Gedanken über PISA (etwas länger)

Hallo Freunde ich hab da mal 'ne echt blöde Frage.
Wie seht Ihr das mit der ganzen Pisa-Studien-Diskussion?
Ich will mal kurz meinen Gesichtspunkt darstellen:
Die „Jugend“ (jetzt wird schon der Nachwuchs verallgemeinert) war Früher genau so faul wie heute und es gab Früher genau so Ausnahmen wie heute. Ergo kann die Verschlechterung des Leistungsdurchschnittes ja nicht an der Schülern liegen.
Lehrer gab es Früher genau wie heute - einerseits motiviert und engagiert und andererseits phlegmatisch und nur an der Pflicht orientiert. Demzufolge kann es daran ja wohl auch nicht liegen. Bleibt der Lehrplan bzw. das Bildungssystem.
Meines Wissens hat Finnland das Alt-DDR-Bildungssystem zu großen Teilen übernommen und ist damit ziemlich erfolgreich - kann das dir Ursache sein?
Das hieße ja aber, daß das Alt-BRD-Bildungssystem schon immer schlecht gewesen sein muß und man vor 13 Jahren eine Fehlentscheidung getroffen hat?
Oder sind es schlicht und ergreifend die äußeren Einflüsse, die unseren Schülern die Lust am Lernen nehmen? Fernsehen und Computer ohne Ende, Bücher (solange es keine Comics sind) eher ein Grauen als eine willkommen Abwechslung?
Wenn das tatsächlich der Hauptgrund wäre, sind dann die Eltern die Hauptschuldigen?
Aus meiner Sicht ein ziemlich interessanter Ansatz, ich rede jetzt mal nicht über die Lesekünste, die diese Woche im Fernsehen dargestellt wurden sondern über meine persönlichen Erfahrungen mit 13-17 jährigen Jugendlichen im privaten Umfeld.
Der Fernseher läuft solange bis er glüht, oder ich nach hause komme. Bücher werden nur angefasst, wenn es nicht anders geht, Zeitungen werden eher selten gelesen (TV-Zeitungen ausgenommen). Unsere beiden sind (der Schwerpunkt liegt hier bei dem 13-jährigen) beim besten Willen nicht in der Lage, sich Wissen anhand von Bücher anzueignen. Ein konzentriertes Lesen, mit dem Ziel einen Inhalt zu erfassen ist nicht drin.
Weiteres Beispiel? Probleme in Gleichungssystemen in Mathe. Hilfe wäre kein Problem, aber ich möchte schon wissen, was nicht verstanden wurde. Die Frage kann nicht beantwortet werden also setze ich mich hin und erstelle einige Übungsaufgaben damit die schriftlich und Schritt für Schritt gelöst werden, damit ich sehe, wo sich Fehler einschleichen. Ergebnis nach drei (!) Tagen, Mein Zettel mit einer Lösungszahl dahinter. Meine Nachfrage nach dem Lösungsweg - in der Schule rechnen wir auch mit dem Taschenrechner und dort tippen wir das auch nur ein. Keine Ahnung, ob jetzt ein Klammerfehler, eine Eingabefehler oder ein Denkfehler Ursache des ganzen war. Richtig war lediglich eine Aufgabe - Zufall oder Können?
Jetzt meine Frage an Euch.
Was kann man als Eltern tun, Kinder dazu zu bewegen Dinge zu tun, die uncool sind, aber notwendig? Wie kann man einem Kind/Jugendlichen klar machen, daß zum Erfolg mehr gehört als Comics oder Fernsehserien?
Sollte man mit Zwang und Druck herangehen, oder warten, bis die Einsicht von ganz alleine kommt? Auch auf das Risiko hin, daß Klassen wiederholt werden müssen (aus Faulheit) oder Leistungsziele nicht erreicht werden und damit evtl. Barrieren im späteren beruflichen Alltag jetzt schon vorprogrammiert sind?
Oder sind das alles Einzelfälle, die überhaupt nichts mit den PISA-Ergebnissen zu tun haben?
Ich bin sehr auf Eure Meinungen gespannt.
Dobbs

Hi Dobbs,

also - die Lehrer sind es bestimmt nicht. Ich habe viele Freunde und einen Mann in diesem Beruf, und sie alle klagen, daß sie schon Schüler bekommen, die gar nicht über grundlegende TEchniken verfügen, Kinder also, die sich nur schwer konzentrieren und kaum eine Aufgabe zu Ende lesen bzw. lösen können, und das sagten vor 10 Jahren schon die Erzieherinnen im Kindergarten meiner Kinder. Mein Mann sagt (und er hat überwiegend Schüler über 16), es sei schon schwer, die Schüler zu einem „Guten Morgen“ zu motivieren, wenn er in die Klasse kommt. Wenn er überhaupt glatt reinkommt, weil es auch schwer ist, ihnen beizubringen, daß sie mal ihre Schultaschen vor der Klassentür an die Seite zu schieben…

Ich denke, es ist etwas eher Grundsätzliches und hat mit sehr grundsätzlichen Verhaltensweisen zu tun. In der Schule meiner Kinder ist es noch Usus, aufzustehen, wenn der Lehrer reinkommt, und Guten Morgen zu sagen. Ist aber auch eine private katholische Schule. Deshalb sind die Schüler noch lange keine Engel. Auch da gibts viele, die ein Problem mit dem Arbeiten und Lernen haben. Aber wahrscheinlich unterproportional viele. Es gibt - das fällt mir jetzt so ein, und das ist ein Problem, das mein Mann an seiner Großstadtschule hat - zum Beispiel in der Klasse meiner beiden Kinder keine Ausländer. Eine gute Freundin hat einen Sohn im selben Alter, in dem meiner ist, in der Großstadt, da sind zwei Drittel Ausländer. Da kommen die Eltern gar nicht erst zum Elternsprechtag, weil sie den Lehrer gar nicht verstehen. Und das Unterrichtsniveau ist ein ganz anderes als auf der Schule meiner Kinder.

Ich will jetzt nichts auf die Ausländer schieben. Das ist nur ein Problem, das Lehrer eben haben, weil wir so multikulti sind. Und multi ist eben nicht immer gleich quali.

Ich habe zwei Kinder. Beide machen mir zum Glück - nicht mein Verdienst! - keine Schulprobleme. Der Älteste ist begabt und ehrgeizig. Er hat die halbe Stadtbibliothek gelesen, und ich muß mich um Schule nicht kümmern. Die Jüngere (14) ist auch begabt, hat gute Zeugnisse, aber sie liest nicht. Sie hängt sich in ihrer Freizeit vor den Fernseher oder trifft sich mit Freundinnen. Sie hat überall gravierende Wissenslücken, fragte mich gestern z.B. „Mama, was ist ein Defizit?“. In der Schule kommt sie damit prima als Einäugige unter Blinden durch. Ihre Zeugnisse sind erstklassig. ABer Ahnung hat sie von nichts. Lesende Vorbilder hat sie zuhause reichlich. Aber es hilft nichts. In ihrer Freizeit langweilt sie sich, wenn gerade keine Freundin greifbar ist. Lesen ist nicht ihr Ding,und ich glaube, das ist der Knackpunkt. Ich habe beide Kinder schon im Kindergartenalter regelmäßig in die Stadtbücherei mitgenommen, und immer hat ihr Bruder zu Bilderbüchern gegriffen und sie zu Kassetten. Dabei konnte sie bei der Einschulung lesen, ihr Bruder aber nicht…

Also so richtig weiß ich es auch nicht. Mir macht nur mein nicht lesendes Kind Sorge. Sie kann von mir aus GZSZ (so?) gucken, aber sie liest eben auch zusätzlich nicht. Ich selber bin auch schon ein Kind der Fernseh-Generation. Darauf kann ich es nicht schieben. Ich habe früher querbeet alles geglotzt, was sich bewegte. Aber ich habe eben AUCh und VIEL gelesen. Stunden- und nächtelang. In dem Altern, in dem meine Tochter jetzt ist, fing ich mit Hesse an. Meine Mutter war mir auch weiter kein Vorbild, als daß sie regelmäßig mit mir die Stadtbücherei aufsuchte. Das rechne ich ihr hoch an, aber das tue ich jetzt auch. Ich habe aber keinen Erfolg.

