Echt Dein Ernst?
Hi!
Ich meld mich mal als Schüler.
Klasse - nur Meinungen von Theoretikern sind auch etwas öde… 
Ich hatte inzwischen nach 11 Jahren Schule ne Menge Lehrer und
es gibt grob gesagt zwei Gruppen, einmal die, die Autorität
besitzen und die denen das verwehrt bleibt.
Autorität kann man lernen! Und gerade Lehrer sollten das nicht tun - sie müssen es!
Es gibt Lehrer bei denen hat man aufzustehen vor der Stunde
und da ist nur durch deren Anwesenheit Ruhe, die müssen nicht
schreien, die haben einfach am Anfang des Jahres klar gemacht
was läuft und halten das auch konsequent durch.
Naja - aufstehen finde ich überzogen!
Wer Scheiße baut kriegt das in Form der Note wieder, wer die
Hausaufgaben nicht hat genauso, wer zu spät kommt sitzt nach
bzw. darf sich mal zwei Seiten lang was einfallen lassen zu
einem bestimmten Thema.
Man kann über Methoden sicherlich unterschiedlicher Meinungen sein - nur: Wenn man den Unterricht vernünftig gestaltet, sollte sich das „Scheiße bauen“ auf ein Minimum reduzieren! Hausaufgaben habe ich in meinen letzten 2 Pflichtschuljahren nicht gemacht! Ich hielt es für überflüssig und meine Lehrer konnten nicht dagegen argumentieren, da ich Klassenbester war! Also einigten wir uns darauf, dass ich Hausaufgaben mache - aber in der Regel nicht schriftlich (ich war ja nicht unvorbereitet)…
Zu spät kommen… Ich behaupte mal, dass auch jeder Lehrer mal zu spät kommt! Klar, wenn sich jemand dreimal in der Woche um eine Stunde verspätet, ist sicherlich eine Reaktion angebracht. Aber da sollte man schon genau sehen, wann jemand wie oft in welchem Maße zu spät kommt…
Da werden auch in Nebenfächern mal
Tests geschrieben und das Jahr nur absitzen ist nicht.
Ich halte Test in Nebenfächern für wichtig! Ich kenne es allerdings auch nicht anders, als mit ihnen. Wie soll man denn sonst bei den heutigen Klassenstärken einen Eindruck über das vermittelte Fachwissen bekommen? Mündliche Noten halte ich für nicht so aussagefähig, da es genug sehr ruhige (und doch sehr intelligente) Vertreter gibt.
Andere Lehrer wiederum sehen das etwas anders. Da muss man
nicht vor der Stunde aufstehen und da kann man Hausaufgaben
für die anderen Fächer in der Stunde machen. Wenn der Lehrer
sagt, dass man vor dem Klingeln nicht rausgehen soll, sondern
vor der Tür zu warten hat, dann interessiert das niemanden.
WIE? Ist er selbst dann schon vor dem Klingeln nicht mehr anwesend?
In beiden Gruppen gibt es faule Lehrer und Lehrer die sich
bemühen. Aber man kann sich noch so bemühen, das bringt
niemandem etwas, wenn das Ergebnis nacher be…scheiden ist.
Einspruch! Unter Bemühung verstehe ich auch Weiterbildung. Und da kann man vielleicht mal das ein oder anderen Fachseminar mal mit einem Kommunikationsseminar tauschen (ich rede ja schon gar nicht davon, dass sie es zusätzlich machen sollten)
Ein weiteres Problem ist auch, dass man irgendwann erkannt
hat, dass Frontalunterricht doch nicht so das Wahre ist und
dann mal eben eine 180° Drehung gemacht hat. Zumindest bei
vielen jungen Lehrern ist dass so, teilweise freiwillig oder
auch unfreiwillig (Refrendare). Dann gibt es keinen
Frontalunterricht mehr, aber auch sonst nichts was das Wort
„Unterricht“ nicht beleidigen würde.
Naja - ich denke, die gute alte Frontalsystem hat doch was…
Briefe an Alf schreiben, Rahmen und Aliens malen und eine
Doppelstunde damit verbringen Nathan im Deutschunterricht zu
malen finde ich schon etwas heftig, kein Wunder, dass da nix
rauskommt. Ach ja, das passiert in der 11. Klasse (falls
jemand denken sollte ich wäre Grundschüler).
