebrauchtwagen aus privater
Hand immer zu empfehlen, Leihwagen grundsätzlich nicht.
Nein, das schrieb ich nicht.
Ich würde grundsätzlich empfehlen, ein möglichst junges Auto mit mittlerer Motorisierung und Ausstattung vom Vertragshändler mit 2 Jahren oder mehr Garantie zu kaufen. Vorbesitzer maximal einer, keine ältere Frau, kein Mann unter 35. Keine Spoiler oder Breitreifen montiert. Alle Services beim Vertragshändler erledigt. Innen und außen sauber.
Sorry, aber derlei schwarz-weiss denken hätte ich Dir nicht
zugetraut.
Auch ich habe eine dunkle Seite…
Man kann in beiden Fällen gehörig auf die Nase fallen.
Das kann man immer. Autodealer sind die heutigen Roßtäuscher.
Wenn man jedoch allein schon beachtet, was ich oben schrieb, hat man die halbe Miete.
Ich habe als Schüler bei Hertz gearbeitet und weiß, wovon ich
spreche.
Nun, ohne Dir nahetreten zu wollen:
Das ist ja nun schon ein paar Tage her 
Das stimmt. Die Arbeitsweise ist genauso, die Motoren sind
anfälliger…
Kann ich wie gesagt aus eigener Erfahrung nicht ansatzweise
bestätigen.
Wir können nun diesen Loop noch 3 mal drehen.
Lassen wir es dabei.
Mir war nur wichtig, es erwähnt zu haben.
Ich habe das erst letztens mit einem Hertz-Stationsleiter
diskutiert.
Auch er rät kategorisch vom Kauf eines Leihwagens ab.
Er hat die von mir geschriebenen Aussagen bestätigt oder
selbst getätigt.
Wenn er davon abrät wird er seinen Grund haben. Die BMW meines
Schwiegervaters stammten von Europcar.
…und dort mieten andere Leute…?
Alle Mietwagen die ich fuhr waren in sehr gutem Pflegezustand.
Und die Autos gehen immerhin auch jährlich zum TÜV.
Der TÜV erkennt keine Mängel, die nicht schon offensichtlich
zu Tage treten.
Das tut er auch bei Gebrauchtwagen von Privat nicht. Und nun
frage ich Dich, wo wird mehr „gezaubert“ um die Kiste durch
den TÜV zu bekommen?
Wir sprechen von jungen Gebrauchten, s.o.
Wenn da „gezaubert“ werden muss, ist sowieso alles zu spät. Das erkennt man dann schon an anderen Faktoren wie manipulierter Km-Stand, versteckte Unfallschäden, schlchter Pflegezustand, fehlende Inspektionseinträge.
Und wieder sind wir bei der Gewährleistung: von Privat bekomme
ich die nicht.
Richtig, s.o.
Erwähnt sei noch, dass eine Garantie üblicherweise umfangreicher ist, als die gesetzliche Gewährleistung und einige Garantieversicherer auch bei Privatverkäufen Garantieversicherungen anbieten.
Grüße,
Mathias