Es hat was mit dem Lesen zu tun, da bin ich sicher.

Und was die Taschenrechner angeht, die Du erwähntest - da ist der nächste Knackpunkt. Im Deutschunterricht dürfen sie ja auch heute ihre Notizen benutzen. Das wiederum setzt brauchbare Notizen voraus, ich weiß. Darin ist wiederum mein Sohn Meister. Meine Tochter weiß gar nicht, was Notizen sind…(Mama, was soll ich da reinschreiben?)

Hilflosen Gruß
Aia

Als Schüler…
Hallo ,

ich bin erst vor kurzem der schule entwachsen, und versuche mal Gedanken eines
Jugendlichen niederzubringen!
Ich bin mir sehr sicher, das wir Schüler die Schule nicht mehr für das Mas aller
Dinge halten, so wie früher , aber meiner Meinung nach liegt das zum teil an den
Lehrern.Um nur ein Beisspiel zu nennen, mein Chemie-Lehrer war ca 70 und hat
ehrenamtlich gearbeitet, und seine Fallbeisspiele kamen aus der Vorkriegstzeit
(z.B: damals nach dem ersten und zweiten Weltkrieg hatten alle Kinder Rachitis)
Da war leider überhaupt kein Bezug zum denken und fühlen eines Jugendlichen, und
wie soll dann das Fach interessant werden?
Leider sind Lehrer manchmal nicht sehr ausgebildet in ihrem fach, ie zum
Beisspiel meine Englischlehrerin, die so grauenhaft Englisch gesprochen hat, das
die Hälfte der Schüler drauf und dran war aus dem Fenster zu springen.
Ich bin zum besispiel sowohl von meinem Englisch als auch von meinem
Französischlehren immer fertig gemacht worden ( " das mit ihnen und der Sprache
bringt wird nie was) weil ich als Legastheniker nun mal nicht alles korrekt
geschrieben habe. Und jetzt: ich bin die einzige aus meinem Jahrgang, die noch
fliesend Englisch und französisch spricht , die andern die sogar Abitur in einer
dieser Sprachen gemacht haben, können jetzt kein Wort mehr. Ist ja auch nicht
Sinn und Zweck der Sache.
Gerade in dem von dir angesprochenen Alter zwichen 13 und 17 ist so ziehmlich
alles andere wichtiger als die Schule, weil in diesem Alter ja ein wichtiger
Selbsfindungsprozess abläuft. Gut es wird nicht mehr soviel gelesen wie früher,
aber liegt das nicht daran , das es früher einfach nicht soviele Fernseher gab?
Ich finde es ist Aufgabe der eltern die Kinder zum lesen zu führen, die schule
kann das sicher nicht . Die Sachen die da gelesen werden müssen, sind meist nicht
interessant, und es ist ein Zwang.
was mich dazu bringt , wie man Schüler wieder für die schule interessieren kann.
Druck und Zwang sind sicher das falsche Mittel, weil damit der Wiederstand noch
grösser wird, und die Schule halt einfach nur noch ein Druckmittel ist.
Ich finde es niciht schlecht , die Jugendlichen das nur aus dem Hintergrund zu
unterstützen, und wenn er oder sie dann eine Klasse wiederholen muss, dann merken
sie schon was sie daran haben, ist manchmal nicht das schlechteste, weil viele
schüler einfach mit dem Stoff und den Leistungsanforderungen in der Schule
überfordert sind.Ist ja auch ein wahnsinnwas man da alles lernen muss, und es
wird nicht mal individuell auf einen eingegangen, sondern man ist nur eine MAsse,
die entweder was kann oder halt nicht. Und das alles muss man aus Schulbüchern
lernen, die schon die Eltern benützt haben( kein Scherz, mein Geschichstbuch war
von 1973 ) .
Ich glaube es muss sich grundlegend was ändern muss, um solche Pisaergebnisse zu
verbessern!

Hoffe das ist jetz nicht zu chaotisch und ihr versteht was ich damit ausdrücken
will.

P.S ein gutes Mittel, jemanden wieder für die Schule zu interessieren: ein halbes
Jahr arbeiten lassen, dann sieht man die Schule mit ganz anderen Augen!!!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Kleine Anmerkung
Hallo,

Ergebnis nach drei (!) Tagen, Mein Zettel mit einer
Lösungszahl dahinter.

Was hast Du denn erwartet? Wenn Du sehen willst, wo die Probleme sind, kannst Du doch nicht einfach einen Aufgabenzettel überreichen und dann ‚mach mal‘ sagen. Da solltest Du Dir wirklich die Zeit nehmen und Dich daneben setzen. Woher willst Du denn wissen, ob nicht Teile des Rechenweges aus einem Buch übernommen wurden? Nur, wenn Du daneben sitzt, kannst Du feststellen, wo’s klemmt.

Zum übrigen Text:
Ich vermute, das Problem liegt weder an den Lehrern noch direkt an Schülern oder Eltern. Heutzutage ist einfach keiner mehr gewohnt, daß man, um etwas zu erreichen, auch etwas leisten muß. Es ist alles zu einfach geworden. Wenn ich etwas möchte, kaufe ich es einfach. Wenn etwas kaputt ist, wird es nicht (selbst) repariert, sondern durch etwas neues ersetzt. Alles ist ganz einfach austauschbar und genauso geht man dann auch damit um. Und wenn etwas nicht gefällt, wechselt man eben, egal ob Schule/Lehrer, Arbeitsstelle oder Partner. Ausweichen statt Probleme zu lösen. Spass haben, nicht anstrengen.
Und das gleiche, was man überall vorgemacht bekommt, macht man natürlich auch in der Schule. Und wird auch noch von vielen Eltern darin unterstützt (‚der Lehrer ist Schuld, nicht der Schüler‘, dann wechselt man eben die Schule). Wo soll die Bildung denn herkommen, wenn das Lernen zu anstrengend ist? Meines Erachtens ist Pisa nur eine Auswirkung unserer momentanen Gesellschaftsgrundhaltung. Und deshalb wird auch kein neues Bildungssystem daran etwas ändern. Nur, wenn WIR ALLE als Vorbilder unserer Kinder uns ändern, ändert sich auch bei ihnen etwas. WIR sind diejenigen, von denen die Kinder sich ihr Verhalten abschauen. Und das sollte sich jeder überlegen, der zu Hause immer nur die Füsse hochlegt, ‚lasst mich in Ruhe, Kinder‘ murmelt und ansonsten über den Staat schimpft.

