Geburt: Ultraschall bei Aufnahme in Khs. Standard?

Hallo,

kennt irgend jemand Artikel oder Links, in denen beschrieben ist, dass kurz vor einer Geburt zur Aufnahme in die Klinik standadmäßig eine Ultraschalluntersuchung vorgeschrieben ist?

Danke schon mal vorab für die Hiweise.

Grüße
Stefan

Nachfrage:
Hallo Stefan!

In Ö sind die Ärzte der Ansicht, dass in der so weit fortgeschrittenen Schwangerschaft ein Ultraschall als diagnostisches Mittel ungeeignet, weil nicht mehr aussagekräftig genug ist.

Ist das in D anders?

Wurde bei Deiner Frau kein Ultraschall gemacht und ist mit dem Baby was nicht in Ordnung - oder warum fragst Du?

Gruß

Hanna
*6fachemutter*

Servus Stefan,

wir kennen uns ja noch :wink: Wie gehts Euch?

Zu Deiner Frage: Eigentlich wird bei der Aufnahme kein Schall mehr gemacht. Wichtig wäre das allenfalls zur Abklärung der Lage des Kindes, d.h. bei der Frage, ob es mit dem Kopf nach unten liegt. Das kann man aber mit auch nur geringer Erfahrung genausogut mittels einiger Handgriffe von außen prüfen. Eine interessantere Frage wäre, ob es dem Kind gut geht, d.h. ob es sich (beispielsweise) viel bewegt (das kann aber auch die Mutter sagen) oder ob zuviel oder zuwenig Fruchtwasser da ist (da braucht man dann schon viel eher einen Ultraschall, weil sich das im Gewicht oft nicht so eindeutig niederschlägt - allerdings würde man so ein zuviel oder zuwenig schon vor der Geburt in den Routinekontrollen sehen…). Zudem hat man noch den Wehenschreiber, der einem zusätzlich Auskunft gibt über die kindliche Situation.

Die Frage, ob es dem Kind gut oder schlecht geht, ist deshalb wichtig, weil man dann vielleicht viel eher einen Kaiserschnitt machen würde, weil es eine normale Geburt vielleicht nicht heil überstehen würde. Aber die oben beschriebenen, rein klinischen Indikatioren sind im Prinzip genauso gut wie ein Ultraschall. Dieser würde also in nur ganz bestimmten Situationen ganz bestimmte Fragen beantworten und wird daher nicht routinemäßig durchgeführt.

viele Grüße,

Oliver

Servus Stefan,

wir kennen uns ja noch :wink: Wie gehts Euch?

Hallo Oliver,

danke, es geht uns soweit gut (bis auf die Geschichte mit meiner Frau natürlich). Die Erfolge der OP vom letzten Jahr haben sich leider schon wieder etwas relativiert. Wir haben viel an Dich gedacht, Deine Hinweise haben uns sehr viel geholfen.
Schön, dass Du immer noch so aktiv bist. Du bist ein echter Gewinn für das Medizin-Forum.

Wir sind mit unserer Sache an dem Punkt, dass wir Klage einreichen wollen. Letztendlich geht es uns bei allen Fragen wie bei Deiner Antwort hier. Die meisten Untersuchungen o. ä. sind nicht unbedingt nötig oder kein fachärztlicher Standard. Auch die Sache mit dem Kristeller Handgriff ist nicht eindeutig (danke nochmal für Deine super Literaturhinweise!).
Bei uns ist der Punkt, dass die Vielzahl der ungünstigen Vorbedingungen nicht im Zusammenhang beachtet wurden und alles in allem ein Kaiserschnitt zumindest angesprochen hätte werden müssen.

