Liebe ExpertINNEN (Männer hab ich auf den ersten Seiten zum Thema Geburtshilfe jedenfalls nicht gefunden…)
ich habe da eine Frage, die mir schon seit längerem im Hinterkopf herum schwirrt - es geht um das Geburtsgewicht von Säuglingen und die damit verbundene Überlebensrate.
Ich habe da eine Graphik, in der gezeigt wird, dass die meisten Kinder, die geboren werden, etwas über drei Kilogramm wiegen und dass die Sterblichkeit mit diesem Geburstgewicht am niedrigsten ist.
Außerdem sieht man, dass die Sterblichkeit mit abnehmendem Geburtsgewicht zunimmt - aber wiederum auch mit ZUnehmendem Geburtsgewicht - wenn auch nicht so steil.
Als ich meinen Schülern das gezeigt habe, stellten sie natürlich - wie immer - genau die schlaue Frage, auf die ich keine Antwort hatte. Und zwar, warum denn die Sterblichkeit mit steigendem Geburtsgewicht steigen würde.
Ich hatte übrigens einen (sehr gesunden) Kollegen, der als erstes Kind seiner Mutter sagenhafte sechs Kilo bei der Geburt gewogen hat !
Ich konnte da nur spekulieren: Zu große Quetschung im Geburtskanal mit der Gefahr, dass was bei dem Kleinen bricht ? Oder müssen die, um überhaupt so schwer zu werden, besonders lang im Mutterleib bleiben und sind dadurch gefährdet ?
Bei den sehr leichten Kindern habe ich zu allererst an „Frühchen“ gedacht, wo vielleicht die Lunge noch zu schwach ist und kollabiert oder die Organe noch nicht gut genug entwickelt - aber, wenn das Kind lange genug im Mutterleib war, ausreichend ernährt ist und vielleicht einfach natürlicherweise recht klein ist - dann kann ich mir da auch nicht erklären, warum die Sterblichkeit erhöht sein soll.
Für Eure Antworten schon jetzt ein Dankeschön !
Gruß, Bettina