Axel

Hallo Julia,
erst mal danke für Deine Antwort und ich finde es toll, das dieses Thema von mehreren Seiten (auch der der Schüler) betrachtet wird.
Sicher Deine Beispiele mit dem Alter der Lehrer oder Lehrbücher sind (möglicherweise) Einzelfälle.

Gerade in dem von dir angesprochenen Alter zwichen 13 und 17
ist so ziehmlich
alles andere wichtiger als die Schule, weil in diesem Alter ja
ein wichtiger
Selbsfindungsprozess abläuft. Gut es wird nicht mehr soviel
gelesen wie früher,
aber liegt das nicht daran , das es früher einfach nicht
soviele Fernseher gab?
was mich dazu bringt , wie man Schüler wieder für die schule
interessieren kann.
Druck und Zwang sind sicher das falsche Mittel, weil damit der
Wiederstand noch
grösser wird, und die Schule halt einfach nur noch ein
Druckmittel ist.

Was die Frage Fernseher anbelangt - sowas stand bei uns früher auch rum, aber eben mit wesentlich weniger Programmen, soweit stimme ich Dir schon zu, das die Verlockung jetzt wesentlich größer ist.
Ich habe ja auch nichts dagegen, wenn man die eine oder andere Sendung guckt. Aber es muß auch noch mehr geben.
Und ich bin auch der Meinung, Druck und Zwang müssen da sein, denn was wird später, wenn die Jugentlichen einen Job anfangen und unter dem Druck des Chefs stehen? Dort müssen sie dann plötzlich damit klar kommen.

P.S ein gutes Mittel, jemanden wieder für die Schule zu
interessieren: ein halbes
Jahr arbeiten lassen, dann sieht man die Schule mit ganz
anderen Augen!!!

Wenn das so einfach möglich wäre eine tolle Sache. Nur wie soll man jemanden für ein halbes Jahr aus der Schule nehmen und dann wieder rein bekommen? Im Gymnasium ist das Berufspraktikum in der 11. Klasse. Aber Ende der 9. werden die Schüler darauf hingewiesen, daß sie auch mit einem einfachen Realschulabschluß nach der 10. raus können. Die wissen doch garnicht was sie dann tun sollen? Wenn man viel Glück hat, haben die Kiddies vielleicht mal in den Ferien gejobt - wenn man eine Stelle bekommen hat.

Gruß Dobbs

Hallo Aia,
sag mal reden wir von dem selben Kind? Wie sich doch alles wiederholt.
OK bei mir ist es ein Junge mit 13 Jahren.
Aber auch er geht regelmäßig in die Bücherei und holt sich Comics und Hörspielkasetten. Da gibt es einige (Alf bspw.) die kennt der auswenig und die sind so abgenuddelt, das sie schol leiern, aber das ist die Alternative, wenn der Fernseher nich an sein darf.
Neuerdings hat er herausgefunden, daß man in Buchläden die Comics ja auch dort lesen kann - bis sie von den Verkäuferinen aus dem Laden geworfen werden - wenn es auffällt.
Ich bin auch der Meinung, daß was wir früher in der Schule lesen mußten war nicht imme rinteressant, aber genau das ist es, was mir später unwarscheinlich geholfen hat. Nämlich daß ich auch aus völlig uninteressanten Texten mir das wesentliche herausgelesen habe. Gelegentlich „übe“ ich das heute noch, daß ich mal ein Buch lese, das mich überhaupt nicht interessiert oder so komliziert geschrieben ist, daß man manche Seite drei Mal lesen muß.
Aber wie will man das ohne legitimierten Zwang durchsetzen? Als Eltern kann ich nicht erzwingen, daß etwas bestimmtes gelesen wird, ich wäre froh wenn überhaupt gelesen werden würde. Das müßte wirklich von der Schule kommen.
Gruß Dobbs

Hallo!
Mich hat die neue PISA-Studie nicht sonderlich überrascht.
Ich bin schon seit Jahren Elternvertreter und krieg da evtl. mehr mit als andere.Die kids heute sind anders als wir damals-das liegt aber an unserer heutigen Zeit.Hätten wir damals Kabelfernsehen und pc gehabt-wir wären doch nicht anders gewesen.
Ich habe 5 kids.Bis auf einen sind alle noch in der Schule.Dabei fiel mir auf,daß viele Sachen wie AGs oder Förderunterricht im Lauf der Jahre weggestrichen wurden.Schade,denn gerade AGs haben meine kids gerne besucht und dabei einiges mitgenommen.
Aber das gerade der Förderunterricht in Deutsch und Mathe gestrichen wurde fand ich damals sehr krass.Nicht alle Eltern können eine Förderung bezahlen.Seit ca. 2 Jahren findet an unserer Grundschule wieder Deutschförderung statt.
Was mir aber auffällt ist der hohe Anteil sog. „auffälliger“ Kinder-hyperaktiv,aggresiv.In den 2 Grundschulklassen meiner Zwerge sind das zusammen 11 Kinder von 35.Daß das nicht unbedingt für Lernerfolge sorgt ist auch klar.Was mich dabei aufregt ist,Daß einige Eltern dieser kids nichts tun-und die Schule hat wenig Möglichkeiten der Einflußnahme.Da sollte sich etwas ändern.
Zum Glück habe ich mit lesenden kids keine Probleme.Bis auf den Großen tuns alle.Ich habe mir abgewöhnt über die Qualität ihres Lesestoffes zu meckern.Und im Lauf der Zeit fanden sogar Bücher den Weg zu ihnen.Harry Potter und der Herr der Ringe machtens möglich.
Ich denke,Eltern und Schule müssen stärker zusammen arbeiten.Die Schule kann nicht alles abfangen.Sie ist in meinen Augen auch nicht dafür da,Erziehungsdefizite auszubügeln.Und das Umsetzen des Gelernten in die Praxis ist eigentlich auch Elternsache.Da gibt es massig Tipps.
Über Lehrpläne und Lehrer meckern ist einfach.Aber es fehlen Tipps wie es besser geht.Ich halte einiges der Lehrpläne durchaus für Blödsinn und sinnlos.Viel Zeug,daß die kids lernen hat nachher in real life keinerlei Sinn.Aber das muß erstmal bis zum Kultusministerium durchdringen…Selbst wenn den Ministern klar ist,daß sich was ändern muß-es fehlt am Geld.Und solange sich nix ändert müssen eben die Eltern ran.
Was mich bei meinen teenis tröstet:die meisten werden nach der Pubertät wieder normal.Und Fernseher und pc werden weniger genutzt,wenns ins wahre Leben mit Arbeit geht.Solange gönne ich ihnen ihren Spaß.
Grüße
Andrea

Hallo Freunde ich hab da mal 'ne echt blöde Frage.

