Hallo Camilla,
Ich weiss genau, was man in Deutschland im Gegensatz zu
anderen Länder von Staat hat. Nichtsdestotrotzist in
Deutschland nicht alles soooo gut.
Leider nicht. Vor allem für den normalen Arbeitnehmer ist die Situation aufgrund der hohen Abgabenlast eher unerfreulich. Und der ist mit allemal wichtiger als jemand, der sich selbst nicht ernähren kann. Das Leben ist nunmal hart.
Klar soll hier niemand verhungern. Aber was mir allein in meiner Heimatstadt München, wo ja das Problem Sozialhilfe ein eher seltenes ist, bereits begegnet ist, spottet jeder Beschreibung. Am allerliebsten sind mir persönlich ja die alleinerziehenden Mütter mit 3,5 Zimmer Wohnung auf Staatskosten, die ja achso gefordert sind und natürlich keinesfalls auch nur einen Halbtagesjob machen können.
Aber natürlich gestehe ich Euch auch andere Favoriten zu. Wie wär´s mit dem Kollegen, der sich jedesmal, wenn das Arbeitsamt ihn zu einer Firma schickt, sich definitiv nur den Stempel holt und danach mit seinen 35 Jahren in die Kneipe schlappt und säuft?
Solchen Leuten, und das sind nicht wenige, könnte man ruhig etwas Dampf machen, um die Leute, die wirklich etwas tun und ihre Verantwortung übernehmen, deutlich(!) zu entlasten.
Ausserdem ist es in allen
westlichen Ländern schon so (in den östlichen ist es schon
längst), dass die Kluft zwischen Armen und Reichen immer
grösser wird. Ich glaube, das kann man gar nicht bestrieiten.
Natürlich nicht. Nur ist in D keiner richtig arm, außer er will es so.
Ein normaler Arbeitnehmer in Venezuela lebt „schlechter“ als ein deutscher Sozialhilfeempfänger.
Mit dem weiteren Unterschied, daß der Venezolaner sich nicht beschwert…
Diese Kluft ist übrigens ganz normal und m.E. völlig o.k. und gesund. Wären alle gleich, gäbe es kein Initiative und alles verarmt, sh. DDR.
Wer was tut, soll auch was verdienen. Daß er sich dadurch abhebt, ist o.k. für mich.
Übrigens: ich war auch mal arbeitslos und mir ist es auch
passiert, dass ich einen Job oder den anderen nicht angenommen
habe. Mánche angebotenen Arbeitsstellen waren nicht für mich
geeignet - und manchmal ist es doch nicht so gut, den ersten
Job anzunehmen, um kurz danach wieder arbeitslos zu werden.
Keine Frage.
Nur muß bei der Entscheiduung immer der Gedanke mitspielen, daß bis zum Abschluß eines neuen Arbeitsvertrages auf Kosten der Allgemeinheit gelbt wird und man somit nicht erst auf den Traumjob warten darf!
Man will doch langfristig eine Stelle bekommen. Arbeitslos zu
sein ist für die meisten Menschen sehr demütigend, glaube mir,
und man kann mit dem Geld nicht soooo gut leben (kannst du dir
vorstellen, wie man in einer Stadt wie München - Mieten: ca,
DM 25,- pro qm - mit 1.000 Dm monatlich lebt?). Dazu ist zu
sagen, dass man dafür (und zwar alle, auch diejenigen die nie
arbeitslos sein werden) ziemlich höhe
Arbeitslosigkeits-Beiträge bezahlt.
Frag mal den durchschnittlichen Studenten, wie er das macht. Um den schert sich auch keiner.
Ich möchste auch darauf hinweisen, dass in diesem Sozialstaat
manche Leute vom Finanzamt tatsächlich in die Ruine getrieben
werden (das FA kennt nichts, glaub mir - und wenn du willst
kann ich konkrete Beispiele machen), damit, zum Beispiel,
unsere Politiker von Bonn nach Berlin umziehen können. Das
passt mit dem Sozialstta nicht ganz zusammen, oder?
Kein Thema.
Ist nur kein grund, den anderen, die ebenfalls dieses Problem haben, unnötig auf der Tasche zu liegen.
Naja, abgesehen von all diesem, kann ich dir bestätigen, dass
es den Menschen in anderen Ländern nicht besser geht.
Eben.
Gruß,
Mathias