Gebrauchtwagenkauf

Hi,

ich bräuchte mal schnell einen Rat von Euch.

Wir waren uns heute einen Saxo BJ97 mit 70km angucken. Der Verkäufer hat in der Anzeige angeben: 1 Hand von privat. Preis 1500,-

Am Telefon meinte der Mann zuerst, der Wagen gehöre seiner Frau, sie hätten sich ein neues Fahrzeug gekauft.

Wir waren heute da und der Verkäufer, ein Yugoslave, hat sich dann mehrmals verquatscht.

Fakten:

  • Der Wagen kommt aus Frankreich von einer Frau. Ob die erst Zulassung auf Sie ist, konnte ich nicht erkennen, da ich kein Franz. spreche.
  • In dem Brief steht noch die Frau als Inhaberin.
  • Der Wagen hatte eine Motorwäsche und der Typ hatte ein Problem damit, dass unser Freund (KFZ-Meister) sich das Fahrzeug ansieht. Aber wir haben uns das nicht nehmen lassen. Unser Freund meint, für den Preis sei der ok.
  • Der Verkäufer ist ein kleiner Händler

Was weiter merkwürdig war:

Beim Kaufvertrag hat er seine Frau reingeschrieben, den Ausweis hat er uns auch gezeigt. Den Kaufvertrag von der Französin wollte er uns nicht zeigen, weil wir dann angeblich seinen Einkaufspreis sehen würden. Seinen Personalausweis wollte er uns auch nicht zeigen.
Wir waren allerdings in seiner Wohnung, war kein Hinterhof-Geschäft.
Pass seiner Frau war Yugoslavisch.

TÜV und AU macht er heute und schreibt die Papiere um. Desweiteren hat er auch gegengezeichnet, dass das Fahrzeug unfallfrei war.

Wir haben nun 50,- angezahlt und sollen das Auto heute Abend erhalten. Die Zweifel werden immer größer.

Könnte bei dem Wagen was faul sein, vllt. sogar gestohlen? Oder meint ihr, das ist einfach nur nen Idiot, der nen gutes Geschäft machen will, weil er in Frankreich den Wagen für 800,- einer alten Oma abgekauft hat?.

VG

Hallo
Wenn ich das so lese…
Willst du meine ehrliche Meinung hören ?
Ich hätte den Wagen nicht gekauft!

Ist schon etwas eigenartig. Kann sein, daß alles seine Richtikeit hat. Kann aber auch sein, daß an der Sache was faul ist. Was Du aber auf jeden Fall beachten solltest: Wenn der Wagen keine EG-Typgenhmigung hat, sondern nur eine nationale Zulassung, in diesem Fall eine französiche, brauchst Du eine Einzelabnahme von TÜV oder Dekra. Du bekommst dann den Wagen mit einer normalen Haup- und Abgasuntersuchung nicht zugelassen. Die EG-Typgenehmigung müßte in den Papieren stehen oder es ist das COC-Papier mit dabei. Und auf jeden Fall genau die Fahrzeug-Ident-Nr. in den Papieren mit der eingestanzten Nr. im Fahrzeug vergleichen.

Hartmut

Hi,

ui, dass mit der AU habe ich nicht gewusst. Er hat heute bei einer Werkstatt ein Prüfbericht mit TÜV-Sigel machen lassen, dort steht nächste AU 2011/07. Ausserdem hat er EURO 2. So ein COC-Papier ist nicht dabei.

Ansonsten ist ein TÜV-Bericht dabei, also TÜV hat er.

Hallo,

ganz klar, der Händler hat den Wagen billigst importiert und mag nun weder dem Finanzamt die Steuer zahlen, noch Dir die (gesetzlich vorgeschriebene) Sachmangelhaftung (ehemals Gewährleistung) einräumen. Deine vermuteten 800.- € halte ich für deutlich zu hoch angesetzt ;~)

Hinsichtlich der Zulassung in D würde ich mir keine Gedanken machen - wurde in letzter zeit stark vereinfacht.
Geklaut - nein, diese Preisklasse eher nicht.
Weiterhin würde ich dem KFZ-Meister vertrauen.

Und was den Vertrag aus Frankreich angeht - warum sollte er Dir den zeigen? Würdest Du ihm Deine Gehaltsabrechnung oder Deine Einkommensteuererklärung sehen lassen?
Wegen der Gewährleistung ist das natürlich so eine Sache - gesetzlich betrachtet wäre er zu 12 Monaten verpflichtet, aber das umgeht er in Form des Privatverkaufs durch die Frau (wenn er klug genug ist, dies vertraglich auch festzuhalten), aber anders herum: was soll’s? Bei einem Auto für € 1.500.- geht schon 'mal was kaputt, und dann kostet es eben etwas. Besser, als wenn Du die vorgeschriebene Sicherheit hättest, der Wagen dafür aber einen Tausender teurer wäre.