Wie seht Ihr das mit der ganzen Pisa-Studien-Diskussion?
Ich will mal kurz meinen Gesichtspunkt darstellen:
Die „Jugend“ (jetzt wird schon der Nachwuchs verallgemeinert)
war Früher genau so faul wie heute und es gab Früher genau so
Ausnahmen wie heute. Ergo kann die Verschlechterung des
Leistungsdurchschnittes ja nicht an der Schülern liegen.
Lehrer gab es Früher genau wie heute - einerseits motiviert
und engagiert und andererseits phlegmatisch und nur an der
Pflicht orientiert. Demzufolge kann es daran ja wohl auch
nicht liegen. Bleibt der Lehrplan bzw. das Bildungssystem.
Meines Wissens hat Finnland das Alt-DDR-Bildungssystem zu
großen Teilen übernommen und ist damit ziemlich erfolgreich -
kann das dir Ursache sein?
Das hieße ja aber, daß das Alt-BRD-Bildungssystem schon immer
schlecht gewesen sein muß und man vor 13 Jahren eine
Fehlentscheidung getroffen hat?
Oder sind es schlicht und ergreifend die äußeren Einflüsse,
die unseren Schülern die Lust am Lernen nehmen? Fernsehen und
Computer ohne Ende, Bücher (solange es keine Comics sind) eher
ein Grauen als eine willkommen Abwechslung?
Wenn das tatsächlich der Hauptgrund wäre, sind dann die Eltern
die Hauptschuldigen?
Aus meiner Sicht ein ziemlich interessanter Ansatz, ich rede
jetzt mal nicht über die Lesekünste, die diese Woche im
Fernsehen dargestellt wurden sondern über meine persönlichen
Erfahrungen mit 13-17 jährigen Jugendlichen im privaten
Umfeld.
Der Fernseher läuft solange bis er glüht, oder ich nach hause
komme. Bücher werden nur angefasst, wenn es nicht anders geht,
Zeitungen werden eher selten gelesen (TV-Zeitungen
ausgenommen). Unsere beiden sind (der Schwerpunkt liegt hier
bei dem 13-jährigen) beim besten Willen nicht in der Lage,
sich Wissen anhand von Bücher anzueignen. Ein konzentriertes
Lesen, mit dem Ziel einen Inhalt zu erfassen ist nicht drin.
Weiteres Beispiel? Probleme in Gleichungssystemen in Mathe.
Hilfe wäre kein Problem, aber ich möchte schon wissen, was
nicht verstanden wurde. Die Frage kann nicht beantwortet
werden also setze ich mich hin und erstelle einige
Übungsaufgaben damit die schriftlich und Schritt für Schritt
gelöst werden, damit ich sehe, wo sich Fehler einschleichen.
Ergebnis nach drei (!) Tagen, Mein Zettel mit einer
Lösungszahl dahinter. Meine Nachfrage nach dem Lösungsweg - in
der Schule rechnen wir auch mit dem Taschenrechner und dort
tippen wir das auch nur ein. Keine Ahnung, ob jetzt ein
Klammerfehler, eine Eingabefehler oder ein Denkfehler Ursache
des ganzen war. Richtig war lediglich eine Aufgabe - Zufall
oder Können?
Jetzt meine Frage an Euch.
Was kann man als Eltern tun, Kinder dazu zu bewegen Dinge zu
tun, die uncool sind, aber notwendig? Wie kann man einem
Kind/Jugendlichen klar machen, daß zum Erfolg mehr gehört als
Comics oder Fernsehserien?
Sollte man mit Zwang und Druck herangehen, oder warten, bis
die Einsicht von ganz alleine kommt? Auch auf das Risiko hin,
daß Klassen wiederholt werden müssen (aus Faulheit) oder
Leistungsziele nicht erreicht werden und damit evtl. Barrieren
im späteren beruflichen Alltag jetzt schon vorprogrammiert
sind?
Oder sind das alles Einzelfälle, die überhaupt nichts mit den
PISA-Ergebnissen zu tun haben?
Ich bin sehr auf Eure Meinungen gespannt.
Dobbs

zornige Gedanken über PISA
Hallo Dobbs,

das ganze Thema über PISA lasse ich mittlerweile unbeachtet an mir vorbeirauschen. Das ist ein lächerliches Schauspiel, dass ich nicht ernst nehmen mag.
Meine Tochter geht in die 5te Klasse Realschule. Diese Schule gilt als sehr daran interessiert, dass die Lehrer sich ständig fortbilden, und haben viele gute Idee, wie man Kindern den Stoff noch besser vermitteln kann.
In der Klasse meiner Tochter sitzen 35! Schüler, 10 davon sind Ausländer, die Probleme mit der deutschen Sprache haben (keine Ahnung, wie die den Notendurchschnitt für den Übertritt in die Realschule schafften), 4 Scheidungskinder, die laut Aussage der Lehrerin Konzentrationsprobleme haben, 1 Halbwaise (ist in diesem Schuljahr passiert) mit ähnlichem Problem, 3 ADS-Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten. Einige Kinder sind von ihren Eltern um jeden Preis in die Realschule geschickt worden, obwohl sie die Anforderungen des Lernziels nicht schaffen können, weil in unseren Hauptschulen der Ausländeranteil mit den dazugehörigen Sprachschwierigkeiten noch höher ist (das pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass Firmeninhaber Realschulabgänger für eine Lehre lieber nehmen als Hauptschulabgänger) - auch das weiß ich nach den Lehrer/Elternstammtischen von unserer Klassenlehrerin.
So, die Lehrer von unserer Klasse sind häufiger wegen Fortbildungsmaßnahmen ausgefallen, und durch Referendare ersetzt worden. An diesen Tagen ist nicht viel passiert, außer Filme anschauen und Quatschspiele machen.
Und dieses Wissen können die fortgebildeten Lehrer nicht anwenden, weil die Klassen so groß sind, dass sie schon wegen der vielen Problemkinder Schwierigkeiten haben, überhaupt ihren Stoff an den Mann zu bekommen - von der Klassengröße abgesehen. Im Grunde brauchen zuviele Kinder Einzelbetreuung. Außerdem fielen fast 2 Wochen neben den Ferien der Unterricht ersatzlos aus, weil die Räume für die Prüfungen gebraucht werden - die Schule ist nämlich zu klein.
Im nächsten Jahr soll der ganze fehlende Stoffe von der 5ten Klasse nachgeholt werden, zusätzlich zum Stoff der 6ten Klasse (mir tut meine Tochter jetzt schon leid).
Ich habe so eine Wut im Bauch.
Was soll Pisa, wenn die Schulen zu klein, die Klassen zu groß, die Schüler mit all ihren persönlichen Schwierigkeiten in den Unterricht kommen, das Lernpensum zu üppig, der Unterricht zu selten ist…
Deutschland verbrät das Geld für Pisa, statt lieber ein Schulwesen, das hochgradig marode ist, auf ein Mindestmaß anzuheben.
Pisa - vergiß es, schau lieber, dass dein Kind heil durch die Schulzeit kommt!

gruß
grilla

Hallo Axel,

Was hast Du denn erwartet? Wenn Du sehen willst, wo die
Probleme sind, kannst Du doch nicht einfach einen
Aufgabenzettel überreichen und dann ‚mach mal‘ sagen. Da
solltest Du Dir wirklich die Zeit nehmen und Dich daneben
setzen. Woher willst Du denn wissen, ob nicht Teile des
Rechenweges aus einem Buch übernommen wurden? Nur, wenn Du
daneben sitzt, kannst Du feststellen, wo’s klemmt.

Prinzipiell hast Du ja recht, aber zum einen waren es keine Aufgaben aus dem Schulbuch und zum anderen möchte ich niemanden zumuten, Abends wenn ich nach hause komme noch einen Zettel Aufgaben lösen zu müssen. Du kannst mir schon so viel pädagogische Erfahrung zutrauen, daß ich auf diesen Weg schon erkannt hätte wo die Ursache für das Nichtverstehen zu suchen ist.
Deinen anderen Ausführungen habe ich nichts hinzuzufügen, in diesen Punkten stimme ich mit Dir überein.