Zu Deiner Frage: Eigentlich wird bei der Aufnahme kein Schall
mehr gemacht. Wichtig wäre das allenfalls zur Abklärung der
Lage des Kindes, d.h. bei der Frage, ob es mit dem Kopf nach
unten liegt. Das kann man aber mit auch nur geringer Erfahrung
genausogut mittels einiger Handgriffe von außen prüfen. Eine
interessantere Frage wäre, ob es dem Kind gut geht, d.h. ob es
sich (beispielsweise) viel bewegt (das kann aber auch die
Mutter sagen) oder ob zuviel oder zuwenig Fruchtwasser da ist
(da braucht man dann schon viel eher einen Ultraschall, weil
sich das im Gewicht oft nicht so eindeutig niederschlägt -
allerdings würde man so ein zuviel oder zuwenig schon
vor der Geburt in den Routinekontrollen sehen…).

Ich frage, weil die Vorgeschichte folgendermaßen war:

  • Alle drei vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen sind durchgeführt worden, allerdings in der zweiten und dritten sind lediglich zwei der vier Abdomenmaße bestimmt worden.
  • Für den die Schwangerschaft betreuenden Frauenarzt leitet ein Kollege von ihm die Entbindungen. Deshalb stellt sich meine Frau dem Kollegen vor dem ET vor. Der machte auch kein Ultraschall, aber wir haben von ihm die schriftliche Aussage, dass er wusste, dass es sich ein um „Größe und Länge überdurchschnittliches Kind“ handeln würde.
  • Meine Frau wog vor Schwangerschaftsbeginn 54 kg, Fabian wog zur Geburt 4280 g. Alleine schon, um Risiken für das Kind auszuschließen, hätte der Arzt sich ein genaueres Bild von Größe und Lage des Kindes machen müssen, meinen wir.
  • Während fast des gesamten Tages (Betreten des Krankenhauses früh am morgen bis um ca. 18:45) hatten wir keinen Arztkontakt. Auch auf mehrmaliges Bitten an die Hebamme kam kein Kontakt zustande. In der Doku der Hebamme steht zwei Mal "Info Dr. ", nichts, was sie mit ihm besprochen hat.

Die Liste ließe sich lange fortsetzten. Aber dadurch, dass keine Einzelursache für die entstandenen Schäden „kausal“ verantwortlich gemacht werden kann, werden wir wohl keinen Erfolg haben.

Wir schätzen Deine Art, wie Du die Dinge neutral (soweit das überhaupt in der Medizin möglich ist) beschreiben kannst. Es ist uns ja weder damit gedient, dass jeder Vorwurf abgeschmettert wird, noch dass uns nach dem Mund geredet wird.

Danke für Deine erneute Antwort!

Grüße
Stefan

Hallo Stefan!

In Ö sind die Ärzte der Ansicht, dass in der so weit
fortgeschrittenen Schwangerschaft ein Ultraschall als
diagnostisches Mittel ungeeignet, weil nicht mehr
aussagekräftig genug ist.

Ist das in D anders?

Hallo Hanna,

eigentlich ja. Viele Kliniken haben zum Standard, dass bei der Aufnahme in der Klinik ein Ultraschall gemacht wird. Allgemeiner Standard ist das aber noch lange nicht.
Wenn Fruchtwasser abgegangen ist macht es wohl keinen Sinn mehr. Also je nach dem, wie weit der Geburtsverlauf schon fortgeschritten ist.
So verstehe ich zumindest bis jetzt die verschiedenen Aussagen zu dem Thema

Wurde bei Deiner Frau kein Ultraschall gemacht und ist mit dem
Baby was nicht in Ordnung - oder warum fragst Du?

Das Baby ist ok (mittlerweile 3 1/2 Jahre alt). Aber die Mutter nicht (starke Beckenbodenschäden). Die ganze Sache ist aber furchtbar lang zum erzählen. Einen kleinen Eindruck bekommst Du in meiner Antwort auf Olivers Kommentar.

*6fachemutter*

GRATULATION! Ich wünsche Dir, dass Du alle noch gut im Griff hast. Ist ja nicht ganz einfach bei so vielen Kindern.
Bei uns ist leider durch die entstandenen Schäden nach dem ersten Kind Schluss :frowning:

Grüße
Stefan