Wäre ich ein Lästermaul, würde ich fragen: Waldorf? *indeckunggeh*
Ist das jetzt echt Dein Ernst?!
Auch Gruppenarbeit ist ne feine Sache, nur wenn ich das nur
noch mache dann werden irgendwann die Schüler das nicht mehr
ernst nehmen und vor allem kann man nicht alles mit
Gruppenarbeit erarbeiten.
Alles nicht! Und man bekommt ja auch nicht Gruppenzeugnisse, sondern individuelle. Insofern: Stimmt! Die Masse macht es.
Die Politik kann, wie gesagt nicht zwischen Theorie und Praxis
unterschiden. Dieser Unterschied liegt ganz einfach darin,
dass Schüler eben nicht diese tollen Wesen sind, die immer
lernen und die keine Motivation oder keinen Druck brauchen .
Ich denke, Druck ist eine Art (wenn auch meiner Meinung nach die Schlechteste) der Motivation.
Ab nächstem Jahr gibt es Prüfungen in der 4. und 9. Klasse
(glaub ich, ist aber auch nicht so wichtig, welche das sind)
um festzustellen wir klug oder auch nicht die Schüler sind.
Das Problem ist nur, dass die Ergebnisse nicht in die Endnote
eingehen. Das wird ja ein verdammt tolles Ergebniss geben.
Welcher Schüler wird sich denn bitte auf diese Arbeit
vorbereiten?? Keiner, denn Schüler sind faule Säcke, das ist
nunmal so.
Der Mensch ist nun mal bequem und versucht mit dem geringsten Aufwand seine Ziele zu erreichen…
In der vierten Klasse wird es imho funktionieren - später wird es dann schwieriger
Oder Englisch in der Grundschule. Eine sehr schöne Idee, nur
leider ihrer Zeit etwas vorraus. Vielleicht sollte man erstmal
gucken, dass alle Schüler in der Grundschule vernünftig
Deutsch können, dann kann man sich auch mit Fremdsprachen
beschäftigen.
Deshalb wäre ich für eine gewisse Kindergartenpflicht! Aber - um es jetzt mal ganz brutal auszudrücken: Warum soll mein Kind wegen anderen Kindern leiden? Wenn die nicht folgen können, müssen sie halt auf der Strecke bleiben (oder auch mal in der ersten Klasse sitzen bleiben)… Das hört sich jetzt sehr hart an, und eigentlich bin ich nicht dieser Meinung! Aber solange wir die derzeitigen Gegebenheiten haben, müssen wir halt mit diesen zurechtkommen. Und ich kann nicht einsehen, dass 15 Kinder (die folgen können) wegen drei Kindern den Stoff zeitlich nicht schaffen!
kein Deutsch gesprochen wird, dann ist es kein Wunder, dass
das Kind später kein Deutsch kann, nur sollte man ihm dann
nicht versuchen Englisch beizubringen (auf Deutsch).
Und deshalb diese Möglichkeit auch all den anderen verweigern?
aber ich bin der Meinung, wenn man in
der Schule wieder etwas mehr Druck macht und den Lehrern etwas
mehr Druckmittel in die Hand gibt (Nein, ich will keine
Prügelstrafe), dann könnte man Schüler schon dazu zwingen
etwas mehr zu lernen.
Warum Zwang? Meinst Du nicht, der Erfolg ist sicherer, wenn sie es freiwillig tun, weil so etwas wie Spaß dahinter steckt? Klar wirst Du niemals ALLE unter einen Hut kriegen, aber: Wenn einige den Kuchen nicht wollen, müssen sie halt bittere Dinge schlucken.
So wie ich das sehe würde es nicht schaden etwas mehr Druck zu
machen, selbst wenn dann die Zahl der Kinder steigt die
angeblich wegen ihres ganzen Drucks so schlecht sind, obwohl
sie doch eigentlich soooo intelligent sind.
Ich kenne eine Person, die trotz eines IQ von >140 am Schuldruck gescheitert ist. OK, zum einen mag das eine Ausnahme sein, zum anderen haben wir ein Problem bei überdurchschnittlich begabten Kindern (oder besser: Der Umgang mit ihnen)
Liebe Grüße
Guido