Hallo Grilla,

das ganze Thema über PISA lasse ich mittlerweile unbeachtet an
mir vorbeirauschen.

Das kann ich nicht, denn es zeigt wie es zur Zeit bei uns ausschaut, Nur schade, daß es nicht über andere Bereiche „PISA“ Studien gibt.
Das von Dir geschilderte Problem kann ich trotzdem nicht ganz nachvollziehen. Ich weiß nicht wie in Bayern die Regeln aufgestellt sind aber 35 Schüler in einer Klasse ist bei uns ein Grund zur Aufteilung in zwei Klassen. Zum Glück (darf ich das überhaupt sagen) ist der Ausländeranteil bei uns verschwindent gering - geht gegen Null. Die anderen Problemfälle kenne ich aus der Vergangenheit. Der Junge ist in eine integriete Gesamtschule gegangen, wo lernbehinderte Schüler auch mit in der Klasse waren. In diesem Falle sind die Lehrer gefragt, aber gerade bei lernbehinderten Kindern in der Klasse wird eigentlich die Klassenstärke grundsätzlich reduziert, bzw. sind mehrere Lehrer in der Klasse.

Deutschland verbrät das Geld für Pisa, statt lieber ein
Schulwesen, das hochgradig marode ist, auf ein Mindestmaß
anzuheben.

Die MIttel, die im letzten Jahr zur Behebung der „PISA“-Schäden bereitgestellt wurden sind ja nicht mal angerührt worden.
Wer soll den was ändern? Die Schule die Initiative ergreift bekommt die mIttel nicht bewilligt, die Kreisschulräte verschlafen die Zeit und die Regierung hat wahrlich andere Probleme um jetzt auch noch eine Bildungsreform anzustreben. Beispielsweise wäre eine bundesweite Angleichung der Lehrpläne mehr als überfällig.

Pisa - vergiß es, schau lieber, dass dein Kind heil durch die
Schulzeit kommt!

Oh ja das tue ich, aber soll ich jetzt meine Kinder vielleicht selbst unterrichten? Was soll man Deiner Meinung nach tun?

Gruß Dobbs

Hallo Julia,
erst mal danke für Deine Antwort und ich finde es toll, das
dieses Thema von mehreren Seiten (auch der der Schüler)
betrachtet wird.

Ja ich hab mir gedacht, das es leider immer sehr einseitig disskutiert wird,
weil kaum schüler stellungnehmen.

Sicher Deine Beispiele mit dem Alter der Lehrer oder
Lehrbücher sind (möglicherweise) Einzelfälle.

Ich glaube kaum, ich befürchte das ist eher die Regel, ich kenne unterschiedlich
Schulen, und an allen gabs sowas ( insgesamt 5 )

Was die Frage Fernseher anbelangt - sowas stand bei uns früher
auch rum, aber eben mit wesentlich weniger Programmen, soweit
stimme ich Dir schon zu, das die Verlockung jetzt wesentlich
größer ist.
Ich habe ja auch nichts dagegen, wenn man die eine oder andere
Sendung guckt. Aber es muß auch noch mehr geben.
Und ich bin auch der Meinung, Druck und Zwang müssen da sein,
denn was wird später, wenn die Jugentlichen einen Job anfangen
und unter dem Druck des Chefs stehen? Dort müssen sie dann
plötzlich damit klar kommen.

Also ich kann jetzt nur sagen, das ich , als der Druck meiner Eltern zu gross
geworden ist, ich einfach die Schule geschmissen habe !!!
Bin zwar nach einem Jahr wieder hin ( besser gesagt auf die Fos )
aber das war aus eigenene Antrieb!
Und der Druck von Job und chef ist ja auch nicht plötzlich, normalerweise macht
man ja eine Lehre, wo man beides hat, Schuule und arbeit, oder man studiert!
Ich finde einfach das man nicht die ganze Schuld den Schülern in die Schuhe
schieben sollte, denn wir sind doch alle nur Produkte aus Genetik und Umfeld (
laut meinem Pädagogikunterricht den ich in der Schule hatte)

Wenn das so einfach möglich wäre eine tolle Sache. Nur wie
soll man jemanden für ein halbes Jahr aus der Schule nehmen
und dann wieder rein bekommen? Im Gymnasium ist das
Berufspraktikum in der 11. Klasse. Aber Ende der 9. werden die
Schüler darauf hingewiesen, daß sie auch mit einem einfachen
Realschulabschluß nach der 10. raus können. Die wissen doch
garnicht was sie dann tun sollen? Wenn man viel Glück hat,
haben die Kiddies vielleicht mal in den Ferien gejobt - wenn
man eine Stelle bekommen hat.

Gruß Dobbs

Hallo Dobbs!

Finde ich klasse, dass dieses Thema auch endlich mal wieder eine Disskussion bekommt, denn ich finde, dass viel zu viel Wind dadrumm gemacht wird, und das werde ich jetzt auch nochmal zum Ausdruck bringen!
Mir geht es ein wenig ähnlich, wie grilla, ich bin auch recht wütend, weil diese Pisa-Studie eigentlich nicht representativ ist!
Denn wie schon geschrieben wurde, was nützt es, wenn eine Klasse untersucht wird, wo 35 Kinder drinnen sitzen, wovon 10 Ausländer sind, die die deutsche Sprache nicht beherschen???
Ich finde das einfach lächerlich!
Und dann find ich, sollte man auch nochmal die Ergebnisse gesondert betrachten, denn es sieht im einzelnen gar nicht so schlecht aus in Deutschland, nur das Gesamtergebnis ist eben schlecht, weil es da so einige Schulen gibt, die den Schnitt dann eben nach untern ziehen…wie lüg ich mir eine Statistik( ein feines Buch übrigends).
Meine Mutter ist Lehrerin in Kassel und ihre Schule hat bei Pisa mit gut abgeschnitten, und nicht nur ihre Schule.
Aber wenn eben immernur das Gesamtergebnis betrachtet wird, ist es auch kein Wunder.
Mal davon abgesehen sind die Leistungen der Schüler wirklich schlechter geworden.
Das liegt an einigen Dingen.
Zum Beispiel spielen 13-15 jährige heute viel lieber mit Handys oder am Computer, und schauen überdurchschnittlich viel Fern.
Wenn ich diese Entwicklung mit meiner Kindheit betrachte, dann bin ich ÜBERAUS ERSCHRECKT!
Meine Mutter erzählte mir neulich, dass sie eine Unterrichtseinheit über den Wald gemacht hat in der Grundschule, wo sie unterrichtet, und sie war erschreckt, weil 30% der Kinder die Bäume nicht kannten und die Tiere auch nicht.
Und das liegt zum einen an dieser gesellschaftlichen Entwicklung, dass eben die Verdigitalisierung immer weiter voranschreitet, was ich persönlich für sehr unglücklich halte.
Und dann liegt es NATÜRLICH AN DEN ELTERN!
Denn, nach Untersuchungen, sind genau die Kinder gestört, die einen eigenen Fernseher in ihren Zimmern haben und Zugang zu all dem Müll haben, der Abends im fernsehn läuft und der für sie eigentlich noch gar nicht zugänglich sein sollte.
Die Eltern lassen das zu!!!
Ebenso finde ich es nicht verantworklich, dass die Kinder und Jugendlichen freie Computerzeiten haben und an dem Ding machen können, was sie wollen.
Ich kenne da ein paar sehr erschreckende Beispiele.
Den Eltern scheint es egal zu sein, was ihre Kinder am PC treiben.
Ich meine…in vielerlei Hinsicht ist es sogar ganz gut, wenn die Kinder am PC lernen und mit dem PC Lernen, aber ich finde, dass man das trotzdem gut im Auge haben sollte, als Eltern.
Warum es an den Eltern liegt, kann ich auch erklären.
Man wird erst mit 18 volljährig. Trotzdem genießen viele Kinder und Jugendliche schon viel früher diesen Status.
Im Prinzip ist es in gewisser Weise eine Verwarlosung, denn sie können wirklich machen, was sie wollen!
Ok, es ist zum Glück nicht überwiegend so.
Es gibt zum Glück auch noch Familien, wo das „Normal“ abläuft, und wo die Kinder und Jugendlichen auch keinen eigenen Fernseher auf dem Zimmer haben…z.B.