Unschön bleibt, dass er die Sache sicherlich schwarz abwickelt. Aber diese Händler werden idR nicht sehr alt…

Grüße
formica

Hallo Mike,

ich habe bisher ca. na, wenn nicht noch mehr, Autos ge- und verkauft. Alles immer im „Low Budget“ Bereich. Ohne Ausweis/Pass -Nummer abschreiben- wäre da nie,nie niemals nicht etwas gelaufen. Völlig unabhängig ob ich ge- oder verkauft habe, völlig unabhängig von Nationalitäten, und völlig egal wie gern ich das Auto ge- oder verkauft hätte. Ohne Pass geht gar nichts!!

Herzliche Grüße
Renate

Hallo Renate,

ich habe bisher ca. na, wenn nicht noch mehr, Autos ge- und
verkauft. Alles immer im „Low Budget“ Bereich.

ich auch :wink:

Ohne
Ausweis/Pass -Nummer abschreiben- wäre da nie,nie niemals
nicht etwas gelaufen. Völlig unabhängig ob ich ge- oder
verkauft habe, völlig unabhängig von Nationalitäten, und
völlig egal wie gern ich das Auto ge- oder verkauft hätte.
Ohne Pass geht gar nichts!!

Andere Länder - andere Sitten.

Hier in Österreich gilt noch: „Geld gegen Ware“
Ich bezahle bar, unterschreibe den Kaufvertrag und nehme das Auto gleich mit (ohne Kennzeichen).

Den Pass muss ich nur beim Anmelden vorlegen.

Wer weiss, wie das in Frankreich geregelt ist?

Gruss Harald

Hi,

wir waren mutig und haben gekauft, weil er echt billig war und der KFZ-Meister nochmal meinte, er hätte den Wagen gekauft, da P/L stimmt.

Bisher sind wir zufrieden. Das die km stimmen, glaube ich schon, der Wagen sieht einfach zu gut aus, als das der mehr haben könnte. Pedale, Sitze, Schlatknopf, alles relativ „jung“.

Im TÜV-Berich hingegen steht drin, dass Getriebe/Motor ein wenig ölig !waren!. Zahnriemen und neue Reifen hatte er auch. Keine Beulen, kein Rost.

Das Einzigste was mich stört ist die Schaltung. Die Kupplung läuft nicht weich, sondern ruckelt. Aber nur im ersten Gang. Für den Preis kann/muss ich damit wohl leben. Bei der Zulassungsstelle hat auch alles geklappt. Achja und die Lüftung pfeift, aber auch damit kann ich leben. Lt. Preisvergleich war das der zweitgünstige Wagen. Und alle darüber und der eine darunter, waren älter, hatten mehr km oder Unfall.

Naja mal abwarte, was in ner Woche ist. Das Teil kann ja noch immer auseinander fallen :smile:

Hallo Harald,

ich meinte mit „ohne Pass geht gar nichts“ weder das KVA noch sonst eine Behörde. Ich meinte mich , ich würde ohne Passvorlage ein Auto weder verkaufen noch kaufen.

Und habe zwei Beispiele wo mich diese Tatsache gerettet hat. Ich habe ein fahrunfähiges und nicht mehr angemeldetes Fahrzeug -beide Tatsachen im Kaufvertrag festgehalten- für eine DM verkauft. Der Käufer hat es irgendwie doch zum Fahren gebracht und ist damit doch auf öffentlichem Straßenland gefahren. Er glaubte wohl es in seinem Heimatland wieder fahrfähig machen zu können, und es dann wieder verkaufen zu können, oder selbst zu benutzen, was weiß denn ich. Irgendwo in der Gegend Fürstenwald muss das Teil wohl ganz aufgegeben haben. Jedenfalls wurde es dort in einem Waldstück aufgefunden. Und ich als letzte Halterin ermittelt. Puuhh, was war ich froh einen Kaufvertrag mit Namen, Anschrift und einer Passnummer vorlegen zu können.

Ich habe einen „Camping“-VWBus gekauft. Mit dem wollten wir nach Griechenland (du errätst nie, wann das ungefähr gewesen ist :wink: ).
Beim Versuch die BRD zu verlassen sagte uns der nette Grenzbeamte, dass daraus nichts würde. Der Wagen stehe auf der Fahndungsliste, weil seit Monaten keine Versicherung bezahlt wäre. Und der Wagen wäre erstens, mit sofortiger Wirkung außer Betrieb gesetzt, und, zweitens beschlagnahmt.
Puuuhh was war ich froh einen Kaufvertrag vorlegen zu können, aus dem eindeutig hervorging, dass ich davon nichts wusste. Versicherungsagenten zur Grenzstelle kommen lassen, Dreimonatsversicherung abgeschlossen, weiterfahren dürfen!!

Daher mein Credo: Ohne Pas**** aber das ist ja nun hinlänglich bekannt.

Berlingruß
Renate