Hallo Jumpman,
Also erstmal eins vorweg :
Es ist eine schlechte Angewohnheit, Zeilen aus dem Koran
oder der Bibel oder was auch immer vorzubringen, wenn
man sich mit andersglaeubigen unterhaelt.
Es gibt üblere Angewohnheiten. Ich wollte damit zeigen, welch ein Risiko derjenige eingeht, der nicht an sie glaubt. Und zwar ganz gleich, ob er Beweise für sie hat oder nicht. Anders ausgedrückt: Hat der Gläubige unrecht, hatte der Ungläubige halbwegs seinen Spaß in seinem kurzen Leben gehabt und dann ist Ende. Der Gläubige hatte zwar unrecht, aber ein erfülltes Erdenleben.
Hat der Gläubige jedoch recht, so folgt auf sein erfülltes Leben die maximale Glückseligkeit, und der Ungläubige brennt für ewig.
Fuer mich persoehnlich sind diese Schriften
-VOM MENSCHEN NIEDERGESCHRIEBEN, NICHT VON GOTT-
Das wirst du mir sicher bestaetigen koennen.
Von Menschen niedergeschrieben, von Gott diktiert.
Den Wahrheitsgehalt dieser Schriften kennt NIEMAND !
Leider kann ich Dir hier nicht zustimmen. Vielmehr ist es so, daß ihn niemand kennen will. Wär’ auch unbequem, wenn man beim Studieren der Schriften herausfände, daß man seinen Lebensstil ein wenig korrigieren müßte.
Was aber nicht bedeuten soll, das ich die moegliche Existenz
eines hoeheren Wesens ablehne.
Agnostizismus ist ein Drahtseilakt, deswegen ist es leichter sich so zu nennen, als einer zu sein. Und selbst wenn man es schaffte, diesen Zustand der völligen Unentschiedenheit für ein paar Minuten zu erreichen, erfüllt dies nicht die Kriterien, die das Gewissen an unseren Glauben stellt.
Aber mal ganz unter uns :
Diese Phrasen, ‚toetet alle Unglaeubigen‘, sind die
nicht eher Menschlich als Goettlich ?
Bevor wir deine Frage beantworten, eine andere Frage. Wo steht ein solcher Satz geschrieben?
Ich glaube die vielen Kriege und Morde gegen ‚Nicht-Glaeubige‘
im Laufe unserer Geschichte haben uns gezeigt, wohin
das fuehren kann.
Wenn diese beliebte Aussage dereinst nur etwas nutzen würde!
Leider muss ich dir da recht geben.
An dieser Stelle leistet die Religion grundsaetzliches
zur Besaetigung ihres Daseins.
Vielleicht habe ich mich zu schwach ausgedrückt. Diese Aussage ist zwar beliebt, aber wahr ist sie nicht unbedingt. Sie ist für die meisten Menschen eine Ausrede. Denn du weißt bestimmt genauso gut wie ich, daß die echten oder angeblichen Religionskriege selten genug auf die Natur der Religion zurückzuführen sind, als viel mehr auf die Natur der Ideologie an sich. Denn wie auch im Namen der Religion wurden genug Kriege im Namen des Kommunismus, der Demokratie (Vietnam, Terrorregime der Fr. Rev., etc.) und des Nationalismus (2. WK) geführt. Ich möchte dich daran erinnern, daß kein Weltkrieg ein Religionskrieg war und die Welt in den 60er Jahren haarscharf an einem 3. Weltkrieg vorbeigeschlittert ist, der auf dem Kampf zwischen Demokratie und Kommunismus basierte. Der Mensch ist nunmal ein Ideologiewesen, und frei kann sich keiner von Ideologien machen (Selbst eine Anti-Ideologie wäre eine Ideologie) - da ist der Grund zu suchen.
Grüße,
Mohamed.