Jetzt will ich nochwas zu den anderen Ländern sagen, wie z.B. Finnland.
Erstmal hat das System des Landes nicht besonders viel mit dem Aufbau der Schulen zu tun.
Das ist in dem Fall gesondert zu betrachten( ich weiß das so genau, weil mein Onkel dort lebt und auch zwei Kinder in der Schule hat)
DAs Schulsystem dort ist ganz anders als hier, und wie ich finde, viel besser organisiert, und lässt den Kindern auch viel mehr Möglichkeiten offen.
Außerdem haben sie nicht so veraltetes Lernmaterial, was auch eine sehr große Rolle spielt!!
Man stelle sich vor, dass ich ein Geschichtsbuch von 1989 hatte…und zum Teil noch viel ältere Schulbücher,…da brauch man nicht mehr viel zu sagen.
Die Kinder werden angeregt, mehr aus eigen-Interesse zu lernen, was viel effektiver ist, als in der Art, wie es z.B. in Deutschland Gang und Gebe ist.
Ich will damit sagen, dass das Schulsystem in Deutschland überhauptnicht effektiv ist! Und das hätte man eigentlich schon viel früher erkennen müssen.
Aber es ist anscheinend immernoch nicht angekommen, weil sich sonst schon längst was getan hat!
Anscheinend haben die großen Herren kein Interesse darann.

Viele Grüße
Berlind

*diebaldvielleichtalsLehrerinunterwegsist*

Hi!
Ich meld mich mal als Schüler.
Wenn du mich fragst gibt es da so einige Gründe für die Pisaergebnisse und da sind unter anderem auch die Lehrer darunter (bei weitem nicht alle), nicht weil sie sich nicht bemühen, sondern weil sie sich teilweise richtig viel Mühe geben, aber sich dabei selten dämlich anstellen.

Der nächste Grund ist unsere Politik (ich kann nur von NRW sprechen, aber das ist traurig genug), die auch nicht ansatzweise den Unterschied zwischen Theorie und Praxis mitkriegt, obwohl doch die meisten Politiker selber Lehrer waren.

Die Hauptschuld liegt natürlich bei den Schülern, würden die selber lernen wollen, dann wär dass was die Lehrer und was die Politik macht sehr wirkungsvoll. Aber wie du schon sagtest waren Schüler früher ja auch nicht anders.

Ich hatte inzwischen nach 11 Jahren Schule ne Menge Lehrer und es gibt grob gesagt zwei Gruppen, einmal die, die Autorität besitzen und die denen das verwehrt bleibt.

Es gibt Lehrer bei denen hat man aufzustehen vor der Stunde und da ist nur durch deren Anwesenheit Ruhe, die müssen nicht schreien, die haben einfach am Anfang des Jahres klar gemacht was läuft und halten das auch konsequent durch.
Wer Scheiße baut kriegt das in Form der Note wieder, wer die Hausaufgaben nicht hat genauso, wer zu spät kommt sitzt nach bzw. darf sich mal zwei Seiten lang was einfallen lassen zu einem bestimmten Thema. Da werden auch in Nebenfächern mal Tests geschrieben und das Jahr nur absitzen ist nicht.

Andere Lehrer wiederum sehen das etwas anders. Da muss man nicht vor der Stunde aufstehen und da kann man Hausaufgaben für die anderen Fächer in der Stunde machen. Wenn der Lehrer sagt, dass man vor dem Klingeln nicht rausgehen soll, sondern vor der Tür zu warten hat, dann interessiert das niemanden.

In beiden Gruppen gibt es faule Lehrer und Lehrer die sich bemühen. Aber man kann sich noch so bemühen, das bringt niemandem etwas, wenn das Ergebnis nacher be…scheiden ist.

Ein weiteres Problem ist auch, dass man irgendwann erkannt hat, dass Frontalunterricht doch nicht so das Wahre ist und dann mal eben eine 180° Drehung gemacht hat. Zumindest bei vielen jungen Lehrern ist dass so, teilweise freiwillig oder auch unfreiwillig (Refrendare). Dann gibt es keinen Frontalunterricht mehr, aber auch sonst nichts was das Wort „Unterricht“ nicht beleidigen würde.

Briefe an Alf schreiben, Rahmen und Aliens malen und eine Doppelstunde damit verbringen Nathan im Deutschunterricht zu malen finde ich schon etwas heftig, kein Wunder, dass da nix rauskommt. Ach ja, das passiert in der 11. Klasse (falls jemand denken sollte ich wäre Grundschüler).

Auch Gruppenarbeit ist ne feine Sache, nur wenn ich das nur noch mache dann werden irgendwann die Schüler das nicht mehr ernst nehmen und vor allem kann man nicht alles mit Gruppenarbeit erarbeiten.
Wenn dann so etwas noch mit einem Lehrer kombiniert wird, dem es an jeder Autorität fehlt, dann kann da nix rauskommen.

Die Politik kann, wie gesagt nicht zwischen Theorie und Praxis unterschiden. Dieser Unterschied liegt ganz einfach darin, dass Schüler eben nicht diese tollen Wesen sind, die immer lernen und die keine Motivation oder keinen Druck brauchen .
Ab nächstem Jahr gibt es Prüfungen in der 4. und 9. Klasse (glaub ich, ist aber auch nicht so wichtig, welche das sind) um festzustellen wir klug oder auch nicht die Schüler sind. Das Problem ist nur, dass die Ergebnisse nicht in die Endnote eingehen. Das wird ja ein verdammt tolles Ergebniss geben. Welcher Schüler wird sich denn bitte auf diese Arbeit vorbereiten?? Keiner, denn Schüler sind faule Säcke, das ist nunmal so.
Oder Englisch in der Grundschule. Eine sehr schöne Idee, nur leider ihrer Zeit etwas vorraus. Vielleicht sollte man erstmal gucken, dass alle Schüler in der Grundschule vernünftig Deutsch können, dann kann man sich auch mit Fremdsprachen beschäftigen.

