Gedicht nachträglich zum Geburtstag

Hallo zusammen!
Ich weiß jetzt nicht recht ob ich hier richtig bin,
denn ich benötige für einen Geschäftspartner ein Gedicht
mit dem ich nachträglich zum Geburtstag gratulieren kann.

Weiß jemand von euch ein schönes oder evtl. eine
Internetseite wo ich fündig werde (hab bisher nur Schrott
gefunden)?

Wär für jede Anregung dankbar!

Lieben Gruß
Annette

hallo!
hm, soll es direkt ein gedicht sein mit gratulation? oder darfs ein gedicht sein, das in etwa zum thema passt? oder vielleicht ein zitat?

die meisten gereimten gratulationen, die ich so gesehen habe, finde ich eher…pardon…stümperhaft (deswegen suchst du vermutlich auch was und reimst nicht selbst? :wink:). schwerfällig usw.

eine empfehlenswerte seite ist http://www.lyrikmail.de --> dort im archiv mit volltextsuche stöbern. man kann auch nach autoren suchen.

begriffe vielleicht „zeit“, „zukunft“, „feier“, „tag“…kommt drauf an, was für ein geschäftspartner das ist und was mit dem gedicht ausgesagt werden soll…

sonst würd ich für diesen zweck nicht reimen bzw. dichten oder nach gedichten suchen, sondern einfach von herzen gratulieren. der gedanke zählt schließlich :wink:.

gruß
ute

ps:
drei (recht unterschiedliche) beispiele zum thema zeit/suchbegriff tag:

Betty Paoli
Carpe diem!

Der Zukunft pocht dein Herz entgegen
Mit jedem Pulsschlag, jedem Hauch?
Gemach! ob Fluch ihr Teil, ob Segen,
Weißt du es auch?

Weißt du, ob, wenn sie einst gekommen,
Die ferne Zeit, die du erkürst,
Du nach dem Heute nicht, beklommen,
Dich sehnen wirst?

So lange dieser dunkeln Frage
Nicht Antwort wurde, voll und echt,
Leb’ in dem Heut, und laß dem Tage
Sein gutes Recht.

Betty Paoli
(1814-1894)

Friedrich Schiller
Spruch des Konfuzius

I.

Dreifach ist der Schritt der Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.

Keine Ungeduld beflügelt
Ihren Schritt, wenn sie verweilt.
Keine Furcht, kein Zweifeln zügelt
Ihren Lauf, wenn sie enteilt.
Keine Reu, kein Zaubersegen
Kann die Stehende bewegen.

Möchtest du beglückt und weise
Endigen des Lebens Reise,
Nimm die Zögernde zum Rat,
Nicht zum Werkzeug deiner Tat.
Wähle nicht die Fliehende zum Freund,
Nicht die Bleibende zum Feind.

Friedrich Schiller
(1759-1805)

Gottfried Keller
Die Zeit geht nicht

Die Zeit geht nicht, sie stehet still,
Wir ziehen durch sie hin;
Sie ist die Karawanserei,
Wir sind die Pilger drin.
Ein Etwas, form- und farbenlos,
Das nur Gestalt gewinnt,
Wo ihr drin auf und nieder taucht,
Bis wieder ihr zerrinnt.

Es blitzt ein Tropfen Morgentau
Im Strahl des Sonnenlichts;
Ein Tag kann eine Perle sein
Und ein Jahrhundert nichts.

Es ist ein weisses Pergament
Die Zeit, und jeder schreibt
Mit seinem roten Blut darauf,
Bis ihn der Strom vertreibt.

An dich, du wunderbare Welt,
Du Schönheit ohne End’,
Auch ich schreib’ meinen Liebesbrief
Auf dieses Pergament.

Froh bin ich, dass ich aufgeblüht
In deinem runden Kranz;
Zum Dank trüb’ ich die Quelle nicht
Und lobe deinen Glanz.

Gottfried Keller
(1819-1890)