Gebrauchtwagen Quelle gesucht

Hallo!

Ich hoffe mal, dass die Frage hier halbwegs richtig platziert ist.

Unsere Familie / Firma beschäftigt sich seit einiger Zeit recht erfolgreich im Gebrauchtwagenhandel,
und zwar mit Kleinwagen im Verkaufspreis von ca 2000 -6000 €.
Wir können die Nachfrage nicht decken. In unserer Region ist der Markt völlig leergekauft, und wir bekommen kaum Nachschub.

Soweit ich mitbekommen habe, besorgen sich andere Händler die Autos aus Frankreich und Spanien, von Autovermietungen.

Ehrlich gesagt, hab ich noch nicht mal danach gegoogelt,
ich weiss auch garnicht, wonach ich suchen soll.
Wenn sich hier zufällig jemand befindet, der sich mit solchen Importgeschichten auskennt, und ansonsten noch paar Hinweise hat,
wäre ich sehr dankbar.
Die englischen Sprache beherrsche ich in Schriftform halbwegs, mündlich/telefonisch leider nicht gut.

Grüße, Steffen!

Hallo!

Von einem guten Freund, der seit Jahren in leitender Position im Autogewerbe tätig ist, weiß ich, dass Autos unter ca. 8.000 Euro, auch abhängig von der Marke, von den größeren Händlern direkt an Aufkäufer verkauft werden. Die Händler wollen sich natürlich nicht mit der Gewährleistung für alte Kisten herumschlagen, daher gehen die Autos dann meistens über den Aufkäufer in den Export. Mein alter Benz ging nach Nordafrika und kostete 16.000 Euro…

Für Euch hängt es somit stark vom Volumen ab, welches Ihr aufkaufen möchtet.

Wendet Euch an Häusler München, Kroymans Deutschland sowie die großen NLs von Benz und BMW. Die Mahag in München könnte auch Sinn machen. Die Preise sind oft sehr gut, da diese Autos aus Inzahlungsnahmen stammen, die einerseits oft vom Werk subventioniert sind und andererseits meist zu günstigen preisen hereingenommen worden sind. Oft werden die Autos auch unter dem EInstandspreis veräußert.
Es scheint so zu sein, dass im Gebrauchtwagengeschäft der Faktor Standzeit ausgesprochen wichtig ist, daher müssen die Kisten möglichst schnell vom Hof.

Was die Autovermietungen betrifft: Autos für 2-6 TEur von einer Vermietung sind ein Risiko, wenn Du an Privatleute verkaufen möchtest. Du musst gewährleisten und solche Autos werden vermutlich 80% Gewährleistungsfälle verursachen.

Auch wenn Du offiziell als Privatmann agierst, nimmt Dir das im Zweifel vor Gericht niemand ab, wenn Du 10 Autos aus Spanien importiert hast. Die Spielchen mit dem Verkauf des Autos an einen Schwager, der das dann als „im Kundenauftrag“ macht, sind mittlerweile hinreichend bekannt. Auch bei Gericht.

Grüße,

Mathias

Ich hoffe mal, dass die Frage hier halbwegs richtig platziert
ist.

Unsere Familie / Firma beschäftigt sich seit einiger Zeit
recht erfolgreich im Gebrauchtwagenhandel,
und zwar mit Kleinwagen im Verkaufspreis von ca 2000 -6000 €.
Wir können die Nachfrage nicht decken. In unserer Region ist
der Markt völlig leergekauft, und wir bekommen kaum Nachschub.

Soweit ich mitbekommen habe, besorgen sich andere Händler die
Autos aus Frankreich und Spanien, von Autovermietungen.

Ehrlich gesagt, hab ich noch nicht mal danach gegoogelt,
ich weiss auch garnicht, wonach ich suchen soll.
Wenn sich hier zufällig jemand befindet, der sich mit solchen
Importgeschichten auskennt, und ansonsten noch paar Hinweise
hat,
wäre ich sehr dankbar.
Die englischen Sprache beherrsche ich in Schriftform halbwegs,
mündlich/telefonisch leider nicht gut.

Grüße, Steffen!

Hallo Steffen,

Autos in dieser Preisklasse stammen meist, wie Mathias schon schrieb, aus Inzahlungnahmen. Gerade bei den momentan heftig von den Herstellern subventionierten Inzahlungnahmen über Wert.
Hier im Grossraum Hamburg verkaufen die Händler die diese Fahrzeuge in Zahlung nehmen an den grössten Verwerter in der Gegend.
Als Händler wollen die mit diesem Preissegment nichts mehr zu tun haben. Weiterhin ist wohl, nach dem was ich o gehört habe, den Händlern teilweise untersagt die subventioniert inzahlung genommenen Fahrzeuge selbst wieder zu veräussern.
Nach meinem dafürhalten würde es sich lohnen die wirklich grossen Händler zu kontaktieren. In Hamburg wären das z.B. Dello bei Opel und Raffay bei VW/Audi. Die meisten anderen Marken werden von den regionalen Niederlassungen betreut.

