Gedanken

Hallo,
ich brauche mal dringend, eigentlich oberdringend Hilfe:
Seit mehreren Woche quälen mich, mal mehr, mal weniger, suizidale Gedanken. Soll heißen, ich hab einfach die Schnauze voll. OK, es gibt Tage, da stehe ich früh auf, alles ist in Ordnung, die Sonne scheint, im Job klappt alles - und plötzlich, es gibt keinen Auslöser, kippen meine Gedanken. Ich finde alles sinnlos. Denke an diese Scheißpolitiker, die sich ungestraft irgendwelche Titel zulegen dürfen, übelege, warum verdammt viele Politiker Doppelnamen tragen.
Ich setze mich dann in irgend eine Ecke, manchmal heule ich sogar, mitunter heftig. Einfach so vor mich hin. Wieso bin ich auf dieer Welt? Wieso muss ich meinen Namen tragen? Ich würde gern Udo Egon Karl Igor Jahn Johannes Alexander Prof. Dr. Dr. von und zu Guttenberg heißen. (Vielleicht bin ich ja sein Sohn?)
Hab mich schon erwischt, wie ich nach LD50 für ASS gegoogelt habe.
Wer merkt das schon, wenn von 6 Milliarden plötzlich einer fehlt?
War bei meinem Hausarzt, habe ihm alles, so wie hier, erzählt.
Wir haben uns sehr lange unterhalten. Er ist ein sehr guter Partner für mich.
Ich bekam dann 'ne Überweisung zum Neuro/Psycho. Und noch zwei Seiten mit Adressen und Telefonnummern.
Hab gestern und vorgestern alle abtelefoniert: keine Termine vor Ende Juli!
Sind noch fast 10 Wochen. Und dann gibts ja erst mal 'nen Termin!
Hat irgendwer 'ne Idee für mich?
Also Gesprächsgruppen, so mit Stuhlkreis und so, hab ich schon durch. Erfolg: 0 Punkte.
Irgendwelche Psychopharmaka möchte ich nicht. Erstens wirken die ohnehin erst nach x Wochen, und zweitens ist das ja auch nur ein Verdrängungsfaktor.

Also fals irgendwer einen Tip hat: bitte schreiben.
Aber bitte nur ernst gemeinte und gute Ratschläge, hab meinen Papierkorb gestern erst ausgeschüttet!

Grüße vom traurigen downling

Hast du es schon in einem Krankenhaus in der ambulanz versucht? Ich könnte mir vorstellen dass sie dir dort helfen werden

Grundsätzlich gibt es bei suizidalen Krisen, wenn sie zu heftig werden, IMMER die Möglichkeit, sofort und ohne Einweisung in eine Krisenstation bzw. psychiatrische Ambulanz zu gehen.

Wenn du einen Hausarzt als Partner hast, dann nutze ihn zur Überbrückung und besprich die Situation noch einmal mit ihm. Es ist sehr wertvoll, einen Arzt an seiner Seite zu haben, zu dem man ein so gutes Verhältnis hat.

Ansonsten: Sollte der Hinweis in deinem Profil auf Berlin hindeuten, dann kannst du hier auch sehr kompetente und niederschwellige Hilfe bekommen, auf Wunsch anonym, telefonisch und persönlich.
http://www.berliner-krisendienst.de/
Dieses Angebot kann auch Überbrückung sein, bis du einen Therapeuten gefunden hast.

Den Tod durch ASS stelle ich mir nicht gerade als angenehm vor.

Hast du es schon in einem Krankenhaus in der ambulanz
versucht? Ich könnte mir vorstellen dass sie dir dort helfen
werden

Ja, hab ich schon mal. Der Doc holte aus senem Schreibtisch zehn oder sogar zwölf Schachteln mit verschiedenen „Generika“ raus. Ich sollte mir dann eins aussuchen. Ob’s und wie’s wirkt, will er in drei oder vier Wochen beurteilen …

Danke erst mal für Deinen Tip.
Die sitzen gleich um die Ecke, fangen aber erst 16:00 an. Aber ich bleib am Ball!

Hallo,
pass auf: Du brauchts SOFORT Hilfe! Die blöden Wartezeiten kannst Du umgehen:

  1. in dem Du Dich stationär in die Psychiatrie begibst
    oder 2. den LOTSE-Dienst der Kassenärztlichen Vereinigung in Anspruch nimmst. Dort rufst Du an und trinkst während der Wartezeit eine Kanne Tee oder rauchst 3 Zigaretten und dann wird Dir ein Mitarbeiter aus dem Callcenter fünf Therapeuten in Deiner Umgebung nennen, die sofort einen freien Platz haben.

Nicht aufgeben!

Berlin!?
Du bist aus Berlin? Dann ruf mal in der Schloßparkklinik an - die haben eine hervorragende Psychiatrie!

  1. den LOTSE-Dienst der Kassenärztlichen Vereinigung in
    Anspruch nimmst. Dort rufst Du an und trinkst während der
    Wartezeit eine Kanne Tee oder rauchst 3 Zigaretten und dann
    wird Dir ein Mitarbeiter aus dem Callcenter fünf Therapeuten
    in Deiner Umgebung nennen, die sofort einen freien Platz
    haben.

Das funktioniert nicht! Der Lotsendienst gibt einem Adressen, die auf das genannte Krankheitsbild, gewünschte Therapierichtung und, falls genannt, gewünschtes Geschlecht zutreffen. Er ist nicht darüber informiert, wer freie Plätze hat.