Wenn ein Kind im Umfeld von deutsch sprechenden Kindern oder auch Erwachsenen aufwächst sollte es eigentlich kein großes Problem sein, dass es Deutsch lernt und deshalb sollte man einfach verhindern, dass Kinder in einem Umfeld aufwachsen in dem nur eine Sprache gesprochen wird, die aber mit der Amtssprache in Deutschland nichts zu tun hat. Wenn Kinder in den Kindergarten gehen und da den ganzen Vormittag Deutsch reden kann es eigentlich kein Problem sein, dass sie die Sprache nacher auch beherrschen. Wenn sie natürlich bis zu ihrem 6. Lebensjahr in einer Wohnung mit einer Familie sitzen die kein Deutsch spricht und Fernsehsender guckt auf denen kein Deutsch gesprochen wird, dann ist es kein Wunder, dass das Kind später kein Deutsch kann, nur sollte man ihm dann nicht versuchen Englisch beizubringen (auf Deutsch).

Generell ist das ganze Niveau an den Schule teilweise ein Witz. Ich kann jetzt nur von Gymnasien reden. Ich stehe einigermaßen mittelmäßig in den meisten Fächern, aber ich stände wahrscheinlich nicht viel anders, wenn das Niveau höher wäre. So sieht das bei den meisten Schülern aus, sie würden dann nur mehr arbeiten (ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss, das gilt auch für Schueler).

Natürlich ist es schade, wenn man Schüler nicht mehr motivieren kann Zeitung zu lesen oder sie nicht mehr vom Fernseher weg kriegt, aber ich bin der Meinung, wenn man in der Schule wieder etwas mehr Druck macht und den Lehrern etwas mehr Druckmittel in die Hand gibt (Nein, ich will keine Prügelstrafe), dann könnte man Schüler schon dazu zwingen etwas mehr zu lernen. Dann lesen sie zwar immer noch keine Zeitung, aber zumindest würden sie etwas für die Schule tun, denn diesen ganzen Schulstreß gibt es IMHO nicht wirklich beim Durchnschnittsschüler.

Irgendwie müsste man wahrscheinlich wieder davon weg kommen zu glauben, dass die Schüler ja alle so gestresst sind und alle unter Leistungsdruck leiden.
So wie ich das sehe würde es nicht schaden etwas mehr Druck zu machen, selbst wenn dann die Zahl der Kinder steigt die angeblich wegen ihres ganzen Drucks so schlecht sind, obwohl sie doch eigentlich soooo intelligent sind.

So, das waren weniger Antworten auf deine Fragen, als meine eigenen Gedanken über Pisa:wink:
Gruß
Cornel

P.S.: Das bezieht sich jetzt alles nur auf NRW, aber das reicht bei der - sorry- Scheiße, die hier passiert auch schon.

Hallo Dobbs,

wahrscheinlich ist mein Posting bisher nicht besonders sachlich gewesen. Wirklich beschäftigt habe ich mich mit dem Thema rund um diese Studie nicht. Einzig ich habe durch unsere Presse mitbekommen, dass deutsche Schüler/innen durch Rechen- und Leseschwäche auffallen.

Wer soll den was ändern?

Was mich an den nachfolgenden Diskussionen (nach der Veröffentlichung der Studien-Ergebnisse )störte, dass die Schuldzuweisungen auch gegen die Eltern gerichtet wurde, für die ich kein Verständnis habe.
Ich glaube nämlich, dass das gesamte Schulsystem (Schulen, Lehrpläne, Pädagogik, Lehrmethoden…) in 10 Jahren sich nicht angemessen an die gesellschaftlichen Gegebenheiten angepaßt hat. Nämlich zu meiner Schulzeit hat die Schule bei weitem nicht so sehr Mitarbeit der Eltern erwartet, wie sie es heute tut. Wer eine Akademikerlaufbahn eingeschlägt, muss nicht eine breite Wand an Literatur zu Hause haben, um dennoch den Spaß an Geschriebenem zu entdecken. Dafür gibt es genug Beispiele. Ich sehe es nicht ein, mit meinen Kindern außer für Hausaufgaben oder für Probenvorbereitungen Rechnen zu üben, so wie ich in meiner Freizeit nicht auch noch mit meinem Job beschäftigt bin.
Der Ruf nach Eltern ist eine funktionierende Möglichkeit mittels Schuldbewußtsein der Eltern Mankos auszugleichen, nämlich ein stätig gewachsenes Lernpensum zu bewältigen (schließlich gilt es mit den europäischen Nachbarn in schulischer Hinsicht auch da Schritt zu halten). Aber in Deutschland wurde in der Vergangenheit nicht in die Schulen investiert - das ist ebenfalls nachweisbar.

Pisa - vergiß es, schau lieber, dass dein Kind heil durch die
Schulzeit kommt!

Oh ja das tue ich, aber soll ich jetzt meine Kinder vielleicht
selbst unterrichten?

Ich kann nur für meine Familie und für die Schulen sprechen, die ich in meinem Umfeld kenne. So bin ich froh darüber, dass meine Kinder trotz der schlechten Voraussetzungen einige Lehrer haben, die wirklich ´was auf dem Kasten haben - vorallem mit uns Eltern offen über vieles reden wollen. Sprich, ich gehe nicht nur auf die Schule zu, sondern auch umgekehrt.
Für mich käme selbst unterrichten nicht in Frage, ich wäre eine schreckliche Lehrerin :wink:)), ganz abgesehen davon, dass trotz der vielen ausgefallenen Stunden, die Kinder immer noch einiges lernen, was auch wichtig ist.

Was soll man Deiner Meinung nach tun?

So unterstütze ich meine Kinder in sofern, dass ich mich an ihrem Schulalltag interessiert zeige, gebe Ratschläge oder Rückendeckung, wenn sie Probleme mit Lehrern oder Klassenkameraden haben, nehme gleichermaßen Anteil an ihren Aufs und Abs…
Schule ist der Job der Kinder, der ein wichtiger Teil in einem Kinderleben darstellt. Das ist mein Part. Aber ich sehe nicht ein, dass wir unsere Freizeit auch noch so gestalten, dass die Kinder einer Fähigkeitsnorm entsprechen, die Deutschland zu einem besseren Rang in Europa verhilft.
Nichtsdestoweniger mag es einige Kinder geben, die zuviel Zeit vorm Fernseher oder PC verbringen, sich verkehrt ernähren und zu wenig bewegen, zu wenig Kontakte untereinander haben, und irgendwann außer Langeweile keine andere Beschäftigung kennen. Für die Erkenntnis dieser Probleme mögen die PISA-Studien eine von vielen Möglichkeiten sein (die übrigens schon lange vorhanden ist). Aber ich wünsche mir aus der Ecke der Elternschaft, dass unsere Staatsvertretung für die Ausbildung unserer Kinder ein Mindesmaß an schulischen Qualitäten schafft. Und dann erst sehe ich den Sinn ein, gerechtfertigte Erwartungen an uns Eltern zu richten.

viele Grüße
grilla

Hi!

P.S ein gutes Mittel, jemanden wieder für die Schule zu
interessieren: ein halbes
Jahr arbeiten lassen, dann sieht man die Schule mit ganz
anderen Augen!!!

Das kann aber auch nach hinten los gehen. Nach meinem Berufspraktikum dieses Jahr habe ich noch weniger Lust auf Schule. Ich hab in diesen zwei Wochen mehr gelernt, als die ganze 11 über (wobei die auch ein Extremfall ist, könnte man IMHO auch abschaffen). Ausserdem kam ich, als Praktikant

, nach Hause und wusste, heute hast du etwas geschafft, dieser Tag hatte nen Sinn.

