Hallo zusammen,
Im Urlaub (beim Segeln:wink: hat ein Bekannter mir ein Gedicht zitiert.
Leider weiß ich weder Titel noch Dichter.
Titel war, GLAUBE ich, sowas wie der Segler, der Schoner… irgendeine Bezeichnung für ein Schiff.
Inhalt: ein Schiff fährt vor der Küste, will in den Hafen einlaufen, ein Sturm kommt auf, das Schiff treibt auf einen Felsen zu.
Der Held will ihm (auch per Boot) entgegenfahren, ihn warnen.
Er selbst wurd gewarnt: Lass es, du rettest ihn nicht, riskierst nur dein eigenes Leben.
Der „Held“ hält das aber für wert, fährt also los, und genau das Angekündigt passiert natürlich:
Er kann zwar noch dem anderen die rettende Kursänderung zurufen, zerschellt aber selbst am Felsen…
So weit die Heldengeschichte. Ist also wie man sieht im Stil der Schiller Damen (Bürgschaft, Kraniche des Ibykus). In meinen Schiller - Werken finde ich es aber nicht.
wer weiß was?
Gruß Martina
Hallo, das ist das Gedicht „Der Lotse“ von Ludwig Giesebrecht.
Der Lotse
“Siehst du die Brigg dort auf den Wellen?
Sie steuert falsch, sie treibt herein
und muss am Vorgebirg zerschellen,
lenkt sie nicht augenblicklich ein.
Ich muss hinaus, dass ich sie leite!"
„Gehst du ins offne Wasser vor,
so legt dein Boot sich auf die Seite
und richtet nimmer sich empor.“
"Allein ich sinke nicht vergebens,
wenn sie mein letzter Ruf belehrt:
Ein ganzes Schiff voll jungen Lebens
ist wohl ein altes Leben wert.
Gib mir das Sprachrohr. Schifflein, eile!
Es ist die letzte, höchste Not!" -
Vor fliegendem Sturme gleich dem Pfeile
hin durch die Schären eilt das Boot.
Jetzt schießt es aus dem Klippenrande!
„Links müsst ihr steuern!“, hallt ein Schrei.
Kieloben treibt das Boot zu Lande,
und sicher fährt die Brigg vorbei.
Gruß
Monika
Das ist es! Danke!!! owt
owt
Korrektur zu oben
Ich habe natürlich die DRAMEN von Schiller gemeint und nicht die Damen
))
Aber Monika hat mich ja dennoch richtig verstanden… Danke!
Hallo Martina,
meinst du dies:
Ludwig Giesebrecht (1792-1873
Der Lotse
“Siehst du die Brigg dort auf den Wellen?
Sie steuert falsch, sie treibt herein
und muss am Vorgebirg zerschellen,
lenkt sie nicht augenblicklich ein.
Ich muss hinaus, dass ich sie leite!"
„Gehst du ins offne Wasser vor,
so legt dein Boot sich auf die Seite
und richtet nimmer sich empor.“
"Allein ich sinke nicht vergebens,
wenn sie mein letzter Ruf belehrt:
Ein ganzes Schiff voll jungen Lebens
ist wohl ein altes Leben wert.
Gib mir das Sprachrohr. Schifflein, eile!
Es ist die letzte, höchste Not!" -
Vor fliegendem Sturme gleich dem Pfeile
hin durch die Schären eilt das Boot.
Jetzt schießt es aus dem Klippenrande!
„Links müsst ihr steuern!“, hallt ein Schrei.
Kieloben treibt das Boot zu Lande,
und sicher fährt die Brigg vorbei.
Gruß Johanna