Das ist so auch ohnehin hinfällig. Ist die Suizidalität so akut, dann ist eine akutstationäre Versorgung angesagt. Oder das Angebot einer Krisenstation, ein geschützter Rahmen, der aber nicht den Nimbus einer Psychiatrie hat. Andererseits gilt: So ernst Suizidgedanken zu nehmen sind, sie sind nicht immer Anlass für eine stationäre Unterbringung, die auch nicht immer von Vorteil ist.

Von daher ist eine Anlaufstelle wichtig, die mit dem Betroffenen zusammen die Situation einschätzen kann und das geeignete Hilfsangebot wählt. Das sollten aber Leute sein, die sich mit suizidalen Krisen auskennen. Solche Hilfsangebote gibt es von freien Trägern relativ häufig, wenn auch meist nicht so gut vernetzt mit so hoher Erreichbarkeit wie in Berlin.

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Du bist nicht allein
Hallo Downling,

das was du da beschreibts kenne ich auch. Nicht nur von mir, sondern auch von anderen Menschen. Allerdings haben wir keine Suizidgedanken. Denn warum soll ich aus dem Leben scheiden, nur weil andere der Meinung sind, sich ihre eigenen Regeln machen zu dürfen?

Es sind die Probleme der anderen, die dich so runterziehen. Warum lässt du das zu? Du verschwendest deine Lebenszeit damit, dir Gedanken über andere zu machen. Sind die das wert?

Vertraue auf die ausgleichende Gerechtigkeit. Niemand verstößt gegen die Regeln oder die guten Sitten und kommt ungestraft davon. Dafür gibt es genug Beispiele.

Ich habe eine Zeit lang darauf verzichtet Nachrichten zu gucken oder Zeitung zu lesen. Meine Lebensqualität hat sich beträchtlich verbessert.

Gruß Ralf

Hallo,

ich schreibe Dir nur eine paar Gedanken von mir.

Alles ist eine Frage der Perspektive. Es gibt die objektive Wirklichkeit nicht. Die Wirklichkeit ist so, wie wir diese subjektiv interpretieren und bewerten. Davon bin ich überzeugt.

Was will die Hilde damit sagen?

Die einzige Möglichkeit (theoretisch zumindest) um besser drauf zu kommen, ist, seine Wahrnehmung entsprechend zu ändern.

Die Frage ist nur, wie man das macht. Das ist natürlich nicht einfach, sonst wäre es ja einfach.

Der einzige Unterschied zwischen positiven und erfolgreichen Menschen und negativ eingestellten und verzweifelten Menschen, ist die Art und Weise der Wahrnehmung der Welt, sowie der Selbstwahrnehmnung.

Kennst Du in Deinem Umfeld denn keine Leute, die Du für total beknackt und doof hälts, die ihrerseits aber total selbstbewußt und glücklich sind und die bei Mädels richtig gut ankommen, obwohl eigentlich potthäßlich?

Wie kann das sein? Was machen diese Leute in ihrem Kopf anders als Du? Sie hinterfragen sich nicht und auch nicht die Welt, stellen keine Fragen nach dem Sinn, halten sich für wahnsinnig cool und toll, womit sie das dann auch ausstrahlen und promt glauben das auch andere von ihnen. Ob das gerechtfertigt ist oder nicht, will gar niemand mehr wissen.

Nehme Dir ein Beispiel an diesen Leuten. Von denen kann man sehr viel lernen.

Es gibt nichts Gutes, außer man denkt es…

Gruß, Hilde

Ich kann dir sagen was mich davon abgehalten hat, mein Leben zu beenden, nämlich das Buch:

Jane Roberts - The nature of personal reality

Ich wusste schon auf Seite 2, dass es mein Leben für immer verändern würde.

Es ist ein Buch von Seth, von dem es weitere gibt. Obiges ist das zweite, in deiner Situation würde ich dir raten mit diesem und nicht mit dem ersten „Seth Speaks“ anzufangen, auch wenn die Bücher bewusst in einer Reihenfolge geschrieben wurden. Diese Bücher liest man des Inhaltes wegen langsam und nicht so geschwind runter.

Ich hatte am Anfang auch gesunde Zweifel, habe es gründlich recherchiert, es gibt auch auf youtube Videos und glaube mir, solch einen Inhalt kann man nicht erfinden, das sagt dir auch der gesunde Menschenverstand wenn du es liest. Ich empfehle das englische Original weil ich von anderen weiß, dass die dt. Übersetzung Fehler hat, aber auch die wird dir helfen.

Und zu einer deiner Fragen: Wir sind auf der Erde um uns weiter zu entwickeln, unsere Talente zu nutzen und glücklich zu sein.

All diese von dir aufgezählten Zweifel wird dir das Buch beantworten können, ebenso das Geheimnis des Lebens und etliche andere Dinge von denen ich dachte, dass ich sie allenfalls nach meinem Tod erfahren würde. Wenn du offen und bereit bis dich mit dir selbst zu beschäftigen, garantiere ich dir, dass sich auch dein Leben und Weltbild noch während des ersten Kaptitels verändert haben wird. Für immer und nur zum Guten.

Andere bevorzugen Abraham von Esther Hicks, der kam nach Seth, ist inhaltlich dasselbe, soll aber von der Sprache her einfacher sein. Seth spricht nicht kompliziert, aber ausführlich.

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