Das Gefühl hab ich nach einem Schultag nicht. Da hab ich dann erst zwei Stunden eine Sprache gelernt, die mir nie etwas bringt (entweder raten oder im P.S. die Auflösung nachgucken:wink:), habe danach ein Standbild gebaut und am Schluß einen Brief an Alf geschrieben um ihm zu erklären, wie denn das Leben auf der Erde so ist.

Danach habe ich das Gefühl ich war im Kindergarten, aber auch nicht nur ansatzweise, dass ich irgendwas geleistet hätte, oder dass mir dieser Tag etwas gebracht hätte.

Gruß
Cornel

P.S.: Gemeint war natürlich Latein, da kann ich dann gleich mal erwähnen, dass ich anch diesem Tag nie wieder eine Lateinarbeit schreiben werde!

Hi Cornel,
tolles Posting, danke!
Ja mir ist es schon wichtig, auch die Meinung von Schülern zu hören. Vielleicht kommen ja so Gründe zu tage, die für diesesn Zustand stehen.

So wie ich das sehe würde es nicht schaden etwas mehr Druck zu
machen, selbst wenn dann die Zahl der Kinder steigt die
angeblich wegen ihres ganzen Drucks so schlecht sind, obwohl
sie doch eigentlich soooo intelligent sind.

Ich glaube das ist einer der zentralen Punkte. Auch ich vermisse den Druck, der durch die Schule ausgeübt wird.
Hausaufgaben sind entweder Fremdwörter oder in Ihrem Anspruch so unbedeutend, daß sie locker in der Pause erledigt werden können. Ein Bewußtsein, daß man für Erfolg etwas tun muß sollte man bei der von mir geschilderten Altersgruppe glaube ich nur in Ausnahmefäller erwarten.
Ich habe es erlebt. Unser Junge hat seinen PC (keinen Fernseher - das lehne ich ab). Auf diesem PC hat er jede erdenkliche Möglichkeit Wissen abzurufen (Encarta, Lexika, etc.) aber eben auch Spiele (da habe ich auch absolut nichts dagegen. Hinzu kommt noch das nötige Mindestwerkzeug um mal nen Text zu schreiben o.ä…
Für mich war nun mal interessant zu sehen, wozu er den Rechner denn nun eigentlich nutzt und ich habe die Programmaufrufe protokolliert.
Es wurden fast ausschließlich Spiele aufgerufen. Die wenigen Male, wo eine Textverarbeitung dran war kann man fast vergessen - die Ergebnisse übrigens auch.
Wenn aber in einer Arbeit o.ä. etwas gefordert wird, was über das aktuelle Unterrichtsthema hinaus geht kommt glatt die Antwort - das haben wir nicht behandelt.
Wenn ich dann auf die Mittel am Computer hinweise ist er zwar sehr erstaunt, welche möglichkeiten sich dort bieten, aber beim nächsten Mal wird es auch blos nicht genutzt.

Und das ist aus meiner Sicht der zweite Punkt, neben dem fehlenden Druck seitens der Schule fehlt die Fähigkeit sich Wissen durch Lesen anzueignen. Und aus meiner SIcht gehören die beiden Punkte sehr weit zusammen. Wenn ich mir überlege wieviele und welche Bücher wir in der Schulzeit lesen mußten dann sehe ich ein riesen Defizit zu heute.
Ich denk nur an Die Mutter von Gorki - ein Scheißbuch, aber es mußte sein und sowas hilft.

Gruß Dobbs

Da hab ich dann :erst zwei Stunden eine Sprache gelernt,
die mir nie etwas bringt
P.S.: Gemeint war natürlich Latein, da kann ich dann gleich
mal erwähnen, dass ich anch diesem Tag nie wieder eine
Lateinarbeit schreiben werde!

Da muß ich nun doch etwas wiedersprechen. Ich habe zwar nie Latein gelernt (englisch übrigens auch nicht, dafür aber Russisch - arg) habe mich aber jetzt, da die Großen das in der Schule haben mal damit auseinander gesetzt. Sprachen sind zwar ein Graus für mich (liegt wohl an der Russischerfahrungen) trotzdem bin ich der Meinung, daß man mit Latein sich sehr viele Wortbedeutungen (nicht nur in anderen Fremdsprachen sondern auch in der Wissenschaft usw.) sehr gut herleiten kann und daß das sehr hilfreich sein kann.

Französisch würde ich ja noch mitgehen aber Englisch und Latein finde ich sind sehr nützliche Fremdsprachen (Gymnasium wohlgemerkt).

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Hi!
Das mit dem Computer ist teilweise richtig, aber teilweise auch nicht.
Viele Schüler wissen sehr wohl, wie sie Informationen aus der Kiste raus kriegen, nur welche Informationen dass dann sind, da gehen die Vorstellungen der Lehrer und der Schüler weit auseinander.

Es werden nämlich nicht die Informationen rausgesucht, die ich brauche um die Hasuaufgabe oder die Klassenarbeit vernünftig zu schreiben, sondern es werden die Hasuaufgaben oder die Klassenarbeit einfach komplett ausgedruckt:wink:

Ich glaube das Problem ist nicht die Unfähigkeit sich die Informationen rauszusuchen, sondern die Unfähigkeit bzw. die fehlende Motivation oder auch der fehlende Druck mit diesen Informationen was anzufangen.
Ich seh das ja an mir, wenn ich keinen Gesäßtritt kriege, dann mach ich nichts. Ich könnte mir über so manches Thema Informationen aus dem Netz, aus Lexika oder sonst wo her organisieren, aber warum sollte ich das machen, wenn es auch wunderbar ohne geht??

Gruß
Cornel

Hi!
Jaja, mein Lieblingsthema.

Natürlich kann ich mir viele Wörter durch das Lateinische erschließen, aber die kann ich mir meistens auch durch Deutsch, Englisch bzw. Französich (was dann ja die Alternative zu Latein ist) oder dem gesunden Menschenverstand erschließen.

Natürlich ist Latein auch eine gute Vorbereitung auf weitere Fremdsprachen, aber ich glaube in 5 Jahren könnte man die entsprechende Sprache gleich lernen.
Wenn man in einer idealen Welt lebt, in der ich mein ganzes Leben lang Sprachen lerne, dann macht Latein Sinn.
Aber wenn ich nur zwei oder drei Fremdsprachen lerne, dann finde ich es Zeitverschwendung eine davon durch eine tote Sprache zu ersetzen, die mir nur was als Vorbereitung auf die anderen beiden Sprachen bringt.

Gruß
Cornel

Unterstütz
JAjajajaja

find ich auch das Latein, wenns ja angeblich nur als Grundlage für andere
Sprachen gelten soll, dann nicht unbedingt 5 Jahre lang gelehrt werden muss, weil
die Grundlagen hat man sicher auch nach einem Jahr !UNd ansonsten ist Latein
wirklich überflüssig!
Englisch und Französisch find ich schon gut in der schule, obwohl Spanisch
vieleicht besser wäre, aber wie weiter unten ja schon mal vorgebracht, bringt
einem dieses SchulEnglisch und Französisch halt leider gar nichts wenn man mal
einem Engländer gegenübersteht!!!

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