Gruss Jakob van Tast

Als Händler wollen die mit diesem Preissegment nichts mehr zu
tun haben.

Hallo
mal nebenbei bemerkt, da wird sich einiges aendern, in Zukunft gibts neue Autos deutlich unter 6000 EUR.

Zitat: Dabei entwickelten sich drei Marktsegmente - das Billigauto für
7000 bis 10 000 Dollar, das Billigauto für 5000 bis 7000 Dollar und
das Billigauto für 2000 bis 5000 Dollar. Bis zum Jahre 2015 werden
nach einer Prognose von B&D-Forecast weltweit 10 Millionen
Billigautos verkauft. mehr… http://www.capital.de/unternehmen/meldungen/764358.h…

Gruss Helmut

Dankeschön für…
Eure Hilfreichen Antworten!!

Auch wir bekommen den überwiegenden Teil der Autos von einem VW-Autohaus,
auch die wollen mit den Inzahlungsnahmen nichts zu tun haben.
Bei uns hier sind die Preise für billige Kleinwagen total überhöht, und das weiss der Chef von dem VW-Autohaus natürlich auch.

Da werde ich mich wohl doch mal etwas Richtung Westen bewegen müssen.

Einen Autotransport-LKW voll Polos, Corsa´s usw. , 8 - 10 Jahre alt könnte ich schon verkraften.
Bei uns läuft das so ab, dass die Autos meist nicht als „privat“ verkauft werden.
Die werden durchgesehen, repariert, gereinigt, konserviert, bekommen oft einen neuen Zahnriemen, Ölwechsel, HU + AU.
Probleme mit der Gewährleistung haben wir sehr wenig,
weil wir die gut prüfen, und bekannte Problemautos garnicht aufkaufen.

Das hat sich hier recht gut eingelaufen,
und es hat sich sogar schon so etwas wie eine Stammkundschaft gebildet.

Grüße, Steffen!

Hallo Helmut,

mal nebenbei bemerkt, da wird sich einiges aendern, in Zukunft
gibts neue Autos deutlich unter 6000 EUR.

Genau das stützt ja meine Aussage. Wenn es Neuwagen bereits für 6.000,-EUR oder darunter gibt, dann sind Gebrauchte für 2.000 - 6.000,-EUR natürlich uninteressant :wink:
Es sei denn es handelt sich um ältere Modelle des oberen Preissegmentes, aber selbst da wollen die Händler aufgrund des Alters nichts mehr damit zu tun haben.
Ich befinde das Preisgefüge für ältere Gebrauchte momentan sowieso für masslos überhöht. Was da teilweise noch für die alten Kisten verlangt wird ist fast unverschämt. Aber der Markt scheint es herzugeben.
Ich habe 1983 einen einwandfreien Mercedes 200D Bj.75 für 3.500,-DM gekauft.
Versuch mal heute einen 8 Jahre alten 200D für 1.750,-EUR zu bekommen.

Gruss Jakob

Was da teilweise noch für die
alten Kisten verlangt wird ist fast unverschämt. Aber der
Markt scheint es herzugeben.

Hallo !

Genauso ist es.
Einen gut gepflegten Polo, mit 80 000 km, 10 Jahre alt,
verkaufen wir hier so an die 3000 €.
Und die gehen weg wie warme Brötchen.

Die typische Käufergruppe sind junge Leute, die nach ihrer Schule/ Ausbildung irgendwo im „Westen“ arbeiten müssen, und das Auto „sponsored by Oma“ bekommen.
Zweite Käufergruppe ist der Langzeitarbeitslose, der plötzlich einen Job bekommt (ja, das passiert hier im Osten jetzt oft).
Der braucht ein Auto, damit er über die Leiharbeitsfirma jeden Monat woanders für 5,77 €/h arbeiten kann/ muss/ darf, wie man es will.

Beide Käufergruppen bekommen keine Finanzierung über die Bank für einen Neuwagen,
Vollkasko ist auch teuer,
aber die 2 oder 3 tausend € für einen Gebrauchten kratzen die trotzdem noch irgendwo zusammen.
Ja, ich weiss, die Welt ist schlecht,
aber ich hab die nicht gemacht. Könnte mir das auch alles besser vorstellen…

Grüße, Steffen!