Gebühren bei Depotübertrag

Hallo,

ich habe gelesen, zuletzt in einem Artikel in einer der letzten Börse Online-Hefte (der sich wiederum auf eine Gerichtsentscheidung berief), daß Gebühren für den Depotübertrag von einer Bank unzulässig seien. Stimmt das und gilt das für den Depotausgang?

Beispielsweise die DAB Bank führt für den Depotübertrag innerhalb des eigenen Hauses wie auch auf fremde Banken nach wie vor eine Gebühr an im Preisverzeichnis, gleiches gilt auch für die Deutsche Bank (pro WKN).

Hallo!

ein Depotübertrag ist nur bei Auflösung des Depots gebührenfrei (so lautete auch das Urteil).
Begründung hierfür: Der Kunde hat einen Herausgabeanspruch.

Bei reiner Übertragung ohne Auflösung stellt es eine Dienstleistung dar für die Gebühren verlangt werden darf.

Dazu findest du mehr als einen Artikel im Archiv.

Gruß Ivo

Hallo,

das BGH-Urteil besagt, das Banken für Übertragungen von Wertpapieren auf andere Depots keine Entgelte erheben dürfen. Weder bei Übertragung des Gesamtbestandes noch bei Übertragung einzelner Posten.

Nur fremde Kosten/Spesen dürfen dem Kunden weiterbelastet werden.

http://www.dsw-info.de/Depotgebuehren_fuer_Wertpapie…

Gruß

c.

Danke!
Dieses Urteil ist völlig an mir vorbei gegangen.

Gruß Ivo

Wie hoch sind etwa die fremden Spesen?
Hallo,

vielen Dank. Jetzt wäre noch interessant, wie hoch denn erfahrungsgemäß etwa die fremden Spesen sind, bei der Gesamtdepotauflösung oder beim Übertrag von einzelnen Posten?
(ich habe einmal ein Depot bei der Deutschen Bank - Belegschaftsaktien -, und einmal eines bei der Hausbank - Rentenfonds -, dann noch eines bei einem Discountbroker).

Vielen Dank im voraus!

Hi,

vielen Dank. Jetzt wäre noch interessant, wie hoch denn
erfahrungsgemäß etwa die fremden Spesen sind, bei der
Gesamtdepotauflösung oder beim Übertrag von einzelnen Posten?
(ich habe einmal ein Depot bei der Deutschen Bank -
Belegschaftsaktien -, und einmal eines bei der Hausbank -
Rentenfonds -, dann noch eines bei einem Discountbroker).

als Anhaltspunkt: Ich habe neulich ein komplettes Depot mit Aktien, Renten- und Aktienfonds übertragen lassen. Das einzige, für das fremde Spesen in rechnung gestellt wurden, war ein US-Fonds: 2,50 Euro.

Gruß,
Christian

…vielen Dank, exc.
Noch eine letzte Rückfrage: war das bei der comdirect oder einer Bank, die prinzipiell den Übertrag als kostenlos deklarierte (dann wäre es auch kein Wunder)? Die meisten anderen haben ja nach wie vor explizit Gebühren in den Preislisten aufgeführt. Aber ich denke, da werde ich ohnehin persönlich mit jemandem sprechen müssen, um das vorab zu klären. Meine Karten dürften ja nicht schlecht stehen, und bei 2,50 Euro würde es sich auch echt lohnen, auch wenn das Depot bei der Deutschen Bank kostenlos geführt wird…

Noch eine letzte Rückfrage: war das bei der comdirect oder
einer Bank, die prinzipiell den Übertrag als kostenlos
deklarierte (dann wäre es auch kein Wunder)?

Da es nur um die fremden Spesen ging, habe ich auch nur dazu was gesagt. Zu mehr kann ich auch nichts sagen, weil mir diese spezielle Bank nie irgendwelche Gebühren in Rechnung gestellt hat - unabhängig von der üblichen Gebührentabelle, die ich nicht kenne.

Gruß,
Christian

Hallo,

das BGH-Urteil besagt, das Banken für Übertragungen von
Wertpapieren auf andere Depots keine Entgelte erheben dürfen.

das ist seltsam, denn vor einigen Tagen habe ich meinen gesamten Bestand vom Depot bei der SEB zur Postbank geschickt und da hat die SEB gewaltig kassiert. Waren über 70 Euro. Da mir die Postbank aber kostenfreie Umsetzung versprochen hat, hat sie diese Kosten auch komplett übernommen.
Ich meine, mir ist’s egal, ich habe mein Geld zurück. Aber warum übernimmt dann die Postbank so ohne zu murren gut 70 Euro, wenn die Kosten überhaupt nicht rechtens waren?

bye
Micha

hallo,

wenn der Sachverhalt genauso ist wie du beschrieben hast, dann kann ich nur sagen mache der SEB Bank mal richtig Dampf, und verlange die Gebühren mit Hinweis aus das Urteil zurück.
(Vordruck bekommst du auf der Interseite der Verbraucherzentrale).
Sollte die SEB sich querstellen, was ich nicht glaube, dann schreibe eine kurze Mail an die Verbraucherzentrale mit dem Sachverhalt.
Weiterhin kannst du dich auch direkt auch an den Ombudsmann der Bundesverband deutscher Bank wenden (www.bdb.de)
Beides wird helfen.
gruss
guido

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